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Ernährung
23.06.2010 RSS Feed

Neue Zuchtziele für Bayerische Schweine

Lfl

Das Zuchtziel 2010 für die bayerische Schweinezucht konnte nach umfangreichen Vorarbeiten und Testläufen in Kraft gesetzt werden. Bei der Vaterrasse Piétrain wurde die ökonomische Gewichtung der täglichen Zunahme und der Futterverwertung deutlich angehoben. Damit wird die Strategie „Fleisch halten, Zunahme deutlich steigern“ in die Praxis umgesetzt. Bei der Mutterrasse Deutsche Landrasse wurde der Schwerpunkt sehr stark in Richtung Verbesserung der Fruchtbarkeitsleistung verschoben.


Diese neuen Zuchtziele sind das Ergebnis eines Diskussionsprozesses, in den Vertreter der Besamung, der Ferkelerzeuger und Mäster, der Schlachtunternehmen und der Beratung eingebunden waren. Die LfL, Institut für Tierzucht hat, ausgehend von Anregungen der EGZH, umfangreiche Planungsrechnungen durchgeführt und zahlreiche Vorschläge für das neue Zuchtziel ausgearbeitet.

Mit dem neuen Zuchtziel 2010 wird die bayerische Schweinezucht ihre starke Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Hierbei bleibt das charakteristische bayerische Leistungsprofil mit einer starken Betonung des Magerfleischanteils erhalten, gleichzeitig wird im Fruchtbarkeitsbereich eine noch deutlichere Verbesserung angestrebt.


(c)Foto:BVN: Der nach dem Zuchtziel 2010 zurzeit beste Bayerische Piétrain-Eber: ZAGUNT 052667881, Besitzer: Besamungsverein Neustadt a.d. Aisch e.V.

(c)Foto:BVN: Der nach dem Zuchtziel 2010 zurzeit beste Bayerische Piétrain-Eber: ZAGUNT 052667881, Besitzer: Besamungsverein Neustadt a.d. Aisch e.V.

Die fast einjährige Vorlaufphase mit regelmäßigen Testläufen wurde vom Institut für Tierzucht auch dazu genutzt, weite Bereiche der Zuchtwertschätzung zu überarbeiten und weiter zu verbessern. Nach wie vor setzt Bayern als einziges Bundesland im Piétrainbereich auf die Schätzung von Zuchtwerten auf der Skala der Endprodukte. Damit wird die höchste Praxisgerechtheit der Zuchtwerte erzielt. Um noch näher an die Praxisverhältnisse heranzukommen, wird jetzt die Einzeltierfutterverwertung anstelle der Futterverwertung der Zweiergruppe verwendet. Möglich ist dies durch die abgeschlossene Umstellung der beiden Prüfstationen Schwarzenau und Grub von Zweierbuchten auf Großbuchten mit vollautomatischen Futterstationen. Bei der Fruchtbarkeitsleistung der Mutterrassen wird nun zwischen ersten und weiteren Würfen unterschieden, was noch einmal eine Verbesserung in der Sicherheit der Zuchtwertschätzung bewirkt.

Weitere Informationen zum Zuchtziel 2010 und zur neuen Zuchtwertschätzung bieten die Bayerischen Zuchtwert-Informationen (BaZI) im Internet unter:

BaZI Schwein: Bayerische Zuchtwert-Informationen



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