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Ernährung
19.08.2010 RSS Feed

Tag der offene Tür - Neuer Maststall in Bocholt-Spork

Topigs-SNW GmbHAm Freitag, den 27. August 2010 findet auf dem Betrieb von Annegret und Klaus Kleinheßeling in Bocholt-Spork anlässlich der Errichtung eines neuen Maststalls für 1500 Schweine von 10.00 - 16.00 Uhr ein "Tag der offenen Tür statt. Der Betrieb hat sich bewusst für die Erweiterung der Mast entschieden, da sie nun alle Ferkel des Erzeugerbetriebes Heinrich Blommel aus Ahaus-Graes abnehmen können und somit ein „fast geschlossenes System“ bilden. Der neue Maststall mit 13 Abteilen incl. Restabteil bietet Platz für 1530 Tiere.

Das Mauerwerk wurde 2 schalig ausgelegt, (Großformat Kalksandsteine als Innenwand, 2 * 5 cm Isolierung. Von außen wurde der Stall verklinkert.Durch Besichtigung einiger Maststallanlagen in den Niederlanden mit dem Futtermittelberater der Firma Bela-Thesing (Hr. Henk van den Berg) haben sie sich für ein Zuluftsystem entschieden, welches in Deutschland eher untypisch ist.
In den einzelnen Abteilen des Doppelkammstalles wurden feste Liegeflächen verarbeitet. Der darunter befindliche Kellerbereich dient als Zuluftpuffer. Von hier aus gelangt die Luft durch Aussparungen in den Keller des Kontrollganges und steigt dort durch die berechneten Öffnungsanteile auf und gelangt somit zu den Tieren.Die Öffnung (Jalousie) des an der Nordseite liegenden Zuluftkanals wird über den Klimacomputer so gesteuert, das im Kanalinneren ein Unterdruck herrscht.Die festen Liegeflächen sind mit Heizschlangen ausgestattet, so dass mittels einer Umwälzpumpe das aufgewärmte Wasser aus den Abteilen mit den schweren Schweinen zu den Abteilen mit den kleinen Ferkeln gelangt. Somit wird keine weitere zusätzliche Wärmequelle im laufenden Betrieb genutzt. Lediglich zum Aufheizen der Abteile bei Einstallung der Ferkel kann eine Gaskanone eingesetzt werden.Die Abluft gelangt über die Abluftschächte der jeweiligen Abteile in den zentralen Abluftkanal. 6 Ventilatoren drücken die Abluft durch einen im Dachraum montierten biologischen Abluftwäscher. Dieser wird mittels einer Tröpfchenberegnung feuchtgehalten, bei Durchtritt der Abluft wird diese gereinigt. Durch ein Umlaufsystem wird das Wasser wieder genutzt.
Die Gülle gelangt über ein Wechselstau-Rohrsystem zu einer Kreiselpumpe direkt in den ebenfalls neu errichteten Hochbehälter. Dieser Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1800 m3 erlaubt es Familie Kleinheßeling, die Gülle über 10 Monate zu lagern.
Bei Einstallung der Ferkel wird das Gewicht von jeweils 20 Ferkeln mittels einer Durchtreibwaage erfasst und mit Angabe des entsprechenden Futterventils an den Fütterungscomputer weitergeleitet. Somit wird jedes Ventil im Abteil dem Gewicht der Ferkel entsprechend bedarfsgerecht versorgt. Als Fütterungssystem hat sich Familie Kleinheßeling für Futterautomaten entschieden. Diese werden über einen Chargenmischer mittels Rohrkettensystem befüllt. Die Fütterung erfolgt multiphasenweise, die Anpassung der jeweiligen Futtermischungen erfolgt über den Fütterungscomputer.
6 Außensilos, - 2 für jede Futtersorte, ermöglichen es, das die Silos leer werden und so immer frisches Futter an die Tiere verfüttert werden kann. Bei der Wasserversorgung haben sie sich für ein zentral angelegtes Wassersystem entschieden. Von dieser Stelle kann bei Bedarf jedes einzelne Abteil separat mit Säure / Medikamenten versorgt werden.
Viel Wert hat Familie Kleinheßeling auf Sauberkeit und Hygiene gelegt. Die Bodenbeläge in den Vorräumen sind mit einem Harzanstrich versiegelt. Im Zentralgang wurden fertige Betonelemente verwendet, dies erlaubt eine gute Reinigung der Gänge. In den Abteilen verhindern kleine Stufen im Übergang von der Bucht in den Gang, das unter der Buchtenabtrennung Kot und Urin in den Gang gelangen.

Familie Kleinheßeling und die beteiligten Firmen, darunter auch Topigs-SNW, freuen sich auf Ihr Kommen.




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