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04.01.2012

DLG-Wintertagung vom 10. bis 12. Januar 2012 in Münster

DLG-Logo In der kommenden Woche steht die westfälische Metropole Münster im Blickpunkt der Landwirte aus ganz Deutschland: Vom 10. bis 12. Januar 2012 führt die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ihre traditionelle Wintertagung im Congress Centrum an der Halle Münsterland durch. Mit ihren zahlreichen öffentlichen Tagungen und Diskussionsrunden bringt sie eine Standortbestimmung für das neue Jahr und setzt als Zukunftsforum entscheidende Akzente für die Land- und Ernährungswirtschaft. Das Interesse an dieser ersten großen Veranstaltung der Agrarwirtschaft im Jahr 2012 ist außerordentlich hoch, die DLG rechnet mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos.
 

04.01.2012

20 Prozent-Ziel für den Ökolandbau utopisch

Ländlicher Raum age - Eine Abkehr vom 20 %-Flächenziel für den ökologischen Landbau hat der Vorsitzende der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG), Dr. Martin  Wille , empfohlen. In seinem Editorial für die jüngste Ausgabe der ASG-Zeitschrift Ländlicher Raum begründet der frühere Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium seinen Vorschlag mit der Aussichtslosigkeit, diese Marke in absehbarer Zeit zu erreichen. Wille hatte Ende 2000 anlässlich der Einweihung des Instituts für ökologischen Landbau in Trenthorst als erstes Mitglied der Bundesregierung das Ziel 20 %-Ökolandbau in zehn Jahren ausgegeben. In seinem ASG-Artikel erinnert er jetzt daran, dass sich seither Rahmenbedingungen grundlegend verändert hätten. So sei man damals davon ausgegangen, dass nur mit Bio gentechnikfreie Produktion und Verarbeitung garantiert werde. Damit einhergegangen sei die Erwartung, das Biosiegel werde dem Wachstum des Ökolandbaus die nötigen Impulse verleihen. Inzwischen habe das Biosiegel jedoch sein Alleinstellungsmerkmal verloren. Das Siegel ohne Gentechnik habe sich etabliert, weitere Siegel könnten demnächst hinzukommen, etwa für Tierschutz oder für regionale Herkunft. Mir scheint, dass man dem Ökolandbau einen Gefallen tun würde, wenn man unter diesen veränderten Bedingungen vom 20 %-Ziel Abschied nehmen würde, so der ASG-Vorsitzende in seinem Leitartikel.
 

01.01.2012

Metastudie zur Folgen der Gentechnik

animal-healt-online ©aho - Beim Einsatz gentechnologisch modifizierter Pflanzen in Nahrungs- und Futtermittel ist nicht mit negativen Langzeitfolgen zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen britische und französische Wissenschaftler in einer jetzt publizierten Metastudie. Die Autoren um Frau Professor Agnes Ricroch von der Universität AgroParisTech hatten 24 Langzeit- und Mehrgenerationenstudien ausgewertet, in denen Bt-Mais, herbizidtolerante Soja und gentechnisch veränderte Kartoffeln, Triticale und Reis an Tiere verfüttert wurden. An den Versuchstieren wurden Parametern wie Wachstum, Futteraufnahme und Organgewicht gemessen. Milch und Blut wurden laboranalytisch und Organe histiologisch untersucht. Bei all diesen Studien wurden keine Hinweise auf negative Folgen durch den Verzehr von gentechnologisch modifizierten Pflanzen gefunden, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology.
 

31.12.2011

Tierhaltung wichtiges Standbein der deutschen Landwirtschaft

DBV - Die Bauern in Deutschland halten heute weniger Rinder als im Jahr 2000, aber auch weniger als 1950 oder gar 1900. 12,8 Millionen Rinder stehen in den Ställen der deutschen Landwirtschaft, noch im Jahr 2000 waren es 14,5 Millionen, 1950 14,8 Millionen und im Reichsgebiet 1900 gar 18,9 Millionen Rinder. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) weiter mitteilte, werden heute gegenüber 2000 etwas mehr Schweine (+ 4 Prozent, 26,5 Mio. gegenüber 25,6 Mio.) und Geflügel (+ 5 Prozent) gehalten. Die Schafbestände dagegen haben deutlich abgenommen (- 14 Prozent). Die Anzahl der tierhaltenden Betriebe ist jedoch zurückgegangen. Allein von 2007 bis 2010 hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 22.300 Höfe oder gut 9 Prozent die Tierhaltung aufgegeben. Der deutliche Strukturwandel in der Tierhaltung ging mit erheblichen Investitionen und einer Aufstockung der Tierbestände in den verbleibenden Betrieben einher.
 

30.12.2011

Das Schwein als Arzneimittel

Arzneimittel sind nicht nur chemischen oder pflanzlichen Ursprungs. Für manche Arznei kommen auch Tiere als Lieferant infrage.
So liefern Rinder - oder Schweinelungen ein komplexes Gemisch, das als Surfactant bezeichnet wird und bei Frühgeborenen mit unreifen Lungen lebensrettend wirkt. Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen sind das Ausgangsprodukt für Pankreaspulver. Es wirkt stärke-, fett- und eiweißspaltend und wird erfolgreich bei Verdauungstörungen eingesetzt. Andere Verdauungshelfer sind die Enzyme Persin, Chymotrypsin und Trypsin. Gelatine, bekannt als Grundmasse von Gummibärchen und Käse-Sahnetorten wird in der Pharmazie für die Herstellung von Kapselhüllen oder Zinkleim-Verbänden benötigt, die bei Störungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden. Heparin, Bestandteil von Sportsalben oder Spritzen zur Thrombosevorbeugung kommt bei Säugetieren haupsächlich in Lungen, Leber und Darmschleimhaut vor. Schweine aus China dienes als Hauptlieferant für den Weltmarkt.
Pferde produzieren Gegengifte z.B. gegen Schlangengift oder das Botulismus-Antitoxin. Aus dem Harn trächtiger Stuten werden weibliche Hormone gewonnen, die bei Wechseljahresbeschwerden Verwendung finden. Das größte Tier, das homöopathisch genutzt wird, ist der Pottwal. Er sondert die wachsartige Substanz
Ambra ab, die z.B. bei Schlaflosigkeit eingesetzt wird.

Auszug aus Huhn und Schwein in der Arznei von Apothekerin Elke Kokemoor in Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, 43/2011, S. 92
 

30.12.2011

Humuswirkung von Gärresten vorteilhaft

Gärreste aus der Biogasanlage tragen zur Rücklieferung von Humus bei und wirken positiv auf die Bodenbiologie. Nach Aussagen von Prof. Dr. Jens Ellmer anlässlich des 3. Symposiums Energiepflanzen in Berlin konnte in Düngungsversuchen ein Anstieg der Regenwurmpopulation um bis zu 40 % beobachtet werden.
Auch bei einer ökonomischen Beurteilung schnitten Gärreste gut ab. Bei einem N-Einsatz von 80 kg je Hektar fallen bei einer Gärrestdüngung nur 22 Prozent der Kosten einer Mineraldüngung an.

Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, Ausgabe 45/2011
 

30.12.2011

Onlinekurs zur Umstellung auf Gruppenhaltung

Bis zum 1. Januar 2013 müssen alle Sauenhalter ihren Betrieb auf das Gruppenhaltungssystem umgestellt haben. Das Online-Kursprogramm der Landakademie stellt maßgebliche Verfahren samt ihren Vor- und Nachteilen vor. Best practice-Beispiele wollen Anregungen für die eigenen Planungen bieten.
Dank e-Learning kann jeder Kursteilnehmer selbst entscheiden, wann und wo er lernen möchte. Bis zum 31. Dezember 2011 gilt noch der Einführungsrabatt von 25 Prozent.
 

30.12.2011

Landwirtschaft ist sich einig: Flächenstilllegung der falsche Weg

Im neuen Jahr steht die Neugestaltung der EU-Agrarzuschüsse ab 2014 an. U.a. sollen die Agrarzuschüsse mehr an Umweltstandards geknüpft werden. Davor hat kein Landwirt Angst; vor dem Bürokratiemonster schon. Auch die geplante Flächenstilllegung von sieben Prozent hat bei biologisch wie konventionell wirtschaftenden Betrieben Kopf-Schütteln hervorgerufen - europaweit. Dabei will man sich einer Reform gar nicht verweigern. Die Landwirte glauben aber, dass produktionsintegrierte Greeningmaßnahmen wesentlich größere ökologische Effekte versprechen. So wurde vom Berufsstand vorgeschlagen, Ökoprojekte in Form von Ökopunkten für das Greening anzurechnen. Auch die Ausdehnung des Leguminosenanbaus verspreche größere Umweltfortschritte als eine pauschale Stilllegung, die vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung mit steigendem Nahrungsmittelbedarf sehr kritisch gesehen wird.
 

30.12.2011

Arte: die wunderbare Welt der Exkremente

Exkremente sind Produkte eines universellen Vorgangs der menschlichen Natur. Eine Gegebenheit, die keine sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Grenzen kennt. Außerdem sind Exkremente in manchen Ländern nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für ganze Wirtschaftszweige ein kostbarer Rohstoff: In Form von Biogas, Lebensmitteln oder Kunstobjekten finden sie zahlreiche nutzbringende Anwendungen. In Deutschland nutzt fast jeder zweite Landwirt diesen Naturdünger. Damit werden jährlich fast 1 Mrd. Euro für mineralische Düngemittel eingespart werden. Eine ARTE-Dokumentation befasst sich mit diesem interessanten Thema und führt vor Augen, wovor sie gerne mal verschlossen werden.
Die dreiteilige Dokumentation wird in regelmäßigen Abständen wiederholt. Dafür lohnt es sich, einmal öfter in die TV-Zeitung zu schauen.
 

30.12.2011

Gefängnisstrafen für mutwillige Zerstörung

Die mutwilige Zerstörung eines Versuchsprojektes mit gentechnisch veränderten Rebstöcken des französischen Agrarforschungsinstituts (INRA) durch Gentechnikgegner im vergangenen Jahr im Elsass ist jetzt von dem in Strafsachen tätigen Landgericht in Colmar verurteilt worden. Die meisten der 60 beteiligten Personen erhielten zwei Monate auf Bewährung. Wiederholungstäter mussten zusätzlich ja 1.200 € zahlen. Außerdem mussten die Täter für den entstandenen Schaden rd. 57.000 € an das Forschungsinstitut zahlen.
Der Feldversuch diente der Erforschung der Resistenz von GV-Reben gegen das Virus der Reisigkrankheit, für die es bisher noch kein Gegenmittel gibt.
 

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