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22.01.2008

Rolle des ökologischen Landbaus beim Klimawandel umstritten

Derzeit sind eindeutig Änderungen und Verschiebungen im Weltklima zu beobachten. Die Landwirtschaft ist gleichermaßen Betroffener, Mitverursacher wie auch der Wirtschaftsektor, der CO2 in größeren Mengen festlegen und damit zum Klimaschutz beitragen kann. In dieser Einschätzung waren sich Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, Ulrike Höfken MdB, Vorsitzende des Ernährungsausschusses im Deutschen Bundestag, und Peter Bleser, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/ CSU-Fraktion, bei einer Podiumsdiskussion auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche in Berlin einig.
Einigkeit bestand auch in der Frage, dass die Landwirtschaft noch weitere Anstrengungen unternehmen muss, effizienter mit den natürlichen Ressourcen umzugehen und so den Anteil von derzeit 11 % an den gesamten Emissionen klimawirksamer Gase in Deutschland weiter zu reduzieren.
Bei den Teilnehmern der Diskussionsrunde war allerdings die Rolle des ökologischen Landbaus durchaus umstritten. Ulrike Höfken wies auf die Möglichkeiten zum Klimaschutz hin, die nach ihrer Einschätzung mit dieser extensiveren Wirtschaftsweise einhergehen. Demgegenüber sprachen sich Peter Bleser und Friedhelm Decker eindeutig für intensivere und damit effizientere Systeme aus. Lege man z.B. die Methanemissionen einer Milchkuh auf die von ihr erzeugte Milchmenge um, dann lasse sich der Klimaschutz mit steigender Milchleistung verbessern. So weise eine Milchkuh mit 5 000 Litern Jahresleistung eine Methanemission von 40 g/l auf, eine Kuh mit 10 000 Litern pro Jahr dagegen nur eine Emission von 15 g Methan pro Liter, so Bleser und Decker. >>>


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