10.01.2012
Gute Erträge trotz Trockenheit?
Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA hat zwei gentechnisch veränderte Pflanzen mit neuen Merkmalen ohne Einschränkungen zugelassen: Trockentoleranten Mais und Sojabohnen mit veränderter Fettsäurezusammensetzung, deren Öle für Verbraucher gesundheitliche Vorteile bringen sollen.
10.01.2012
Lebensmittelüberwachung bundesweit: Jedes vierte Soja-Produkt enthält GVO-Spuren
In Deutschland ist jedes Bundesland für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Bei der Vielzahl von Berichten kann man schnell den Überblick verlieren. transGEN hat wie immer die Einzelergebnisse zusammengefasst. Tendenz: Auch 2010 konnte die Kontrolleure in gut 20 Prozent der untersuchten Soja-Labensmittel Gentechnik-Spuren finden. Allerdings: Der Anteil der
GVO-positiven
Proben schwankt je nach Bundesland auffällig. Verstöße gegen die Kennzeichnungsregeln gibt es aber kaum.
09.01.2012
Die Sorge um Antibiotika-Resistenzen
Allein Tierärzte sind durch ihr Studium qualifiziert, Arzneimittel bei Tieren richtig anzuwenden, um den Tierschutz für erkrankte Tiere zu gewährleisten und bei Nutztieren den Verbleib von Medikamentenrückständen in tierischen Lebensmitteln zu verhindern. Dazu gehört auch die Kenntnis einer Vielzahl von Gesetzen und Normen, die den Verbraucher vor Risiken aus Lebensmitteln und vor Zoonosen (zwischen Tier und Mensch übertragbaren Krankheiten) schützen sollen.
Nachdem selbst bei legaler Anwendung von Antibiotika für Tiere zuletzt große Irritationen bei Medien und Verbrauchern entstanden sind, die auf der Sorge über die Entwicklung resistenter Krankheitserreger beim Menschen beruhen, hat der Bundesverband der Prakizierenden Tierärzte Informationen zum Antibiotikaeinsatz auf seine Internetseite gestellt.
09.01.2012
Mais - besser als sein Ruf
Durch die Zunahme des Maisanbaues hat sich das Landschaftsbild in den letzten Jahren verändert. In der Öffentlichkeit wird deshalb immer wieder über
die Vermaisung der Landschaft
und die
grünen Wände
diskutiert. Als Folge schwindet die generelle Akzeptanz gegenüber der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen, und es wird infrage gestellt, ob der Maisanbau die Anforderungen an eine nachhaltige Landbewirtschaftung erfüllt.
Dabei hat Mais hat aus Sicht des Pflanzenbaus viele positive Eigenschaften, informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer aktuellen Pressemeldung:
- Er liefert hohe und sichere Erträge, da er Niederschläge effizient nutzen kann.
- Er braucht nur wenig Stickstoffdünger, weil er aufgrund der langen Wachstumszeit den aus dem Boden nachgelieferten Stickstoff gut umsetzen kann.
- Er benötigt nur wenig chemische Pflanzenschutzmittel.
- Er kommt mit den prognostizierten höheren Temperaturen (Klimawandel) gut zurecht.
- Ein Hektar Mais
recycelt
den CO2-Ausstoß von 60.000 km Autofahrt
09.01.2012
„Die Spendenmafia“: Produktives Medienecho

Charitywatch -
Seit einigen Wochen ist das Buch
Die Spendenmafia – Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid
nun im Verkauf. Das für 8,99 Euro erhältliche Taschenbuch wird vom Knaur-Verlag verlegt und hat ein beachtliches Presseecho ausgelöst. Rund 20 Fernsehinterviews auf fast allen großen Kanälen, noch mehr Radiobeiträge und eine Vielzahl von Hinweisen in Printmedien sind das bisherige Ergebnis. Der allgemeine Tenor ist im Grunde die Botschaft des Buches: Es ist wichtig und richtig zu spenden, aber bei der Auswahl der begünstigten Organisation ist blindes Vertrauen fehl am Platz. Wenn es gelingt, die dreistelligen Millionenbeträge, die jährlich von unseriösen Vereinen vereinnahmt werden, auf wirklich unterstützenswerte Hilfswerke umzulenken, dann hat das Buch sein Ziel erreicht.
09.01.2012
Gentechnisch veränderter Bt-Mais: Neuer Test mit Bienenlarven
Wissenschaftler der Universität Würzburg untersuchten erstmals die Verträglichkeit von Bt-Maispollen für Bienenlarven unter kontrollierten Laborbedingungen. Nun haben sie die Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht: Weder der Pollen von Bt-Mais MON810 noch der einer Bt-Maissorte, die drei verschiedene Bt-Proteine bildet, zeigte eine schädliche Wirkung auf die empfindlichen Larvenstadien der Bienen. Der Larventest ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes der biologischen Sicherheitsforschung.
09.01.2012
Wissenschaftspreis der Heinrich-Stockmeyer-Stiftung
Auch im Jahr 2012 schreibt die Heinrich-Stockmeyer-Stiftung wieder ihren mit 10.000 Euro dotierten
aus. Mit der jährlichen Verleihung des Wissenschaftspreises zeichnet die Stiftung praktikable Lösungsansätze und anwendungsorientierte Forschung aus, die im Sinne des Stiftungszwecks zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in die Qualität von Lebensmitteln beitragen. Mit dem Preis sollen Wissenschaftler/innen ausgezeichnet werden, die herausragende Leistungen auf dem genannten Themengebiet erbracht haben. Gewürdigt werden können wissenschaftliche Einzelleistungen wie Diplomarbeiten, Doktorarbeiten und Habilitationsschriften sowie Publikationen in wissenschaftlich anerkannten Fachzeitschriften, die in den letzten drei Jahren erstellt wurden. Bewerbungschluss ist
der 23. Juni 2012.
09.01.2012
11. AVA-Haupttagung in Göttingen

Vom 14. - 18. März 2012 findet in Göttingen, im Hotel Freizeit In, die 11. Haupttagung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), eine Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops und Seminaren für den Rinder-, Schweine-, Pferde- sowie den Kleintierbereich, statt.
09.01.2012
Aigner plant Änderung des Arzneimittelgesetzes
Fachleute sind sich einig: zur Behandlung von schweren bakteriellen Infektionen sind Antibiotika das Mittel der Wahl. In der Human- und Tiermedizin. Allerdings sollte für beide Bereiche gelten:
Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
Vor diesem Hintergrund hat Verbraucherschutzministerin Aigner jetzt eine Änderung des Arzneimittelgesetzes angekündigt.
09.01.2012
Video: Computerspiel für Mensch und Schwein
SuS - Forscher der Universität Wageningen haben gemeinsam mit Designern der Kunsthochschule Utrecht ein Computerspiel entwickelt, bei dem Menschen und echte Schweine interagieren. Die Idee dahinter: Die Schweine sollen sich im Stall weniger langweilen.
Dabei zeigt ein großer Bildschirm in der Bucht eine Art Lichtball, den der menschliche Spieler mittels seines Tablet-PCs über das Display bewegen kann. Sobald ein Schwein den Ball berührt, sprüht dieser bunte Funken. Der Mensch lenkt den Lichtball mit dem Finger und sieht den Rüssel des Schweins, als ob dieses auf der anderen Seite des Bildschirms wäre. Ziel ist es nun, die Aufmerksamkeit des neugierigen Tieres zu halten und den Kontakt mit dem Schweinerüssel nicht zu verlieren. Wenn dies passiert, erlischt der Lichtball nämlich langsam. Schafft es der Spieler hingegen, dass sich Schweineschnauze und Finger in Harmonie über bestimmte Zielstellen bewegen, entsteht ein Feuerwerk auf der Leinwand und der Spieler sammelt Punkte.
Inwiefern das Spiel
Pig Chase
überhaupt als Beschäftigung für Schweine geeignet ist, gilt es für die Wissenschaftler jedoch noch herauszufinden.