20.08.2010

Zwei gute Nachrichten zu MRSA
Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus-Erreger (MRSA) waren bislang hauptsächlich als Krankenhauskeime bekannt und gefürchtet. Mittlerweile sind jedoch ca. 6.000 verschiedene Stämme identifiziert, die man in drei Hauptgruppen unterteilt: Krankenhaus-MRSA, sog. community-acquired MRSA und Tier-assoziierte MRSA, dessen zoonotisches Potential im Rahmen des deutschniederländischen Projekts SafeGuard im AP 2.3 näher untersucht wird. Die verschiedenen MRSA-Typen werden oft in der öffentlichen Diskussion nicht unterschieden, dabei ist ihr Gefahrenpotential stark unterschiedlich.
Zwei gute Nachrichten zu MRSA konnte PD Dr. med. Alexander Friedrich vom Universitätsklinikum Münster beim Fachgruppentreffen Zoonosen verkünden: So kommt die besonders gefährliche Komponente, das Panton-Valentine Leukozidin (PVL), das häufig Ursache für besonders schwere Krankheitsverläufe ist, nicht bei den untersuchten Tier-assoziierten (LA)MRSA vor. Außerdem zeigte sich, dass den in Schweinen vorkommenden MRSA-Stämmen das Gen fehlt, das für die Resistenzentwicklung gegen eines der wichtigsten noch wirksamen Antibiotika verantwortlich ist.
Quelle: SafeGuard
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