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Aktuelles

31.08.2015

SH: ein Landwirtschaftsminister, der nicht mit Landwirten kann?

Es droht ein stürmischen Restjahr im Norden der Republik, glaubt der Die Welt-Korrespondent Ulrich Exner in einem Artikel, der das Verhältnis von Landwirten und Landwirtschaftsminister Habeck zu erklären versucht. Der Bauernverband werfe dem Ministerium u.a.Täuschungsversuche vor und der Minister werbe bei den Bauern für einen Austritt aus dem Bauernverband, weil dieser die Bauern falsch berate. Unversöhnlicher scheint es kaum zu gehen. Für Dienstag auf jeden Fall seien erste Demonstrationen angekündigt.

Anm. d. Red.: Man stelle sich alternativ einen Minister eines anderen Sektors vor, der den Unternehmen dieses Sektors nicht die Rahmenbedingungen schafft, die für eine wettbewerbsfähige Entwicklung erforderlich sind. Ob sich so ein Minister lange halten würde?
 

31.08.2015

"Don't go Veggie": hassen oder lieben?

Ende 2014 haben wir auf dieser Internetseite zum ersten Mal das Büchlein Don't go Veggie von Udo Pollmer, Georg Keckl und Klaus Alfs auf unserer Internetseite vorgestellt, auch in der Hoffnung, interessierten Verbrauchern alternative Informationen zu immer wiederkehrenden Mythen der vegetarischen oder veganen Ernährungsweise anbieten zu können. Seitdem wurde das Buch in vielen Zeitungen vorgestellt und löste widersprüchliche Reaktionen aus. Das war zu erwarten, weil sich der Schreibstil nicht an die intellektuelle Avantgarde, sondern an den normalen Verbraucher wendet. Der Agrarblog Winter's Net hat den Stil des Buches in einer Gebrauchsanweisung gut auf den Punkt gebracht. Gänzlich neu ist die aktuelle intellektuelle Auseinandersetzung in Form zweier Rezensionen, die unterschiedlicher nicht sein können. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Informationen des Buches sucht man allerdings nach wie vor vergebens.
 

31.08.2015

Fleisch essen aus Respekt vor dem Tier

Carolin George beschreibt für Die Welt das harte Leben der Bäuerin Andrea Funcke, die wie die Landwirte vor 100 Jahren auf einem Bauernhof zu überleben versucht. Mit Romantik hat das Leben als Selbstversorgerin nichts zu tun. Rd. 1.000 Euro benötigt die gelernte Landschaftsplanerin allein für laufende Kosten, wie Versicherungen oder Tierseuchenkassenbeiträge. Seitdem die ehemalige Vegetarierin selber Tiere hält, isst sie auch wider Fleisch. Das hat etwas mit dem Respekt gegenüber dem Tier zu tun – dass ich wirklich alles von ihm verwerte, wird Funke, die nebenberuflich als Erlebnispädagogin ihren Lebensunterhalt sichert, zitiert.
 

31.08.2015

Studie: keine Preisentlastung durch Mengesteuerung

Die grünen Landwirtschaftsminister haben bereits im Juni eine Studie des Institutes für Ernährungswirtschaft Kiel (ife-Institut) zu Kriseninstrumenten im Milchmarkt vorgestellt. Insbesondere sollte dabei geprüft werden, ob ein Marktverantwortungsprogramm für den Milchsektor in Krisenzeiten wirksam wäre. Dies ist laut den Gutachtern nicht der Fall: Die Mengensteuerungskomponenten des vorgeschlagenen Marktverantwortungsprogramms sehen sie in Hinblick auf geringere, verspätete oder zumindest unsichere Preiseffekte in Krisensituationen, wenn es um kurzfristige Sicherung der Liquidität in den Milcherzeugungsbetrieben geht, als weniger geeignet an.
Umso erstaunlicher erscheint jetzt die Foderung einiger Minister nach einer Mengenreduzierung, z.B. durch Reduzierung des Kraftfuttereinsatz bei Kühen. Dass dies sogar Tierschutzrelevante Folgen haben könnte, macht das Internetportal wir-sind-tierarzt in einer aktuellen Pressemeldung deutlich.

Anm. d. Red.: Bei diesen Vorschlägen wird leider auch vergessen, dass Deutschland oder Europa keine Insel ist. Das spüren die deutschen Ferkelproduzenten besonders. Trotz Rückgang der einheimischen Produktion steigen die Preise nicht; Dank offener Grenzen und fast 11 Mio. Ferkelimporten.
 

31.08.2015

Hessen lässt seine Landwirte nicht im Stich

Der diesjährige Sommer hat beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit verursacht. Viele unserer Landwirte müssen aus diesem Grund mit erheblichen Ernteeinbußen und damit verbundenen Mindereinnahmen rechnen. Da ist schnelle und unbürokratische Hilfe gefragt! Unsere Finanzämter werden deshalb den betroffenen Landwirten soweit rechtlich möglich entgegenkommen, um unbillige Härten zu vermeiden, erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am 25.08. in Wiesbaden.
 

20.08.2015

Produktive Landwirtschaft Schuld am Preisverfall?

In manchen Kreisen sei es politisch korrekt, die europäische Agrarpolitik für den Hunger in Afrika verantwortlich zu machen, stellt Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, ifo Institut und Universität München, in einer Stellungnahme zu den Ursachen des Hungers im Internetportal top agrar fest. Vertreter von Hilfsorganisationen, Umweltverbänden und Teile der Politik würden immer wieder gerne die EU-Agrarzahlungen als eine Ursache anführen, weil diese den Landwirten in der EU erlaubten, unter den Herstellungskosten zu verkaufen und so die Kleinbauern in Afrika mit Dumpingware um die wirtschaftliche Existenz bringen. Tatsächlich aber sei das Unsinn. Felbermayer macht die Produktivitätssteigerungen in der EU-Landwirtschaft verantwortlich, die zu einem höheren Angebot und zu niedrigeren Weltmarktpreisen führen.

Anm. d. Red.: Dieses Argumentation ist rel. neu. Immerhin verzichtet der Experte auf eine Verurteilung der produktiven Landwirtschaft, wohl wissend, dass eine Kritik im Widerspruch zu den Forderungen nach eine Ressourcen schonende, produktive Landwirtschaft steht. Stattdessen fordert Felbermayer z.B. für die afrikanische Landwirtschaft mehr Investitionen in Bildung, Maschinen und Infrastruktur. Eine extrem kleinteilig organisierte Landwirtschaft könne ohne Steigerung der Produktivität ihre Bevölkerung nicht ernähren. Wie das z.B. aussehen könnte, demonstriert derzeit Äthiopien.
 

20.08.2015

Was ist eigentlich ein "Gutmensch"?

In der Diskussion um Tierwohl, Ernährung und Umweltthemen werden Kritiker der modernen Landwirtschaft gerne mit dem Begriff des Gutmenschen diskreditiert. Wir haben uns immer gefragt, was das sein mag und haben eine Definition im Internetportal ScienceFiles gefunden, mit dem man sich identifizieren oder das man zumindest diskutieren kann.
Nach Meinung von Michael Klein, studierter Volkswirtschaftler und Politikwissenschaftler, sowie der Universitätsdozentin Dr. habil. Heike Diefenbach, zeichen sich Gutmenschen durch ihren missionarischen Eifer aus, der sich aus eingebildeter Überlegenheit des eigenen unvernünftigen Überzeugungssystems speist. Dabei sei das Überzeugungssystem völlig unbegründet, wenn es keinerlei empirische Belege für seine Gültigkeit gäbe. Gutmenschen opfern so das gute Zusammenleben mit anderen.
Die Herleitung dieser Definition erfolgt am Beispiel des Begriffes Neger.

Anm. d. Red. : Lesenswert! Ebenso wie die Kategorie Unsinn der Woche.
 

20.08.2015

Deutscher Agrarexport trotz schwierigem Umfeld behauptet

Exportorganisation der Deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft GEFA - Die wertmäßigen Ausfuhren deutscher Agrarprodukte und Lebensmittel sind im ersten Halbjahr 2015 nur leicht über Vorjahresniveau. So verzeichnen diese Exporte einen geringen Anstieg um 1,0%. Erreicht wurde dies jedoch nur durch eine Steigerung der mengenmäßigen Ausfuhren um 10,4%. Dies zeigt ein deutliches Absinken der Exportpreise und macht die schwierige Exportlage deutlich.
 

20.08.2015

Verbandsklage darf kein Instrument gegen Nutztierhaltung werden

DGS - Über die Vorwürfe, die der Deutsche Tierschutzbund in einer Pressemeldung gegen die deutsche Putenhaltung erhebt, kann Thomas Storck nur den Kopf schütteln. Offenbar hat der Tierschutzbund die Entwicklungen der vergangenen Jahre nicht wahrgenommen, kritisiert der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Putenerzeuger (VDP) und Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG).
 

19.08.2015

In Niedersachsen hat Vogelschutz Vorrang vor Seuchenschutz

Brütende Schwalben in Kuh- und Hühnerställen sind nicht nur schön anzusehen, sondern ein wichtiger Beitrag von Landwirten für den Vogelschutz. Anlässlich mehrerer Beschwerden von Naturschützern und Landwirten, wonach Veterinäre die Entfernung von Schwalbennestern aus Gründen der Tierseuchenprävention angeordnet haben, hat das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einem Schreiben an die Veterinärämter klargestellt, dass dazu keinerlei Anlass besteht. Schwalben dürfen daher auf Anordnung von Agrarminister Christian Meyer weiterhin in den Ställen brüten.

Anm. d. Redaktion: Schwalben gehören auf jeden Bauernhof. Das war schon immer so. Die nützlichen Tiere sind wertvolle Fliegenfänger und reduzieren damit auch das Übertragungsrisiko von Krankheiten, die über Fliegen auf Tiere übertragen werden können. Leider können die Schwalben selber auch an Vogelgrippe erkranken und es konnten bereits Salmonellen bei den Vögeln nachgewiesen werden. Daher haben sie im Stall nichts verloren. Ebensowenig wie Hund oder Katze. Im Falle eines Influenzaeintrages wird nicht nur der gesamte Tierbestand gekeult, sondern auch die von Landwirten und Steuergeldern finanzierte Tierseuchenkasse belastet. Die Anordnung aus Niedersachsen gehe auf eine Klarstellung des BMEL zurück, die das Krankheitsrisiko durch Schwalben für vernachlässigbar hält, heißt es in der Pressemeldung des niedersächsichen Ministeriums.
 

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