ZDS: Lobbyarbeit wichtiger denn je

Die Produktivität muss weiter gesteigert werden, sowohl auf dem Acker als auch im Stall. Dies war die Kernbotschaft von DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer. Anlässlich der diesjährigen ZDS-Mitgliederversammlung in Fichtenau betonte der DLG-Präsident, dass angesichts der rasant wachsenden Weltbevölkerung die biologischen Leistungen, aber auch die Arbeitseffizienz verbessert werden müssen.
Auf das Thema Tierschutz-Label ging Prof. Achim Spiller, Universität Göttingen, ein. Denn es gäbe eine Gruppe Verbraucher, die bereit seien, für Fleisch mit einem solchen Label mehr Geld auszugeben. Man brauche allerdings einen starken Partner, dem die kritischen Verbraucher vertrauen. Und das Label müsse leicht zu erklären sein, damit es beim Verbraucher ankomme.
In seinem Geschäftsbericht ging Dr. Jens Ingwersen vom ZDS darauf ein, dass man auf politischer Ebene das Feld nicht produktionsfernen Gruppen überlassen dürfe, sondern dringender denn je eine Plattform brauche, zum Meinungsaustausch und –bildung sowie für neue Entwicklungen. So reichen die Themen, die der ZDS aktuell begleitet, von Ferkelkastration, Wildschweinepest, Patente auf Schweine bis hin zu GVO-Futtermittel und vieles mehr.
Intern wurde der Beitragsschlüssel für die Organisationen diskutiert und u.a. beschlossen, die Mehrfach-Mitglieder zu entlasten. Auch standen Wahlen zum Beirat und Vorstand an. Neu in den Beirat wurden Frau Porth aus Niedersachsen und Herr Nerstheimer aus Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Für Franz Meyer zu Holte, langjähriger ISN-Chef, wurde Heinrich Dierkes als Vertreter der ISN bestätigt. Der Vorstand mit Helmut Ehlen (1. Vorsitzender), Hans-Benno Wichert (2. Vorsitzender) und Bernhard Finke wurde einstimmig wiedergewählt.
Dem ZDS gehörten im vergangenen Jahr 86 Mitgliedsorganisationen bzw. Unternehmen an, davon 26 außerordentliche Mitglieder aus dem vor- und nachgelagerten Bereich.