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02.08.2007 RSS Feed

Tierschutz hat nichts mit der Betriebsgröße zu tun

Erinnert sich noch jemand an die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast? Die Dame besaß immerhin soviel Weitblick, dass Sie sich bereits 2005 gegen eine "Groß-Klein-Diskussion" in der Landwirtschaft wandte. "Nicht die Größe eines landwirtschaftlichen Betriebes sei entscheidend, sondern die Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen", betonte die Ministerin vor Agrarjournalisten in Berlin. Dieser Weitblick ist einigen Verbrauchern nicht zu vermitteln. Jüngstes Beispiel ist der Protest gegen eine geplante Ferkelaufzuchtanlage mit 11.500 Tieren in Klein Ziethen. Für die Gegner steht fest: Eine solche Massentierhaltung ist Tierquälerei und muß verhindert werden.
Dem widersprach der zuständige Amtsveterinär Dr. Volker Mielke in einem Interview mit der berichtenden Tageszeitung. So betonte der Veterinär, dass der Tierschutz mit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung geregelt sei. Außerdem sei der hiesige Standard hoch und koste die Schweinehalter sehr viel Geld. Viele weitere Verordnungen, wie z.B. die Schweinehaltungshygieneverordnung, die Viehtransportverordnung oder das BImSchG würden für das Wohl von Tier und Mensch sorgen. Entsprechende Kontrollen garantierten die Einhaltung der Standards, vor allem bei Projekten in dieser Größenordnung. Daher sei die Anzahl der gehaltenen Tiere kein Argument gegen diese Anlage.
Quelle: ISN: "Amtsveterinär bescheinigt Unbedenklichkeit im Streit um ostdeutsche Ferkelaufzuchtanlage"

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