Eine steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, insbesondere nach Biodiesel und Agraralkohol, dehnt die Anbauflächen für Zuckerrohr und Soja in Brasilien aus. 90 Prozent des amerikanischen Biodiesels stammt aus der Sojabohne. Die Reaktion der Landwirte in den Anbauländern war abzusehen: insbesondere Grünlandflächen wurden in Ackerland für den Anbau von Zuckerrohr-, Mais und Sojabohnen umgewandelt. Die Viehherden werden an die Grenzen der Urwaldgebiete verlagert.
Problematisch ist die Umwandlung von Weideland zu Ackerland und insbesondere die Umwandlung von Urwald zu Viehweiden.
Ein Forschungsteam aus Deutschland hat Szenarien berechnet, wie Brasilien auf die steigende Nachfrage nach
Bioenergie
reagieren könnte, ohne weitere Regenwaldgebiete opfern zu müssen. U.a. wird empfohlen, die Viehdichte moderat zu steigern und es sollten mehr Ölpalmen angebaut werden, die einen höheren Ölertrag als Sojafelder liefern und zudem v.a. im Osten Brasiliens kultiviert werden könnten.
Quelle:
Indirect land-use changes can overcome carbon savings from biofuels in Brazil