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16.03.2009

Einfluss des Absetz-Östrus-Intervalls auf die Fruchtbarkeitsleistungen im Folgewurf

Die Länge des Absetz-Östrus-Intervalls beeinflusst die Fruchtbarkeitsleistungen im Folgewurf. Dies bestätigen internationale Studien. So untersuchte die Arbeitsgruppe um STEVERINK (Universität  Wageningen) zwischen 1989 und 1995 auf 55 holländischen Sauenbetrieben das Absetz-Östrus-Intervall bei 15.186 Sauen. Bei einer Verlängerung des mittleren Absetz-Östrus-Intervalls von 4 auf 7 Tage, sank die Wurfgröße gesamt geborener Ferkel signifikant von 11,7 auf 10,6. Gleichzeitig verringerte sich die Abferkelrate statistisch absicherbar von 89,7 % auf 78,2 %.

Vor diesem Hintergrund kann geschlussfolgert werden, daß die Brunststimulation (hier mit Peforelin) auch bei Altsauen ökonomisch gerechtfertigt und daher empfehlenswert ist.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von Stefan Viebahn, dem Ingenieurbüro für Tierproduktion.


 

11.03.2009

Expertenworkshop „Kastrationsverzicht in der Schweinehaltung"

Über 130 Experten diskutierten mit namenhaften Referenten aus Wissenschaft und Praxispraxis am Montag in Kassel beim gemeinsamen Expertenworkshop von QS Qualität und Sicherheit GmbH und der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde  e.V. über die Herausforderungen und Chancen bei der Ebermast. Der Workshop beschäftigte sich mit der Frage, wie das Ziel, langfristig auf die Ferkelkastration verzichten zu können, erreicht werden kann, so Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Zahlreiche offene Fragen und Forschungslücken wurden aufgezeigt, aber auch erste Ansätze zu deren Lösung.
 

11.03.2009

Sauenplaner-Schnittstelle 2008/2009

Ende Februar hat der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. auf seiner Internetseite die aktuellen Schnittstelle für die Sauenplaner (Herkunftscodes) und die Erzeugerringdatenbank (Schlüsselzahlen) veröffentlicht.
Bei der Schnittstelle für die Erzeugerringdatenbank hat sich ein Fehler eingeschlichen, der inzwischen korrigiert worden ist. In der Ferkelerzeugung, Schlüsselzahl 18, waren die Faktorstufen nicht korrekt durchnummeriert. Es fehlte die Stufe 6.
Die aktuelle Schnittstelle finden Sie hier
 

05.03.2009

Seuchenprophylaxe und Ressourcenschutz durch intensive Tierhaltung

Wenn alle Nutztiere in Asien so gehalten worden wären, wie in Amerika (oder Europa), hätte wir kein Geflügelgrippeproblem, meinte der Direktor Dennis Avery, vom CGFI in Churchville, Virginia, anlässlich einer Mitgliederversammlung der Schweinehalter von Alberta. Gleichzeitig mahnte Avery eine bessere Öffentlichkeitsarbeit der Branche an. So schone ein steigender Zuchtfortschritt und die Verbesserung der Haltungstechnik wertvolle Ressourcen, die direkt dem Naturschutz zugute kämen. >>>
Der ZDS hat im Jahre 2002 aufgrund des züchterischen Fortschritts seiner Mitgliedszuchtorganisationen eine Futtereinsparung von rd. 38.000 t Futter jährlich errrechnet. Der wirtschaftliche Vorteil der Zuchtarbeit wurde auf mehrere 100 Mill. Euro jährlich beziffert.
(ZDS-Pressemeldung vom 18.12.2006)
 

02.03.2009

Stresssanierung bei der Rasse Pietrain kommt voran

In den letzten Jahren haben die Pietrainzüchter in Deutschland die Stresssanierung bei der Schweinerasse Pietrain vorangetrieben und sind damit Spitzenreiter in Europa. Diese Sanierung hat in erheblichem Maße zu einer deutlich verbesserten Vitalität und Wüchsigkeit bei den Mastendprodukten geführt.
Als Beispiel kann auf erfreuliche Ergebnisse der Eliteauktion des Schweinezuchtverbandes Baden-Württemberg Ende letzten Jahres in Ilshofen verwiesen werden. Von 31 aufgetriebenen Pietrainebern waren 29 stressstabil.
Der massige und bestens bemuskelte Eber MULITZ-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Sommer in Unterhof wurde mit dem 1a-Landespreis ausgezeichnet. Trotz seiner Muskelfülle steht er auf einem fehlerfreien Fundament und zeigt sehr gute Bewegungsabläufe. Ebenfalls ausgezeichnet wurden ein EBRO-Sohn aus der Zuchtstätte Hermann in Nellingen und der Eber Multis aus dem Betrieb Schwarz in Aglasterhausen.
 

02.03.2009

Auf dem Weg zu 30 abgesetzten Ferkeln Gesamtwirtschaftlichkeit nicht vergessen

PIC Deutschland GmbH Auf dem Weg zu 30 abgesetzten Ferkeln je Sau und Jahr darf die Gesamtwirtschaftlichkeit der Schweineproduktion nicht aus dem Auge verloren werden. Darauf wies PIC-Zuchtleiter Dr. Holger Looft auf der gemeinsamen Fachtagung mit den Unternehmen Vion Zucht- und Nutzvieh, Boehringer Ingelheim Vetmedica und Virbac Tierarzneimittel vom 26. - 29.01.2009 in Westladbergen, Wildeshausen und Neumünster hin. Neben der Wurfgröße seien unter anderem das Wurfgewicht, die Ferkelüberlebensrate, die Gesäugequalität sowie die Sauensterblichkeit zu beachten. Es wurden umfangreiche Praxistipps zum Management und zur Fütterung moderner Hybridsauen gegeben. Interessante Einblicke gewährte PIC-Vermehrer Carsten Spieker aus Lienen in seinen Betrieb. Er hält rd. 600 Sauen und setzt im  Mittel mehr als 29 Ferkel ab.
 

02.03.2009

Schweine mit 1100 g Tageszunahmen!

LWK Niedersachsen Für eine optimale Entwicklung benötigen Mastschweine nicht nur genügend Energie und Nährstoffe, sondern auch einen gesunden Darm. Insbesondere wird Wert auf eine gute Entwicklung der Darmzotten gelegt. Zur Stabilisierung und Förderung der Darmgesundheit bietet der Markt mittlerweile eine Vielzahl von Produkten an. Zu diesen gehört auch Calciumbutyrat. Das unter dem Handelsnamen Greencab-70-C von der belgischen Firma Daem eCo vertriebene Einzelfuttermittel besteht aus Buttersäure, die mit Calciumhydroxid verseift worden ist. Das Calciumbutyrat ist mit Pflanzenöl gecoatet (umhüllt) und enthält 80 % Rohfett sowie 12 % Calcium. Es soll die Entwicklung der Darmzotten fördern, schädliche Bakterien wie E.coli, Salmonellen oder Clostridien hemmen und dadurch die Leistung der Tiere verbessern. In einem Fütterungsversuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wurde überprüft, wie sich der Zusatz von Calciumbutyrat auf die Leistung von Mastschweinen auswirkt.
Es gab keine signifikanten Unterschiede in der Mastleistung und Schlachtkörperbewertung. Mit durchschnittlich mehr als 1080 g Tageszunahmen und einem Futterverbrauch je kg Zuwachs von 2,28 kg wurden in diesem Versuch Spitzenleistungen erreicht.
 

26.02.2009

Niedriger Proteingehalt beim Absetzen positiv für Darmgesundheit

Das Absetzen der Ferkel ist eine kritische Phase, weil neben neuen Haltungsbedingungen auch eine Futterumstellung einhergeht. Dies kann dazu führen, dass Ferkel an Durchfall erkranken. In dem Wissenschaftsjournal der Universität Cambridge wurden jetzt Ergebnisse einer Studie veröffentlicht,  bei der der Einfluss des Absetzalters und des Proteingehaltes im Futter auf die Durchfallhäufigkeit von Absetzferkeln untersucht worden sind.
Wichtigstes Ergebnis: wenn mit 4 Wochen abgesetzt wird, sollte der Proteingehalt im Beifutter auf 13 Prozent abgesenkt werden. Ein niedriger Rohproteingehalt führt zu signifikant festerem Kot und einem niedrigeren pH-Wert im Dickdarm. Die Proteinquelle hatte keinen Einfluss auf die Darmgesundheit.
 

25.02.2009

"Gebrauchsfähigkeit" bestimmt Lebensleistung einer Sau

Rd. um die Agrar Unternehmertage in Münster boten zahlreiche Unternehmen Fachtagungen an, die aufgrund ihrer aktuellen Themenwahl stets gut besucht waren. Darunter auch eine Tagung der BHZP-Erzeugergemeinschaft Nord-West eG, bei der Zucht-, Gesundheits- und Fütterungsthemen auf der Tagesordnung standen. Warum das BHZP neben der Anzahl lebendgeborener, vitaler Ferkel mit einem Geburtsgewicht von 1,3 bis 1,6 kg u.a. dem Merkmal Arbeitsaufwand je Sau (= Gebrauchsfähigkeit) bei der Sauenselektion verstärkt Aufmerksamkeit widmet, erläuterte Dr. Barbara Hellbrügge von der Züchtungszentrale Deutsches Hybridschwein.
 

14.01.2009

Genombasierte Zuchtwerte

Im Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe (2/09) erläutert Hans-Willi Warder, Geschäftsführer der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft die genombasierte Selektion und deren Chancen für die Rinderzucht. Hintergrund sind die großen Erwartungen an die sog. genomischen Zuchtwerte. Nach Meinung von Warder ist diese Euphorie beim normalen Milchviehhalter noch verfrüht, weil die Zuchtwerte aus der genomischen Selektion ohne Abgleich mit bereits vorhandenen Zuchtwerten noch sehr unsicher seien. Die Milchviehhalter könnten allerdings davon ausgehen, dass die neuen Testbullengenerationen noch besser und schärfer vorselektiert werden können.
Der genombasierte Zuchtwerte ergibt sich aus der Summe vieler einzelner Effekte, die auf dem Erbgut des Zuchttieres liegen. 50.000 solcher Effekte sind beim Rind derzeit bekannt. Der Wert eines Effektes kann allerdings erst im Vergleich mit Tieren abgeleitet werden, die einen sicheren Zuchtwert haben.
 

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