Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erzielen die mehr als 600.000 Beschäftigten des Agribusiness einen Umsatz von rd. 200 Milliarden Euro pro Jahr.
Damit ist das Agribusiness nach der Automobilindustrie Deutschlands zweitgrößter Wirtschaftszweig
, fasst Thomas Löcker, Bereichsleiter Firmenkunden bei der WGZ Bank die Studie im Mittelstandsmagazin
Initiativbanking
(Ausgabe 3/2010) zusammen. Und die deutschen Unternehmen sind gut aufgestellt. Deutschland habe 2009 im internationalen Agrarhandel bei den Exporten den dritten und bei den Importen den zweiten Platz belegt. Dank der neuen europäischen Agrarpolitik und hocheffizienten Unternehmen. Was für alle anderen Wirtschaftsbereiche eine Selbstverständlichkeit ist, ist für das Agribusiness verhältnimäßig neu: die Orientierung und Wertschöpfung auf den Weltmärkten. Deutsche Getreide- und Fleischlieferungen gingen oft nach Fernost. Wirtschaftlich prosperierende Staaten wie China und Indien und weitere Länder mit wachsender Bevölkerung seien die Kunden von morgen. Allerdings wird die weitere Entwicklung durch die Subventionspolitik der Regierung zur Förderung erneuerbaren Energien ernsthaft gefährdet. Wenn ein Fünftel des Primärenergiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden soll, führe dies zu Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Landwirtschaft und damit des ganzen Agribusiness.