Die Sojabohne besteht zu 20 % aus Öl, weshalb sie als wichtigste ölliefernde Speisepflanze gilt. Fast 28 Prozent des weltweiten Speiseöls stammt aus Sojabohnen. Allerdings hat auch die Förderung der sog. erneuerbaren Energien dazu geführt, dass Sojaöl vermehrt als
Biodiesel
verwendet wird. Von dieser Entwicklung profitiert die Tierernährung, weil sich die Rückstände aus der Ölgewinnung hervorragend über den Tiermagen veredeln lasssen: aus 10 kg Sojabohnen werden 2 kg Sojaöl für den menschlichen Verzehr und 8 kg Futter.
Diese Koppelproduktion ist ökologisch sinnvoll und weit verbreitet. So landen Rapsexkrationsschrot, Nicht-Zuckerbestandteile der Zuckerrübe oder die Nicht-Mehlbestandteile des Weizens oder die Nicht-Stärkebestandteile des für die Bioalkoholproduktion verwendeten Roggens (
Schlempe
) im Futtertrog, alledings erst nach erfolgreicher Zertifizierung. Bester Verwerter ist und bleibt das Schwein.
Aktuelle
Futterrationen mit Sojaschrot sind in jedem landwirtschaftlichen Wochenblatt zu finden.
In der aktuellen SuS wird beschrieben, wie man
Futterkosten senken kann.