06.01.2012
Schatzsuche im Bakterium
Actinomyceten stellen außergewöhnlich viele chemische Verbindungen her und geben sie in ihre Umwelt ab. Einige dieser Stoffe töten oder hemmen andere Organismen – vermutlich um den Actinomyceten einen Vorteil in der Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum zu verschaffen. Von der biologischen Wirkung der produzierten Substanzen kann auch der Mensch profitieren: Zu ihrem vielfältigen Spektrum zählen Antibiotika und Medikamente gegen Tumore.
Für die Suche nach heilkräftigen Wirkstoffen aus der Natur erhält der Nachwuchsforscher Dr. Andriy Luzhetskyy jetzt finanzielle Starthilfe aus Brüssel.
06.01.2012
Folienbeschichtung aus Molke
Fertigprodukte erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Geschützt werden die Lebensmittel meist durch Folien, die auf fossilen Rohstoffen basieren. Forscher haben jetzt nicht nur ein Biomaterial aus Molkeprotein entwickelt, sondern auch ein wirtschaftliches Verfahren, mit dem sich Multifunktionsfolien industriell herstellen lassen.
06.01.2012
Tierbesatz erhöhen als Schutz des Regenwaldes?
Eine steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, insbesondere nach Biodiesel und Agraralkohol, dehnt die Anbauflächen für Zuckerrohr und Soja in Brasilien aus. 90 Prozent des amerikanischen Biodiesels stammt aus der Sojabohne. Die Reaktion der Landwirte in den Anbauländern war abzusehen: insbesondere Grünlandflächen wurden in Ackerland für den Anbau von Zuckerrohr-, Mais und Sojabohnen umgewandelt. Die Viehherden werden an die Grenzen der Urwaldgebiete verlagert.
Problematisch ist die Umwandlung von Weideland zu Ackerland und insbesondere die Umwandlung von Urwald zu Viehweiden.
Ein Forschungsteam aus Deutschland hat Szenarien berechnet, wie Brasilien auf die steigende Nachfrage nach
Bioenergie
reagieren könnte, ohne weitere Regenwaldgebiete opfern zu müssen. U.a. wird empfohlen, die Viehdichte moderat zu steigern und es sollten mehr Ölpalmen angebaut werden, die einen höheren Ölertrag als Sojafelder liefern und zudem v.a. im Osten Brasiliens kultiviert werden könnten.
Quelle:
Indirect land-use changes can overcome carbon savings from biofuels in Brazil
06.01.2012
Ferkelerzeuger im Fokus

ISN - Schwierige wirtschaftliche Verhältnisse in prägten das Jahr 2011 für die Ferkelerzeuger. 2012 kommen viele Haltungs- und Tierschutzauflagen dazu, darunter die Umstellung auf Gruppenhaltung oder der Ausstieg aus der unbetäubten Ferkellkastration. Die ISN hat drei junge Ferkelerzeuger aus ihrem Ehrenamt nach Ihrer Meinung gefragt.
- Philine Göckeritz, 24 Jahre, 200 Sauen im geschlossenen System, LK Nienburg
- Philipp Lütjens, 22 Jahre alt, 800 Sauen inklusive Ferkelaufzucht, LK Heidekreis
- Thomas Bröker, 33 Jahre, 500 Sauen mit Ferkelaufzucht, LK Emsland
05.01.2012
Landwirtschaft im Spannungsfeld verschiedener Ansprüche
Die Erwartungen an die Landwirtschaft sind heterogen: Wirtschaft, Industrie und Gastronomie wollen Lebensmittel zu wettbewerbsfähigen Preisen, Tier- und Naturschutz rufen nach mehr Ökologie und Tierwohl. Beides könne nicht maximiert, sondern lediglich optimiert werden, macht der Schweizerische Bauernverband (SBV) klar.
Ein Wirtschaften nach Ökoeffizienzkriterien wäre die Lösung.
05.01.2012
USA: Argumente für antibiotische Leistungsförderer?
In Europa ist der Einsatz sog. antibiotischer Leistungsförderer seit 2006 verboten. Die Beimischung in nutritiven Dosen, z.B. zur Darmstabilisierung, stand im Verruf, Resistenzen bei Bakterien zu forcieren. In vielen Ländern außerhalb der EU gilt dieses Verbot nicht.
In Amerika wird über ein Verbot seit 1977 diskutiert. Jetzt ist eine erneute Anhörung zu dem Thema geplant.
Ein generelles Verbot wurde zunächst erneut ausgesetzt, nachdem wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass die Tiergesundheit durch die Verwendung steigt und damit der therapeutische Medikamenteneinsatz reduziert werden konnte.
05.01.2012
Stressabbau mit Vitamin B
Vitamin B ist in unverarbeiteten Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Bohnen und Vollkorn, zu finden und ist als integraler Bestandteil der Synthese von Neurotransmittern verantwortlich für das psychische Wohlbefinden
, wird Professor Stough, von der Swinburne University of Technoloy in Melbourne, Australien, vom Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund zitiert. Das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa hätte kürzlich Studienergebnisse veröffentlicht, wonach eine erhöhte Zufuhr von Vitamin B zu einer deutlichen Verminderung der Stressbelastung beitragen kann.
Viele Menschen nehmen nicht genug Vitamin B über die Nahrung auf und schlucken zusätzlich Vitaminpräparate.
Seit einer Veröffentlichung des BfR zu
Höchstmengen für bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe, sind aber auch Vitamine als Lebensmittelergänzung in Verruf geraten.
05.01.2012
Deutschland erhält „Gigaton Award“ für Ausbau der erneuerbaren Energien
Deutschland wurde beim sogenannten
World Climate Summit
am Rande der UN-Klimakonferenz in Durban Ende 2011 für seinen Fortschritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien geehrt. Der Preis zeichnet besonders fortschrittliche Unternehmen und erstmals auch Staaten für eine vorbildliche Leistung und reale Emissionsminderungen aus. Die Auszeichnung würdigte Deutschland für seine konsequente Politik zur Stärkung der erneuerbaren Energien und den daraus folgenden enormen Steigerung des Anteils der Erneuerbaren an der deutschen Stromproduktion seit dem Jahr 2000.
05.01.2012
Weniger Verschwendung von Lebensmitteln durch Tiefkühlkost
Tiefkühlkost (TKK) reduziert die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland. Warum? Weil tiefgekühlte deutlich seltener weggeworfen werden als
frische Lebensmittel. Das belegt eine repräsentative* Umfrage, die das
Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. beim Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest in Auftrag gegeben hat.
Wer kontert, dass Tiefkühlen nicht nachhaltig sei, könnte eines Besseren belehrt werden. Das Deutsche Tiefkühlinstitut will auch hierzu Antworten geben können und hat daher eine Studie in Auftrag gegeben, um die Klimabilanz der Tiefkühlbranche in Deutschland in einer breit angelegten Studie zu untersuchen.
05.01.2012
DBV und BPT fordern Behandlungssicherheit erkrankter Tiere
DBV und BPT stellen dazu fest, dass Landwirte und Tierärzte sorgsam mit Tierarzneimitteln umgehen und dabei umfangreiche gesetzliche Vorgaben beachten. Dies belegen die jährlichen Rückstandskontrollen der Bundesoberbehörde BVL zum Einsatz von Tierarzneimitteln. Eine umfangreiche Dokumentation der Verschreibung und Anwendung von Antibiotika sowohl beim Tierarzt als auch im landwirtschaftlichen Betrieb stellt darüber hinaus sicher, dass die staatliche Überwachung seit nunmehr 10 Jahren jederzeit und lückenlos den Einsatz von Tierarzneimitteln kontrollieren kann. Es wäre mit dem Tierschutz nicht vereinbar, kranke Tiere nicht zu behandeln und leiden zu lassen.
DBV und BPT warnen angesichts der zunehmend hektischen politischen Debatte, jetzt kurzfristige Entscheidungen zu treffen, die die Behandlungsmöglichkeiten erkrankter Tiere einschränken oder durch Einengung zugelassener Wirkstoffe Resistenzen zusätzlich befördern.