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SHZ-Piétrain-Eber erzielten Spitzenerlöse

Auf eine äußerst gelungene Absatzveranstaltung können die Züchterinnen und Züchter der Schweineherdbuchzucht Schleswig-Holstein e.V. (SHZ) zurückblicken: Anlässlich der Eliteversteigerung am 14. Mai 2009 in Neumünster wurden 37 SHZ-Piétrain-Eber zu einem Durchschnittspreis von  2.140 € verkauft.


Teuerster Eber der Veranstaltung: Kat.-Nr. 43 aus dem Zuchtbetrieb Rohwer, Schülp

Teuerster Eber der Veranstaltung: Kat.-Nr. 43 aus dem Zuchtbetrieb Rohwer, Schülp

Im Rahmen einer Eintagesveranstaltung führt die SHZ jedes Jahr Mitte Mai in der Holstenhalle in Neumünster eine Zuchteberprämierung mit anschließender Versteigerung durch. In diesem Jahr waren mehr als 100 Gäste aus dem In- und Ausland (u.a. Spanien, Niederlande, Österreich) der Einladung nach Schleswig-Holstein gefolgt, um sich ein Bild vom derzeitigen Leistungsstand der SHZ-Piétrain-Zucht zu machen.

Insgesamt hatten die Zuchtbetriebe 38 Piétrain-Eber aufgetrieben, von denen bereits mehr als die Hälfte reinerbig stressstabil waren. Erstmals wurde auch ein fleischbetonter Duroc-Endstufeneber aus dem Zuchtprogramm der SHZ vorgestellt und zum Verkauf angeboten. Hinzu kamen 2 Eber der Deutschen Landrasse und des Deutschen Edelschweins, die vom Kooperationspartner der SHZ, dem Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. (HSZV) aus Mecklenburg-Vorpommern präsentiert wurden.

Eine Übersicht über die Leistungseigenschaften der aufgetriebenen Eber ist in Tabelle 1 dargestellt. Alle Eber zeichneten sich durch interessante Blutführungen aus gezielten Anpaarungen, hervorragende Werte in Lebenstags- und Prüftagszunahmen, gute Körperlängen sowie überdurchschnittliches Fleischbildungsvermögen aus.

Bei der Rangierung der Eber hatte die Richtkommission oftmals keine leichten Aufgaben zu lösen, war doch die Qualität insbesondere der reinerbig stressstabilen Piétrain-Eber auf höchstem Niveau sehr ausgeglichen.

In der älteren Klasse konnte sich die Katalognummer 11, einer von 3 vorgestellten Vollbrüdern (Vater: Montan), den Klassensieg sichern. Der Züchter des Ebers, Wilhelm Janssen, Friederikenthal, wurde für diesen, auch gleichzeitig besten mischerbig stressresistenten Eber der Auktion von Dr. Werner Lüpping, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, mit der Kammermedaille für besondere Leistungen in der Landwirtschaft ausgezeichnet. Mit dem 1 b Platz musste sich der reinerbig stressstabile Rimanzo-Sohn Kat.-Nr. 9 aus der Zuchtstätte Meyer, Kisdorferwohld, begnügen, gefolgt von Kat.-Nr. 1 aus dem Zuchtbetrieb Tim Jürgens, Dägeling. 

In der mittleren Alterskategorie setzte sich mit Katalognummer 18 ein leistungsstarker China-Sohn aus der Zucht von Johannes Hamann, Bissee, durch. Dieser Eber bestach durch seine hohe Lebenstagszunahme von 811g gepaart mit einem enormen Fleischbildungsvermögen. Knapp geschlagen geben mussten sich Kat.-Nr. 25 (1b, Maestro-Sohn, Zuchtbetrieb C. Rohwer, Schülp) sowie Kat.-Nr. 22 (1c, Bosko-Sohn, Meyer, Kisdorferwohld).

In der jüngeren Gruppe setzte sich mit Katalognummer 39 ein hervorragend herausgebrachter reinerbig stressstabiler Rima-Sohn an die erste Stelle. Die Zuchtstätte Hermann Carsten Rohwer, Schülp, wurde vom Tierzuchtreferenten des Landes Schleswig-Holstein, Reinhard Brockhoff, mit einem Ehrenpreis des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, ausgezeichnet. Auf den folgenden Plätzen landeten die Kat.-Nr. 51 (1b, Rima-Sohn, Hamann Bissee) sowie Kat.-Nr. 43 (1c, Rimanzo-Sohn, C. Rohwer, Schülp).

Die Versteigerung der Elite-Eber begann mit einer Präsentation aller Tiere im Auktionsring. Der Zuchtleiter der SHZ, Dr. Jan Bielfeldt, ging bei seiner Kommentierung kurz auf die wichtigsten Leistungszahlen der Eber ein. Er wies insbesondere auf die strenge Auslegung der Kriterien bei der Vorauswahl Auktionseber hin. Neben einer überdurchschnittlich guten Eigenleistungsprüfung in den Merkmalen Lebenstagszunahme, Rückenspeckdicke und Muskelfleischanteil wurde ein besonderes Augenmerk auf die Testergebnisse der Halb- bzw. Vollgeschwister in der Qualitätsprüfstation Futterkamp (neutrale Mast- und Schlachtleistungsprüfung unter standardisierten Bedingungen) gelegt. Alle aufgetriebenen Eber waren zudem vorab einem „Sperma-Check“ unterzogen worden, um den kaufinteressierten Besamungsstationen ein hohes Maß an Vererbungssicherheit zu gewährleisten.

Während Auktionator Karl-Dieter Fischer zunächst etwas mühsam die Gebote entgegen nehmen konnte, entwickelten sich aber nach einer gewissen „Warmlaufphase“ interessante Bieterduelle. Den Tageshöchstpreis erzielte die Zuchtstätte Rohwer, Schülp mit 5.100 € für die Kat.-Nr. 43; für 5.000 € wurde Kat.-Nr. 11 von Züchter Wilhelm Janssen, Friederikenthal, zugeschlagen. Beide Eber werden zukünftig in Spanien ihren Besamungsdienst antreten. Weitere 15 (!) Eber wurden ebenfalls an die Firma Gepork in Spanien verkauft. Der Schweinezuchtverband Baden-Württemberg sicherte sich für 3000, 4100 sowie 4500 € gleich 3 reinerbig stressresistente Eber, allesamt aus dem Zuchtbetrieb C. Rohwer, Schülp. Die Schweinebesamung Weser-Ems konnte 8 leistungsstarke Eber erwerben, u.a. die Kat.-Nr. 47 aus der Zucht Janssen, Friederikenthal, für 3600 €. Die GFS Ascheberg hielt das Höchstgebot bei weiteren 5 Ebern, weitere 2 Eber kommen zukünftig bei der NOS Schweinebesamung in Schillsdorf zum Einsatz. Der Duroc-Endstufeneber wird in der KB-Station im bayerischen Landshut sein neues Zuhause finden.


Tab. 1: Leistungsparameter und Verkaufserlöse der aufgetriebenen Eber


Rasse Anz. Anz. LTZ (g) MFA (%) PigLog BLUP Zuchtw. Preis Spanne
aufgetr. Verk. von - bis
Pi NN 22 22 780 67,6 125 2255 1000 - 5100
Pi NP 16 15 764 67,7 120 1973 1100 - 5000
Du 1 1 817 61,7 118 1300
DL 1 1 828 60,8 170 1300
DE 1 1 843 60,8 165 1200

Kontakt:


Dr. Jan Bielfeldt

Schweineherdbuchzucht Schleswig-Holstein e.V.

Tel.: 04321/905 370

info@shz-sh.de



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