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Tag der Schweinehaltung des VLF Meppen

von links: die Referenten Johannes Hilgers, Joachim Schulz, Dr. Heiko Janssen mit VLF Vorsitzendem Markus Ostermann

von links: die Referenten Johannes Hilgers, Joachim Schulz, Dr. Heiko Janssen mit VLF Vorsitzendem Markus Ostermann

Mit 200 Teilnehmern sehr gut besucht war der Tag der Schweinehaltung 2012 in Meppen. Die Referenten stellten klar: Die neue Schweinehaltungsverordnung wird die Landwirte vor erhebliche bauliche Probleme stellen. Wer die Rentabilität in der Mast erhöhen will, muss die Futterkosten ins Visier nehmen. Betriebszweigauswertungen bleiben ein wichtiges Steuerungsinstrument in der Schweinehaltung.

Der mit knapp 200 Teilnehmern sehr gut besuchte Tag der Schweinehaltung des Vereins Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen ( VLF) Meppen in Meppen-Teglingen begann mit dem Referat von Dr. Heiko Janssen, Fachreferent der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, zur Umsetzung der Schweinehaltungsverordnung ab 2013. In vielen Schweinehaltungsbetrieben sind teilweise erhebliche bauliche Veränderungen zur Anpassung an die gesetzlichen Bestimmungen erforderlich, so dass die Betriebe, so Dr. Janssen, zunächst einmal für sich eine grundsätzliche Entscheidung über die Zukunft der Schweinehaltung fällen müssen.

Neue Schweinehaltungsverordnung stellt vor Probleme
Mit einer konkreten Strategie für die Schweinehaltung im Betrieb können und müssen dann die Haltungsbedingungen entsprechend den gesetzlichen Anforderung angepasst werden. Dr. Janssen erläuterte im Detail, was auf die Betriebe zukommt und zeigte Lösungsmöglichkeiten auf. Nicht nur die Gruppenhaltung von Sauen im Zeitraum vier Wochen nach dem Belegen bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin stellt viele Sauenhalter vor große Probleme. Auch an die Einzelhaltung im Deckzentrum oder in der Abferkelbucht werden besondere Anforderungen gestellt. Größte Probleme stellen die geforderten Mindestmaße der einzelnen Kastenstände bzw. die Gangbreiten dar. Vor allem im Altbau können aufgrund des vorgegebenen Grundrisses nur durch einen enormen baulichen Aufwand die Anforderungen erfüllt werden. Dr. Janssen erläuterte eine Reihe weiterer, teilweise auch schwierig umzusetzender  Anforderungen für die Schweinehaltung im Sauen-, Aufzucht- und Mastbereich. Er machte klar, dass die Zeit zur Umsetzung in der Praxis jetzt sehr knapp geworden ist, dass es aber nach seiner Meinung keinen Aufschub der veränderten Bestimmungen geben wird.

Futterkosten sparen – Rentabilität erhöhen
Im zweiten Vortrag zum Thema Futterkosten im Visier – Fütterungsstrategien in der Mast bei veränderten Abrechnungsmasken und geringen  Gewinnmargen beschrieb Johannes Hilgers, Schweinefachberater des Rheinischen Erzeugerringes in Moers den interessierten Teilnehmern der Veranstaltung, was der Schweinehalter tun muss, um Futterkosten in der Schweinemast zu sparen und damit die Rentabilität zu verbessern. Über Untersuchungen der Futterkomponenten, eine leistungsgerechte Futterration, geeignete Komponenten in der Futterration, einen ausreichenden Trockensubstanzgehalt in der Flüssigfütterung können, so Johannes Hilgers, höhere Futteraufnahmen, eine bessere Futterverwertung sowie höhere Zunahmen in der Schweinemast realisiert werden. Die aktuellen Schweineherkünfte haben die erbliche Veranlagung für sehr hohe Leistungen und müssen entsprechend versorgt werden. Weitere Ansatzstellen zur Futterkostensenkung sieht Johannes Hilgers in einer passenden Belegung der Ställe, bei der Wasserversorgung, bei der richtigen Einstellung der Fütterungstechnik sowie bei einer für die Abrechnungsmaske passenden Vermarktung der Schweine.

Betriebszweigauswertung als Steuerungsinstrument nutzen
Im dritten Vortrag zum Thema 20 Jahre Emslandauswertung BZA Schweinemast – Erkenntnisse für Mäster und Ferkelerzeuger stellte Joachim Schulz, Schweinefachberater der Aussenstelle Lingen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Betriebszweigauswertung Schweinemast als Steuerungsinstrument im Schweinemastbetrieb dar. Auch wenn sich die biologischen Leistungen im Schweinemaststall in den letzten Jahren enorm verbessert haben, so werden im Mittel bei der Auswertung von 189 Betrieben 799 g tägliche Zunahme erreicht, liegt dennoch zwischen den erfolgreichen und den weniger erfolgreichen Betrieben eine große ökonomische Differenz, die anzeigt, dass bei entsprechenden Veränderungen im Management noch so manche Reserven realisiert werden können.

 

Kontakt:
Paul Schulte
Berater Berufsbildung Landwirt/in
Telefon: 05931 403-128
Telefax: 05931 403-111
E-Mail: paul.schulte@lwk-niedersachsen.de

 



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