Virtuelles Wasserkeine echte Lösung für bessere Wasserversorgung
Natürlich gibt es Wassermangel auf der ganzen Welt. Manche Entwicklungsländer leiden furchtbar unter Wasserknappheit. Millionen und Abermillionen haben keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser und oft sind das dieselben Menschen, die jeden Tag schuften, um Feldfrüchte zu bewässern, die dann in westlichen Supermärkten landen. Doch wird kein einziges dieser sozialen Probleme dadurch gelöst werden, dass man bei westlichen Verbrauchern Schuldgefühle hervorruft, mit dem Hinweis darauf, dass bei der Produktion von einem Paar Schuhe 800 Liter virtuelles Wasser verbraucht wurden, meint der Journalist Brendan O’Neill vom Magazin
Spiked, dessen Kommentar
There’s another word for ‘water neutrality’: deathjetzt ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel
Weltbevölkerung: Wasserneutralität = Todim aktuellen Novo-Magazin erschienen ist. Anlass für den Kommentar ist eine Kampagne des WWF, der die Menschen in den Industriestaaten zu einem "bewussteren" Umgang mit Wasser bringen möchte. Dafür wird der Begriff
virtuelles Wassereingeführt - und dem Menschen ein schlechtes Gewissen eingeredet.
Diese sozialen Probleme verlangen ehrgeizige, groß dimensionierte Industrieprojekte: Dämme, Speicher, Leitungen, Kanäle, menschengemachte Flüsse und Seen, Meerwasserentsalzungsanlagen, Abwassersysteme, mehr Investitionen in gentechnisch verbesserte Feldfrüchte, die auch bei Trockenheit wachsen können, und so weiter. Was bekommen wir stattdessen? Eine im Stil der katholischen Bußpredigt daherkommende Kampagne, die darauf abzielt, bei westlichen Konsumenten Schuldgefühle über ihren Wasserverbrauch hervorzurufen.
Blaue Engel. Dabei handelt es sich um die erste und älteste umweltschutzbezogene Kennzeichnung der Welt für Produkte und Dienstleistungen, mit dem Ziel, die nachhaltige Produktion zu fördern.
Brendan O’Neil in Novo-Agrumente
Wie wahrscheinlich sind Kriege um Wasser?
Thilo Spahl: Natürliche Ressourcen gibt’s endlos!
"Blauer Engel" - auch für Lebensmittel?
NL: ökologische und konventionelle Produktionsverfahren im "Umweltvergleich"