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26.01.2012

Ministerin warnt vor Aktionismus bei Antibiotika-Diskussion

Die Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf warnte im Zusammenhang mit der aktuellen Antibiotika-Diskussion entschieden vor Aktionismus und betonte, dass auch bereits heute die legale Verschreibung und Anwendung von zugelassenen Arzneimitteln die Regel sei. Auch gebe es zumindest in Schleswig-Holstein bislang bei untersuchten Tieren keine Rückstandsprobleme nach der Verabreichung von Antibiotika. Weiter setzte sie sich für eine umfassende Betrachtung und Berücksichtigung aller Aspekte - also Tierhaltung, Tiergesundheit, Tierschutz, Tierzucht, Tierernährung und Hygiene ein. In diesem Zusammenhang begrüßte sie auch einen aktuellen Vorstoß der Europäischen Kommission mit dem Aktionsplan zur Abwehr der steigenden Gefahren der Antibiotikaresistenz.
 

26.01.2012

Infektionen: 25 Prozent mehr Antibiotika verschrieben

Das Volumen der von den niedergelassenen Ärzten verschriebenen Antibiotika ist in den letzten fünf Jahren um fast 25 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2010 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, in dem die Azneimittelverordnungen der bei der TK versicherten Erwerbspersonen analysiert worden sind. Demnach erhielt jede Erwerbsperson im Jahr 2009 5,1 Tagesdosen Antibiotika. 2004 waren es noch 4,1 Tagesdosen (im aktuellen Report für das Jahr 2011 wird die AB-Zunahme nur noch gg. 2006 ausgewiesen und auch nur für junge Erwachsene und Studierende. Aber auch hier ist für 2011 ein Anstieg vermerkt.)
In der landwirtschaftlichen Tierhaltung soll der Antibiotikaeinsatz dagegen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken sein. Dafür stiegen die Kosten für prophylaktische Impfungen stark an. Im Heimtierbereich zeichnet sich dagegen eine gegenteilige Entwicklung ab.
 

25.01.2012

„Grüne Revolution auf dem Acker – und die Welt ist satt?“

Erlebnisbauernhof auf der "Grünen Woche", Berlin Auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche fand heute eine Podiumsdiskussion zum Thema Grüne Revolution auf dem Acker – und die Welt ist satt? statt. Das gibt die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL), der Veranstalter der Diskussionsrunde und federführende Organisator des ErlebnisBauernhofes bekannt.
Die Teilnehmer an der Diskussion waren Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, Dr. Hans Theo Jachmann, Präsident des Industrieverbands Agrar, Nicole Podlinski, Stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung, und Prof. Dr. Reinhard Szibor, Mitglied des Forums Grüne Vernunft.
Dr. Jachmann betonte die Notwendigkeit einer zweiten Grünen Revolution: Um im Jahr 2050 die dann 9 Milliarden Menschen ernähren zu können, brauchen wir nicht weniger als eine zweite Grüne Revolution. Das Revolutionäre wird sich daran messen lassen, ob es gelingen wird, die Ziele von Intensivierung und Nachhaltigkeit zu verbinden. Eine reine Ökologisierung der Landwirtschaft wirkt nicht nachhaltig, weil sie wirtschaftliche und soziale Aspekte vernachlässigt. Für mich ist die Formel für die kommende Grüne Revolution: nachhaltige Intensivierung.
 

25.01.2012

Moderne Landwirtschaft verhindert klimaschädliche Landnutzungsänderungen

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der deutschen Landwirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag zur Begrenzung der nationalen Treibhausgas-Emissionen. Dies ist das zentrale Ergebnis der heute vorgestellten Studie Klimaeffekte des Pflanzenschutzes in Deutschland einer Forschergruppe um Professor Harald von Witzke, Leiter des Fachgebiets Internationaler Agrarhandel und Entwicklung der Humboldt-Universität zu Berlin.
 

25.01.2012

Systematische Untersuchungen zum Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fördert seit 2006 wissenschaftliche Studien zur systematischen Erfassung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Aktuell findet eine Studie statt, bei der entsprechende Daten in einer repräsentativen Stichprobe bei Tierärzten und Landwirten erhoben werden. Das Ziel ist es, den durchschnittlichen Antibiotikaeinsatz je Tier in einem Betrieb oder einer Region abzuschätzen. Erste Ergebnisse werden Anfang 2013 erwartet. Die Studie VetCAb (Veterinary Consumption of Antibiotics) wird von zwei Forschungseinrichtungen gemeinsam durchgeführt. Das Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist für das Studiendesign und die Rekrutierung der Teilnehmer zuständig. Am Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig wird die Projektdatenbank verwaltet, in der die Arzneimittel und deren Wirkstoffe quantifiziert und berechnet werden. Die gewonnenen Daten werden von den Experten beider Institutionen gemeinsam ausgewertet und dem BfR für seine Bewertungsaufgaben übergeben.
 

25.01.2012

Rückstände in Gülle und Klärschlamm

Nicht alle Nährstoffe, die von Mensch und Tier aufgenommen werden, werden auch vom Körper verwertet. Ein Teil der Rohnährstoffe und Mineralien wird wieder mit Kot und Urin ausgeschieden. Das macht diese Hinterlassenschaft so wertvoll für eine Weiternutzung in Biogasanlagen oder als Dünger. Biobetriebe sind sogar auf Tierdung angewiesen, weil es kaum andere Phosphorquellen (einem Hauptnährstoff für Pflanzenwachstum) gibt. Leider werden mit der Hinterlassenschaft auch Stoffe ausgeschieden, die man nicht so gerne auf dem Acker hat. Dazu gehören z.B. nicht metabolisierte Medikamente. Man findet sie in Klinikabwässern, im Klärschlamm aus Kläranlagen aber auch in Wirtschaftsdüngern.
Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe hat Ende letzten Jahres Ergebnisse für den Verbleib von Antibiotika im Boden vorgestellt.
 

25.01.2012

LAF-Vortragstagung „Aktuelle Fragen der Ferkelerzeugung und Schweinehaltung“

Am Mittwoch, den 7. März 2012, veranstaltet der Landesarbeitskreis Fütterung e.V. (LAF) im Hotel & Restaurant Golden Nugget in 74589 Satteldorf die Vortragstagung Aktuelle Fragen der Ferkelerzeugung und Schweinehaltung.
 

25.01.2012

Seminar "Hohe Tiergesundheit bei minimalem Antibiotikaeinsatz"

Tierärztliche Hochschule Hannover Am 3. Februar 2012 findet das Seminar Veterinary Public Health zum Thema Hohe Tiergesundheit bei minimalem Antibiotikaeinsatz an der Tierärztlichen Hochschule Hannover statt. Es wird berichtet, welche Wege in den europäischen Nachbarstaaten beschritten wurden und werden. Praxisnahe Referate stellen Konzepte zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes vor. Es erfolgt eine Bestandsaufnahme über die derzeitigen und zukünftigen Aktivitäten in Deutschland aus wissenschaftlicher und behördlicher Sicht. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Konrad-Bögel-Nachwuchsförderpreis für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der veterinärmedizinischen Epidemiologie bzw. des Veterinary Public Health verliehen.
 

24.01.2012

Zunahme oder Indexpunkte?

Erzeugerring Westfalen SuS - Wer wachstumsbetonte Schweine mästet, sollte durch geschickte Rationierung versuchen, die Ergebnisse der AutoFOM-Klassifizierung zu verbessern. Doch um wie viel müssen die Indexpunkte/kg SG steigen, wenn beispielsweise 50 g geringere Zunahmen in Kauf genommen werden? Um hier eine Antwort zu geben, hat der Erzeugerring Westfalen eine Modellkalkulation aufgestellt. Die Direktkostenfreien Leistungen (DKfL) wurden bei 90 kg Zuwachs und einem Erlös von 1,40 €/kg SG berechnet. Für Ferkel, Futter und sonstige Kosten veranschlagte man 110 €. Die Umtriebe variierten in Abhängigkeit des Zunahmeniveaus von 2,39 (700 g) bis 2,94 (900 g).
 

24.01.2012

Tierärzte kritisieren neues Arzneimittelgesetz

Schweinezucht und Schweinemast (SuS) SuS - Als Stückwerk mit unklarer Zielsetzung hat der Präsident des Bundesverbandes der praktizierenden Tierärzte (bpt), Dr. Hans-Joachim Götz, den aktuellen Entwurf zur Novelle des Arzneimittelgesetzes bezeichnet, den Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vor kurzem an Länder und Verbände versandt
 

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