Der Ferkelimpfstoff gegen das Porzine Circovirus Typ 2 (PCV2) hat sich weltweit sowie auch in Deutschland – seit seiner offiziellen Zulassung Anfang 2008 – erfolgreich in die bestehenden Impfprogramme integriert. Das gab das Unternehmen Boehringer Ingelheim Vetmedica auf einer Pressekonferenz im Rahmen der EuroTier in Hannover bekannt.
Schon im Rahmen der § 17c-Studie überzeugte vor allem die Wirksamkeit des Impfstoffs, was sich bei geimpften Ferkeln in bis zu 60 % weniger Aufzuchtverlusten und bis zu 56 % weniger Verlusten in der Mast äußerte. Die fast 700 Landwirte, die an der § 17c-Studie teilnahmen, bestätigten dem Ferkelimpfstoff außerdem eine sehr gute Verträglichkeit, so Tierarzt Dr. Rolf Steens, Ingelheim. Das mehrfach geimpfte Ferkel (gegen PCV2 und zusätzlich bis zu drei weitere Impfstoffe) hat seitdem einen festen Platz in einem vorausschauenden Gesundheitskonzept.
Dr. Reinhold Heggemann, Tierarzt aus Tellingstedt, berichtete, dass sich der frühe Impfzeitpunkt bei Ferkeln mit einem Alter ab zwei Wochen bewährt hat, denn die Ferkel infizieren sich häufig bereits im Flatdeck. Spätere Impfzeitpunkte, z. B. zur Einstallung in die Mast, sollten nur nach Abklärung der betriebsspezifischen Gegebenheiten gewählt werden. Der Impfschutz halte bis zum Mastende, ein Ferkelimpfstoff sei daher die beste Lösung für Probleme in der Mast. Eine alleinige Sauenimpfung hält er für problematisch. Bei aller Euphorie erinnerte Dr. Heggemann jedoch daran, dass Impfstoffe gegen PCV2 keine Managementfehler beheben können und vor allem nicht jedes Krankheitsgeschehen auf PCV2 zurückzuführen sei.
Dr. Christina Wald
Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
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