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Wie funktioniert Landwirtschaft?

Nur noch 2 % der deutschen Werktätigen sind direkt in der Landwirtschaft beschäftigt. Tatsächlich arbeiten aber mehr als 5 Millionen Menschen in mehr als 780.000 Betrieben in der Ernährungsindustrie;  sind also indirekt auf die Zulieferung hochwertiger pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse angewiesen. Wie eine moderne Erzeugung aussieht bzw. welche biologischen Zusammenhänge bestehen, weiß dagegen kaum noch ein Konsument. Dabei beträgt der Umsatz des sog. Agribusiness mehr als 200 Mrd. Euro. Soviel wie die gesamte deutsche Automobilindustrie. Die Branche ist also ein wichtiger Arbeitgeber, Innovationsmotor und damit ein volkswirtschaftliches Schwergewicht. Im Ausland ist das bekannt. Deutsche Veredlungsprodukte sind in der Welt beliebt. Das gilt für technische Produkte ebenso wie für Lebensmittel. Die Exporte deutscher Lebensmittel boomen zweistellig in mehr als 115 Länder.

Die Entfremdung des Konsumenten von seinen Wurzeln - der Landwirtschaft - führt zu teilweise kuriosen Verbraucheransprüchen. Den Widerspruch zwischen Verbrauchererwartung und moderner Landwirtschaft versucht Georg Keckl in der aktuellen Ausgabe von Novo Argumente aufzulösen (Gutes Buch, schlechtes Fleisch – oder eher umgekehrt?).

Die gerade laufende Grüne Woche bietet darüber hinaus eine gute Gelegenheit, sich auf dem sog. Erlebnisbauernhof ein Bild von der Landwirtschaft zu machen. Sie finden den Erlebnisbauernhof in der Halle 3.2


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