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22.12.2011

Ausländische Bioprodukte mit Relevanz für den deutschen Biomarkt

Forschung Ökolandbau BÖLN - Deutschland ist nicht nur größter Absatzmarkt, sondern auch größter Produzent von Bioprodukten in Europa. Trotzdem hat der deutsche Handel im Wirtschaftsjahr 2009/2010 je nach Produkt zwei bis 95 Prozent der abgesetzten Produkte, die auch von deutschen Erzeugern hätten produziert werden können, importiert. Bei Gerste ist fast eine Selbstversorgung erreicht. Nur 15 % müssen importiert werden. Von Weizen allerdings kamen 21 Prozent der Partien aus dem Ausland; der Anteil variiert je nach Menge und Qualität der deutschen Ernte. Unerwartet hoch fiel mit 24 Prozent der Importanteil von Leguminosen, vor allem Futtererbsen, aus. Hierbei spielen auch die Ölsaaten mit den Sojabohnen hinein, die mit durchschnittlich 76 Prozent den größten Importanteil aller untersuchten Produkte aufweisen. Der Anbau in Deutschland ist zwar machbar, aber nicht ganz einfach, so dass hier noch deutliches Ausbaupotenzial besteht. Diese Situation beeinflusst auch die Schweinefleischerzeugung, bei der hohe Futter- und Investitionskosten den Ausbau bremsen, obwohl der Absatz von Bioschweinefleisch noch lange nicht gesättigt ist. So importiert Deutschland 22 Prozent des Bioschweinefleischs. (Anm. d. Red.: In Deutschland werden knapp 300.000 Bioschweine geschlachtet. Das sind rd. 0,5 % des deutschen Schweinemarktes.)

Bei Bio-Rindfleisch dagegen muss ein Teil sogar konventionell vermarktet werden.

 

22.12.2011

Salmonellen-Bekämpfungsprogramm greift

BfR - Salmonellen gehören zu den weit verbreiteten Bakterien auf Lebensmitteln, die schwere Magen-Darm-Infektionen beim Menschen auslösen können. Deswegen hat die Europäische Kommission 2008 ein EU-weites Salmonellen-Bekämpfungsprogramm gestartet. Teil des Programms ist der jährliche nationale Zustandsbericht. In Deutschland nehmen dafür die zuständigen Behörden der Länder sowie die Lebensmittelunternehmer Proben in den landwirtschaftlichen Betrieben, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wertet die übermittelten Daten aus: 2010 wurden bei 0,3 % der Herden von Zuchthühnern und 0,2 % der Herden von Masthähnchen bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Im Vorjahr lag diese Rate noch bei 0,9 % bzw. 0,4 %. Damit verstetigt sich der Trend, der sich bere its in den Vorjahren abzeichnete. Immer weniger Geflügelherden sind mit Salmonellen belastet, so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, die Maßnahmen zur Bekämpfung greifen.
 

21.12.2011

Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein e.V. sucht eine/n qualifizierte(n) Fachberater/in

Ssbsh Die Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein e.V. sucht eine/n qualifizierte(n) Fachberater/in für die produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Beratung von Schweinemast- und Ferkelerzeugungsbetrieben.

Bewerbungsschluss: 15. Februar 2012
 

21.12.2011

Neue Auflage des Standardwerks "Tierernährung" erschienen

Kirchgessner Tierernaehrung Tierernährung ist das Standardwerk für alle Fragen der modernen, leistungsgerechten Tierfütterung. Das 648-seitige Buch behandelt sämtliche ernährungsbiologischen und chemischen Grundlagen der Fütterung ebenso anschaulich wie die speziellen Ernährungsanforderungen und Fütterung von Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und Geflügel. Die 13. Auflage der Tierernährung von Kirchgeßner wurde von Stangl, Schwarz und Roth überarbeitet. Das Buch ist übersichtlich nach physiologischen Ernährungsgrundlagen, Nährstoffen, Energiehaushalt und Mineral- und Wirkstoffen unterteilt. Dem schließt sich ein großer Teil zur praktischen Ernährung der verschiedenen Tierarten an mit Beispielen zur Rationsgestaltung. Damit ist Tierernährung ein wichtiges Grundlagenwerk für das Studium, Wissenschaft und Beratung sowie auch für den praktischen Landwirt und Tierarzt. Das Standardwerk kann zum Preis von 49,90 € beim DLG-Verlagsshop oder unter Tel: 069/24 788-451 bestellt werden.
 

21.12.2011

Zuchtplanungssoftware ZPLAN+ verfügbar

VIT Verden Eine neue Zuchtplanungssoftware ZPLAN+ steht nach der Entwicklungsphase im Forschungsverbund FUGATO+brain für Endanwender zur Verfügung. Die Software modelliert und berechnet komplexe Zuchtprogramme und verschiedene Zuchtplanungsszenarien. Unabhängig von der Tierart können tierzüchterische Modellrechnungen durchgeführt werden, um Zuchtfortschritte zu berechnen. Das Angebot richtet sich an Zuchtunternehmen für eigene Planungsrechnungen, sowie an Hochschulen für den Einsatz in der Lehre.
 

21.12.2011

Food Nordwest und NieKE präsentieren F&E-Atlas für die Agrar- und Ernährungsbranche

Niekelogo Forschung und Entwicklung spielen für die Agrar- und Ernährungsbranche eine primäre Rolle. Innovative Ideen, neue Produkte und Verfahren entlang der Wertschöpfungskette stellen die Branche vor immer neue Herausforderungen. Die Agrar- und Ernährungsforschung sieht sich in der Metropole Nordwest mit zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen sehr gut aufgestellt, so dass beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft vorhanden sind. Mit dem neu entwickelten F&E-Atlas – ein Innovationsprojekt von Food Nordwest (Cluster Ernährung der Metropole Nordwest) und dem NieKE (Landesinitiative Ernährungswirtschaft) - soll mehr Transparenz in die Forschungslandschaft der Metropole Nordwest gebracht werden.
 

21.12.2011

Fütterungsratgeber "Rechenmeister"

Rechenmeister

Damit Schweine gesund und leistungsfähig bleiben, muss die Fütterung stimmen. Was und wie viel auf den Speiseplan eines Ferkels, Mastschweins oder einer Sau gehört, hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in ihrem Rechenmeister für die Schweinefütterung zusammengestellt. Viele Übersichten und Tabellen wurden grundlegend überarbeitet und neuen Erkenntnissen angepasst. Basis der umfangreichen Fütterungshinweise sind die neuen, von der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie veröffentlichten Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Schweinen. Diese Versorgungsempfehlungen tragen der Leistungsentwicklung moderner Schweine Rechnung und sind für die praktische Fütterung richtungsweisend. In die Futtermitteltabellen wurden die Energiegehalte gemäß der futtermittelrechtlich neu geltenden Mischfutterformel eingearbeitet, die seit 1. September 2010 gültig sind. Die Broschüre informiert in neun Kapiteln über Futtermittel, die praktische Fütterung bei Ferkeln, Sauen und Mastschweinen, Zusatzstoffe, Futterhygiene, Futteraufbereitung und eine nährstoffangepasste Fütterung. Der 90-seitige Rechenmeister für die Schweinefütterung kostet zehn Euro plus Versandkosten und kann beim Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup bestellt werden, Telefon: 02501 / 801-300 oder bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Referat Tierproduktion, Nevinghoff 40, 48147 Münster, Telefon: 0251 / 2376-607.

 

20.12.2011

Butterloch in Norwegen

DBV - In Norwegen ist Butter zurzeit ein knappes Gut. Darauf verweisen dieser Tage zahlreiche Medien aus Norwegen und berichten von stark gestiegenen Verbraucherpreisen für Butter mitten in der Vorweihnachtszeit. Mit Blick auf den aktuellen Buttermangel am Nordkap verweist der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die florierende Butterproduktion in Deutschland. Auch wenn hierzulande die Nachfrage nach Butter vor Weihnachten boome, könne die deutsche Molkereiwirtschaft den Norwegern sicherlich helfen, heißt es beim DBV.
Die Molkerei Tine, der norwegische Hauptproduzent von Butter, hat die Butternachfrage der dortigen Bevölkerung offenbar vollkommen falsch eingeschätzt. Zudem haben Veränderungen bei den Ernährungsgewohnheiten den Butterbedarf in einem relativ kurzen Zeitraum stark ansteigen lassen. Importe von Butter sind in Norwegen – einem Nicht-EU-Land – jedoch mit hohen Zöllen belegt und unterliegen einem schwerfälligen Lizenzverfahren.
 

20.12.2011

Qualitätssicherung der Wirtschaft und amtliche Kontrolle nutzen

Das neue QS-Logo QS - Der Präsident des Bundesrechnungshofs hat im Auftrag von Verbraucherministerin Aigner ein Gutachten erstellt zur Organisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes (Schwerpunkt Lebensmittel). Darin kritisiert er organisatorische Schwachstellen der amtlichen Überwachung und empfiehlt unter anderem, die Eigenkontrollsysteme der Wirtschaft effektiver zu gestalten und die Erkenntnisse stärker für die amtliche Kontrolle zu nutzen.

Es wird festgestellt, dass:

  • die Wirtschaft mit der stufenübergreifenden Qualitätssicherung eine neue Kontrollebene eingeführt hat, die neben die Eigenkontrolle und die staatliche Überwachung tritt.
  • diese zusätzliche Kontrollebene mit externer Zertifizierung geeignet ist, die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen.
  • der Ausbau stufenübergreifender, privatwirtschaftlich organisierter Qualitätssicherungssysteme und ihre Nutzbarmachung durch die staatliche Überwachung neue Potenziale für den gesundheitlichen Verbraucherschutz bietet.
  • das zusätzliche Engagement von Unternehmen in die Qualitätssicherung von staatlicher Seite honoriert werden solle.

 

20.12.2011

Systematische Kosten-Nutzen-Analyse von Minderungsmaßnahmen für Ammoniakemissionen

Ktbllogo Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) hat im Auftrag des Umweltbundesamtes eine Studie erarbeitet, die Kosten und Nutzen von Maßnahmen zur Minderung der landwirtschaftlichen Ammoniakemissionen näher beleuchtet. Die Studie trägt den Titel UN ECE-Luftreinhaltekonvention - Task Force on Reactive Nitrogen. Systematische Kosten-Nutzen-Analyse von Minderungsmaßnahmen für Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft für nationale Kostenabschätzungen.
 

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