Aktuelles

22.07.2016

Noch eine Studie (zum Vergessen): "der gemeinsame Alkoholkonsum ist gut für die Partnerschaft"

Im "The Journal of Gerontology" ist kürzlich eine amerikanische Studie veröffentlicht worden, deren Ergebnisse von deutschen Medien aufgegriffen wurde. Es ist vermutlich einfach zu schön, um wahr zu sein: angeblich zeige die Studie, dass die alkholischen Trinkgewohnheiten großen Einfluss auf das Eheglück haben, aber nur wenn beide gemeinsam trinken.
Wer sich mit Beobachtungsstudien etwas auskennt, weiß, dass sich in den seltensten Fällen aus Korrelationen auch Ursachen ableiten lassen. Warum das so ist, wird u.a. hier sehr gut beschrieben.
Verbraucher oder Journalisten, die nach ähnlichen kruden Zusammenhängen suchen, werden auf der Internetseite "Spurious Correlations" fündig.
 

22.07.2016

Professoren fordern Abbau von Subventionen für den Ökolandbau

Staatliche Transferleistungen wirken i.d.R. Markt verzerrend. Egal, ob es sich um Prämien für die Nichtanlieferung von Ware oder eine direkte staatliche Unterstützung handelt. Das ist nicht neu, hilft aber, einigen Branchen zu überleben. Zwar ist die Landwirtschaft davon wenig betroffen, aber auch hier steigt die Kritik an Zahlungen, für die es keine Gegenleistung gibt. Das ist bei der Landwirtschaft i.d.R. selten der Fall, weil Einkommensverluste durch politische Vorgaben (z.B. Greening) ausgeglichen werden müssen.
Zwei schwedische Professoren stören sich jetzt an der staatlichen Subentionierung für den Ökolandbau. Der Professor für Ökologie, Torbjörn Fagerström, sowie der Professor für Pflanzenpyhsiologie, Jens Sundström, berufen sich dabei auf eine Metastudienauswertung und kommen zu dem Ergebnis, dass sich die ökologischen oder gesundheitlichen Vorteile von biologisch hergestellten Produkten wissenschaftlich nicht belegen ließen. Die Mehrausgabe für gefühlte Vorteile sei daher nicht länger zu rechtfertigen.
Die Belastung der Steuerzahler soll sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen:
  • Auf EU-Ebene betrage die öffentliche Unterstützung 15 Milliarden, davon in Schweden allein 600 Millionen pro Jahr
  • Die Umstellung auf Bioware in öffentlichen Kantinen beliefen sich angeblich zusätzlich auf 270 -310 Mio. Euro pro Jahr.
  • Die Mehrkosten der Verbraucher wird mit 1,8 - 2,0 Mrd. Euro geschätzt.
Noch nicht kalkuliert wurden die Mehrkosten, die durch geringere Erntemengen und einen höheren Flächenbedarf entstehen.
 

22.07.2016

Klimaschutz darf heimische Lebensmittelerzeugung nicht gefährden

Irrationale Klimaschutzpläne 2030 Die Klimaschutzziele werden nicht schneller erreicht, wenn sich Deutschland als einer der effizientesten Lebensmittelerzeuger selbst lahmlegt und dadurch die Produktion in andere Länder mit deutlich schlechteren Klimaschutzstandards verlagert wird, kommentierte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, den Entwurf des Bundesumweltministeriums (BMUB) für einen Klimaschutzplan 2050. Der vom BMUB entworfene Maßnahmenplan soll die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz umsetzen und demnächst innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden.

Was das Umweltministerium dabei vergessen hat: der Landwirtschaft wurde bei dem Abkommen eine Sonderrolle zugebilligt, weil der steigende Nahrungsmittelbedarf einer steigenden Weltbevölkerung natürlich mehr C02-Emissionen verursachen wird. In Deutschland ist der C02-Ausstoß bereits sehr erfolgreich gesenkt worden: bis zum Jahr 2014 um fast 27 % gegen­über 1990. Darüber hinaus zählt die Landwirtschaft zu den wenigen Branchen, die mehr C02 binden, als sie emittieren. Damit entlastet die Landwirtschaft alle anderen Branchen.
 

22.07.2016

Klimaschutz und ziviler Luftverkehr: Anfrage der "Vielfliegerpartei"

hib -  Die Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen des internationalen Luftverkehrs macht die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema einer Kleinen Anfrage (18/9158). Die Bundesregierung soll angeben, ob ein kohlenstofffreies Wachstum des Luftverkehrs nach 2020 ausreichen würde, um der Klimavereinbarung von Paris gerecht zu werden. Gefragt wird nach der Projektion hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Luftverkehrs sowie der damit verbundenen Emissionen in Deutschland. Auch nach den Emissionen des Luftverkehrs auf Inlandsflügen wird gefragt.

Anm. d. Red.: Die Anfrage ist durchaus berechtigt, zählt doch der Flugverkehr zu den größten Umweltsündern. So wird sich die globale Flugzeugflotte bis zum Jahr 2030 fast verdoppeln mit entsprechenden Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen. So wenig, wie es der Autoindustrie geligen wird, den C02-Ausstoß zu senken, ist auch von der Flugzeugindustrie in nächsten Jahrzehnten keine bahnbrechende Innovation zur Senkung der C02-Emissionen zu erwarten.

 

21.07.2016

Terminankündigung: 10 Jahre "Fokus Schwein"

Am Donnerstag, den 22. September 2016 laden die BRÖRING Unternehmensgruppe, Boehringer Ingelheim Vetmedica und die Justus-von-Liebig-Schule Vechta von 10.00 - 15.30 Uhr in die Getreidestraße 8 in 49624 Löningen zur Vortragsveranstaltung Fokus Schwein ein. Die Vortragsreihe, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht, wird ganz im Zeichen der Praktiker stehen.

Weitere Informationen zum Programm folgen im August.
 

21.07.2016

Ernährungsbildung beginnt nicht erst bei Lebensmitteln

i.m.a. - Gesunde Ernährung beginnt mit der Wissensvermittlung über Lebensmittel. Insofern begrüßt der i.m.a e.V. den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, wonach künftig ein einheitliches Schulprogramm der Länder regelt, dass sowohl Milch als auch Obst und Gemüse an Schulkinder abgegeben und durch Bildungsangebote begleitet werden sollen. Kinder sollten jedoch nicht erst anhand verzehrfertiger Lebensmittel über deren Herkunft unterrichtet werden, kritisiert der i.m.a e.V. Bereits das Wissen über die Erzeugung von Nahrungsmitteln und über deren Ursprung in der Landwirtschaft sei bedeutend für die Ernährungsbildung. Dieses Wissen dürfe nicht ausgeklammert werden.

Besonders verärgert zeigte sich die I.M.A. darüber, dass der Minister gesunde Ernährung insbesondere in einen Zusammenhang mit der ökologischen Landwirtschaft bringe. Die Mehrheit unserer Bevölkerung ernährt sich seit Jahrhunderten mit Lebensmitteln, die ihren Ursprung in der klassischen Landwirtschaft haben, erläutert Patrik Simon. Wissensvermittlung sollte daher beide Aspekte gleichberechtigt und ideologiefrei nebeneinander behandeln.

Anm. d. Red.: Fachleute sprechen dem ökologischen Landbau gar eine Leitbildfunktion für nachhaltiges Wirtschaften ab.

 
 

21.07.2016

Stillen verändert den mütterlichen Stoffwechsel und schützt bis zu 15 Jahre vor Diabetes

idw - Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Helmholtz Zentrum München hat den Stoffwechsel von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes nach der Entbindung untersucht. Zusammen mit Partnern der Technischen Universität München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) konnten sie zeigen, dass eine Stilldauer von mehr als drei Monaten zu langfristigen Veränderungen des Stoffwechsels führt. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin ‚Diabetologia‘ nachzulesen.

Anm. d. Red.: Mütter sollten sich wegen vermeintlicher Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verunsichern lassen. Die Studie von Bündnis90/Die Grünen hatte in der Fachwelt für heftige Kritik gesorgt.
 

21.07.2016

Pilz ist möglicher Vorbote von schweren Atemwegserkrankungen bei Schweinen

igw - Der Pilz Pneumocystis carinii verursacht milde Verlaufsformen einer Lungenentzündung bei Schweinen. Er wurde daher bislang diagnostisch kaum berücksichtigt. Ein Team der Vetmeduni Vienna zeigte nun, dass österreichische Schweine sehr anfällig für den Erreger sind und dass seine Rolle bislang unterschätzt wurde. Pneumocystis carinii scheint ein Türöffner für Folgeinfektionen durch Bakterien zu sein. Mit einer Lungenspülung kann man den Erreger rechtzeitig und schonend bei den Schweinen nachweisen. Die Ergebnisse wurden in zwei Studien in den Fachjournalen The Veterinary Journal und Journal of Veterinary Diagnostic Investigation veröffentlicht.
 

21.07.2016

DLG eröffnet Büro in Berlin

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat am 1. Juli 2016 ein Büro in Berlin eröffnet. Damit intensiviert die DLG ihr Netzwerk zu Verbänden, Politik Administration und Medien in der Bundeshauptstadt. Der Leiter des DLG-Büros Berlin ist Stefan Zwoll, zu dessen Aufgaben auch die Gestaltung und Organisation von DLG-Veranstaltungen in Berlin gehören wird.
 

20.07.2016

Reisende importieren «Super-Keime»

idw - Drei von vier Touristen, die von Indien in die Schweiz zurückkehrten, waren bei einer Untersuchung mit multiresistenten Keimen infiziert. Mikrobiologen der Universität Bern konnten zudem einen Bakterienstamm isolieren, der ein Gen besitzt, das es diesen gefährlichen Erregern ermöglicht, auch gegen die momentan einzige noch wirksame Antibiotika-Therapie resistent zu werden.
 

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