01.02.2012
Unterschiede zwischen biologisch und konventionell erzeugter Milch
Wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen biologisch und konventionell erzeugter Milch? Dieser Frage sind die beiden Journalisten
Maria Marquart und
Christian Teevs für den
Spiegel
(Milchhöfe im Check) nachgegangen.
Zunächst einmal eine wichtige Information vorab: egal um welches System es sich handelt - Milch ist ein biologisches Produkt. Allerdings gibt es bei den beiden verglichenen Produkten Unterschiede in der Milchrasse und der Fütterung. Betriebsgröße und Haltungstechnik sind nahezu identisch. Beide Bauern bewirtschaften ihren Familienbetrieb nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen und müssen bei schweren infektiösen Krankheiten Medikamente einsetzen.
Bei der Gegenüberstellung fehlen allerdings Informationen zur Ressourceneffizienz und den Umfang der staatlichen Förderung, um sich einen Gesamteindruck machen zu können.
Die Nachfrage nach Biomilch ist groß. Deutschland importiert 32 Prozent der Trinkmilch und 26 Prozent der Butter vor allem aus Dänemark und Österreich. Käse dürfte einen ähnlich hohen Importanteil haben. Andere Produkte wie Joghurt und Sahne dagegen kommen nahezu 100 prozentig aus Deutschland. Biomilcherzeuger produzieren rd. 600.000 t Milch. Das sind knapp 2 % der insgesamt produzierten Milch in Deutschland.
31.01.2012
Deutschland-Radio: Die Tücken der Ökobilanz
Regional soll die Küche sein, so fordern es Verbraucherschützer, Ernährungsberater und sogar kirchliche Organisationen. Denn regionale Produktion bedeutet kürzere Wege, und daraus folgt eine bessere Ökobilanz. Klingt logisch - aber Zweifel an dieser Logik sind angebracht, meint Udo Pollmer in seiner Kolumne
Mahlzeit
im Deutschlandradio.
Und er steht dabei offensichtlich nicht alleine. Das Humboldt Forum für Ernährung und Landwirtschaft e. V. (HFFA) hat sich des Themas ebenso angenommen wie deutsche Wissenschaftler.
31.01.2012
Antibiotika ohne Einfluss auf MRSA?

aho - Schweinefleisch von Schweinen, die antibiotikahaltige Leistungsförderer erhalten hatten, sei nicht häufiger mit resistenten MRSA-Keimen besiedelt, als Fleisch aus Antibiotka-freier Mast. Das berichten zumindestens amerikanische Wissenschaftler im Journal PLoS One. Für ihre Untersuchungen hatten sie 395 Proben Schweinefleisch aus 36 Supermärkten in den US-Bundesstaaten Iowa, Minnesota und New Jersey gekauft und mikrobiologisch untersucht. Rund zwei Drittel der Proben waren mit Staphylokokken (Staph. aureus) kontaminiert. Der Anteil von MRSA an allen Schweinefleischproben betrug 6.6% Prozent, beim Kotelett wurden die Untersucher bei fast jeder zweiten Probe fündig.
Wir waren verwundert, dass wir keinen signifikanten Unterschied zwischen konventionellem und antibiotikafreiem Schweinefleisch finden konnten
, sagte Dr. Tara Smith, eine der an der Studie beteiligten Wissenschaftlerin.
Möglicherweise erklären unsere Befunde eher mit der Behandlung des Fleisches bei der Zerlegung als durch die Aufzucht der Schweine; das ist mit Sicherheit einer weiteren Untersuchung würdig
. Vergleichbare Ergebnisse sind auch aus deutschen Untersuchungen bekannt.
In der Europäischen Union gilt seit 2006 ein Verbot für antibiotische Leistungsförderer.
31.01.2012
Einfluss des Absetzalters auf das Immunsystem von Ferkeln
Nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (§ 22) dürfen Saugferkel erst in einem Alter von vier Wochen abgesetzt werden. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn dies zum Schutz des Muttertieres oder des Saugferkels vor Schmerzen, Leiden oder Schäden erforderlich ist. Heute erhalten Ferkel bereits ab dem ersten Lebenstag Beifutter angeboten.Trotzdem ist das Absetzen mit Stress verbunden. Ein Forscherteam aus Amerika wollte es genauer wissen, und hat die Folgen des Absetzstress auf immunologische Faktoren untersucht. Dafür wurden Ferkel mit 14, 21 und 28 Tagen abgesetzt und neben dem Cortisolgehalt als Stressparameter auch die Zahl der Immunzellen bestimmt. Das Ergebnis: die frühentwöhnten Ferkel unterschieden sich bei der Anzahl der untersuchten Zellen nicht.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Säugedauer auch für die Sozialisation der Ferkel wichtig ist. Bei einer möglichen Milchleistung der Muttersau von täglich 12 Litern, sollten die Ferkel aber auch nicht zu lange säugen, weil die Mütter sonst zu stark absäugen.
Quelle: Effects of stress associated with weaning on the adaptive immune system in pigs,
Journal of Animal Science
31.01.2012
Keimgehalt auf frischem Gemüse

aho - Wissenschaftler der Technischen Universität München haben jetzt Untersuchungsergebnisse zum Keimgehalt auf
ab Hof
gekauftem Gemüse und Salaten sowie
älterer
Supermarktware untersucht. Das Ergebnis überrascht: der Keimgehalt der Supermarktware war niedriger. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass resistente Keime empfindlicher auf den Stress durch Lagerung und Transport reagieren und so die Keimzahlen zurückgehen.
Die Wissenschaftler mahnen, Obst und Gemüse vor dem Verzehr zu schälen oder gründlich zu waschen, um nicht nur Lebensmittelmittelinfektionen zu vermeiden sondern um auch die Aufnahme und Verbreitung resistenter Keime zu verhindern.
31.01.2012
Frittieren nicht schlecht für die Gesundheit
Mit einem Fleischverzehr von rd. 85 kg gehören die Spanier zu den Spitzenreitern beim Fleischverzehr in Europa. Dazu kommt, dass Spanier zu den Frittierweltmeistern gehören. Trotzdem gilt die
mediterane
Diät bei europäischen Ernährungsexperten als gesundheitlich wertvoll. Zu Recht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Danach konnte zwischen der beliebtesten spanischen Zubereitungsform der Lebensmittel und der Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kein Zusammenhang gefunden werden.
Die Forscher vermuten, weil vorwiegen Sonnenblumen- und Olivenöl als Frittieröl verwendet wurde.
Quelle: M. F. Leitzmann, T. Kurth.
Fried foods and the risk of coronary heart disease.
BMJ, 2012; 344 (jan23 3): d8274 DOI:
10.1136/bmj.d8274
31.01.2012
GVO-Fütterungsstudie ohne Nebenwirkungen für Schweine
Das Schwein gilt als ein hervorragendes Modell für den Menschen, weil die Anatomie dem des Menschen nicht unähnlich ist. Um die gesundheitlichen Auswirkungen der Verfütterung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln zu testen. Ein Konsortium internationaler Wissenschaftler hat daher über drei Jahre Fütterungsversuche mit gentechnisch veränderten (GV) Mais (Bt-Mais), der aus Spanien stammte, durchgeführt; ohne eine gesundheitlichen Auswirkung auf die Tiere feststellen zu können.
Die Untersuchungen dienten auch der Bestimmung von Biomarkern, die künftig zur Vorhersage einer Immunreaktion auf gentechnisch veränderte Organismen verwendet werden könnten.
Die GMSAFOOD Konsortium, das von der Europäischen Kommission finanziert, bringt Forscher aus Österreich, Irland, Norwegen, Ungarn, der Türkei und Australien.
Quelle: Teagasc (2012, January 24). Genetically modified food safe, animal study suggests.
ScienceDaily. Retrieved January 31, 2012, from
/releases/2012/01/120124140103.htm
31.01.2012
Mit Tierwohlindikatoren zu mehr Tierschutz
Was ist gut für mein Tier und woran erkenne ich das? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich nicht nur Stallbauexperten, sondern auch Verhaltensforscher beschäftigen. Rel. neu ist die Erkenntnis, dass ein in die Jahre gekommenes Haltungssystem nicht unbedingt schlechter für die Tiere sein muss, wie ein hochmoderner Stall auf dem Stand der Technik. Entscheidend ist, wie sich das Tier fühlt. Das ist eine der zentralen Aussagen der wohl bekanntesten Tierschutzprofessorin, Temple Grandin.
Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen jetzt auch zwei Gutachten der EFSA. Tierbezogene Maßnahmen zur Bewertung des Wohlbefindens von Milchkühen und Schweinen sind wirkungsvoll und sollten wo immer möglich eingesetzt werden, heißt es dort. Dabei geht es also nicht um die Bewertung verschiedener Faktoren, die sich auf das Wohlbefinden der Tiere auswirken können, sondern auf auf die Reaktion der Tiere auf diese Faktoren. Nicht-tierbezogene Maßnahmen werden aber weiter eine wichtige Rolle spielen und einer rechtlichen Regelung bedürfen. Z.B. wenn offensichtlich ist, dass sie Beeinträchtigungen des Wohlbefindens der Tiere, z.B. durch scharfe Gegenstände, mangelhafte Hygiene oder Vorsprünge in Ställen, verhindern.
Die Gutachten unterstützen die Umsetzung der kürzlich verabschiedeten EU-Strategie für den Schutz und das Wohlergehen von Tieren 2012-2015.
30.01.2012
Gesund essen mit Schwein
Schweinefleisch ist ein gesundes und sehr hochwertiges Lebensmittel. Es ist fettarm, bekömmlich und schmeckt vorzüglich. Mageres Schweinefleisch hat einen sehr geringen Cholesteringehalt. Warum hat Schweinefleisch dennoch bei vielen Konsumenten einen eher schlechten Ruf? Welche Argumente sprechen für das Verzehr von Schweinefleisch? Diese und weitere Fragen beantwortet Thomas Reichert, Obermeister der Frankfurter Fleischerinnung.
30.01.2012
'German Genetic' sucht Außendienstmitarbeiter/in

Die Zuchtorganisation
German Genetic
sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Außendienstmitarbeiter (m/w) für den Verkauf unserer German Genetic-Zuchtschweine im süddeutschen Raum.
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der beigefügten Stellenanzeige.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, schicken Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an German Genetic/ZEG, Frau Katja Widmann, Im Wolfer 10, 70599 Stuttgart oder per E-Mail an widmann@saustark.de.