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17.10.2011 RSS Feed

Wirtschaftsdung stinkt, ist aber nachhaltig

Die Nutzung von Stalldung aus der Tierhaltung ist nicht nur Ausdruck einer bewusst nachhaltigen Wirtschaftsweise, sondern schont auch die Umwelt. Nach Auwertungen des statistischen Bundesamtes düngt mehr als die Hälfte der deutschen Landwirte mit flüssigen Wirtschaftsdünger, also Gülle, Jauche oder flüssigen Gärrest aus der Biogasanlage. Insgesamt sollen rd. 190 Mio. Kubikmeter Wirtschaftsdünger ausgebracht worden sein. Rindergülle überwog mit 60 %.
Setzt man mittlere Nährstoffgehalte (über alle Tierarten) von nur 4 kg Stickstoff, 1,5 kg P2O5, 3 kg K20, 1 kg MgO und 1,5 kg CaO je Tonne Wirtschaftsdünger an, wurden also insgesamt rd. 750.000 t N, 285.000 t K, 190.000 t Mg und 285.000 t Ca.
Im Vergleich: Eine Tonne Harnstoff kostete im September rd. 800 US-$, Kali rd. 470 US-$ / Tonne. Diammonphospat schlägt mit fast 550 € / Tonne zu Buche und für Kalk waren rund 70 € / Tonne anzusetzen.
Eine Düngekosteneinsparung von jährlich rd. 1 Mrd. Euro dürfte realistisch sein. Vor dem Hintergrund sinkender Phosphorvorkommen dürfte Tierdung in naher Zukunft sogar deutlich an Wert gewinnen. Biobetriebe sind sogar auf Tierdung angewiesen. Und wenn die Gülle vor der Ausbringung in Biogasanlagen zur Energiegewinnung vergoren wurde, stinkt sie meist auch nicht mehr.



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