18.01.2012
Hohe Leistungsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft
DBV - Auf Grund der hohen Leistungsfähigkeit der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft sind die Agrarexporte in 2011 auf schätzungsweise 59 Milliarden Euro angestiegen, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr und in etwa doppelt soviel wie vor 10 Jahren. Seit der deutschen Wiedervereinigung haben sich die Agrarexporte sogar verdreifacht. 77 Prozent der deutschen Agrarausfuhren gehen in die EU-Partnerstaaten und 23 Prozent in Drittländer. Nur 5 Millarden Euro der deutschen Agrarausfuhren nach Drittländern entfallen auf Entwicklungs- und insbesondere südamerikanische Schwellenländer, aus denen Deutschland aber für 15 Milliarden Euro (2010) Agrargüter importierte, und zwar vor allem Ölsaaten, Südfrüchte, Tee und Kaffee.
Auch auf EU-Ebene hat sich der Agrarhandel dynamisch weiterentwickelt. Die EU-Agrarexporte haben 2011 gegenüber Vorjahr ersten Schätzungen zufolge um fast ein Fünftel zugenommen. Nach 2010 hat die EU auch in 2011 wieder einen deutlichen Exportüberschuss bei Agrar- und Ernährungsgütern (ohne Fisch und Fischwaren) erwirtschaftet. Auf Basis von Angaben der Europäischen Kommission dürfte dieser Exportüberschuss für 2011 bei etwa 7 Milliarden Euro liegen.
18.01.2012
Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen gehört zu den drei wichtigsten Agrarstandorten in Deutschland; Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Ernährungshandwerk bieten in Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 400.000 Menschen Arbeit; die nordrhein-westfälische Ernährungswirtschaft ist die umsatzstärkste bundesweit. Über diese und weitere Themen informiert die neue Broschüre
Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen - Qualität und Genuss aus den Regionen
, die das NRW-Landwirtschaftsministerium zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche Berlin am 20. Januar 2012 herausgibt. Sie bietet einen Überblick über die Vielseitigkeit der nordrhein-westfälische Ernährungswirtschaft, von der landwirtschaftlichen Erzeugung, über handwerkliche Fertigung und industrielle Produktion bis hin zu den Vertriebswegen und dem Verkauf an der Ladentheke.
Die Broschüre richtet sich an alle Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch an kleine und mittelständische Akteure der Ernährungsbranche. Sie informiert über Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote des NRW Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums bei der Erschließung neuer und lohnenswerter Marktpotenziale.
18.01.2012
Know-how im Bio-Markt
Mit einer neuen Seminarreihe für die Hersteller und den Handel im Bio-Markt antwortet die AHA auf die immer neuen Herausforderungen in diesem Marktsegment. Sie kooperiert dabei mit ÖkoStrategie Wissen & Beratung. In den Seminaren erfahren die Teilnehmer, welche rechtlichen Regelungen im Bio-Markt gelten, was sie bei einer (Weiter)Verarbeitung und anschließend bei der Vermarktung beachten müssen.
18.01.2012
NRW: Photovoltaikanlagen „legalisiert“
Dachflächen von landwirtschaftlichen Wirtschafts- oder Wohngebäuden bedürfen für die erweiterte Nutzung mit Solaranlagen in NRW keiner Baugenehmigung. Das bestimmt – wie der Rheinische Landwirtschaft-Verband (RLV) in Bonn mitteilt – die mit Wirkung zum 1. Januar 2012 in Kraft getretene Neufassung der Landesbauordnung NRW.
18.01.2012
Gerd Sonnleitner begrüßt Bullen „Hoeness“ auf ErlebnisBauernhof und stellt Höhepunkte der Sonderschau vor
Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes und Vorsitzender der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL), hat heute mit dem Zuchtbullen Hoeness
einen der ersten Gäste
des ErlebnisBauernhofes 2012 begrüßt. Gleichzeitig stellte Sonnleitner die Höhepunkte der Sonderausstellung in Halle 3.2 der Internationalen Grünen Woche vor, die am Freitag, dem 20.01.2012, ihre Tore öffnen wird.
18.01.2012
VZ-Wintertagungen
Am 3. und 10. Februar 2012 finden in Ulm-Seligweiler und Kupferzell-Eschental die VZ-Winterveranstaltungen statt.
Der Landwirt muss immer stärker für sich und sein Produkt einstehen und in der Gesellschaft Aufklärung für seine Form der Tierhaltung und Fleischerzeugung betreiben. Isabella Timm-Guri, Direktorin des Fachbereichs Erzeugung und Vermarktung beim bayerischen Bauernverband, beleuchtet mit dem Thema
Tierhaltung in der Diskussion: Von der Anklagebank in einen Dialog
die aktuelle Situation und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, Diskussionen fachlich und sachlich zu führen. Hansjörg Schrade von der LSZ Boxberg und Franz Schweizer vom Ldw. Zentrum für Rinderhaltung Aulendorf werden im Anschluss zum Thema
Was kommt auf die Schweine- bzw. Rinderhaltung zu?
Bedingungen, Anforderungen und Lösungsansätze aufzeigen.
18.01.2012
Käse: Beliebt bei Ladendieben
LID - Auf der Hitliste der weltweit meistgeklauten Lebensmittel hat der Käse 2011 das Frischfleisch vom Spitzenplatz verdrängt, zitiert das Gratisblatt
20 Minuten
eine Studie des
Center for Retail Research
. In den in 43 Ländern untersuchten Läden seien Lebensmittel im Wert von 114 Milliarden Franken entwendet worden, was 1,45 Prozent des Gesamtumsatzes entspreche. In der Schweiz seien 830 Millionen Franken Verlust entstanden. Allerdings belege die Schweiz einen der hintersten Plätze. Nur in Hong-Kong und Taiwan würden Konsumenten weniger stehlen.
17.01.2012
Weniger Emissionen durch Schweine-Klo?
Im Niederländischen Versuchsgut Sterksel testet die Universität u.a. neue Stallsysteme. Bei einem neuem Haltungssystem macht man sich die Eigenart der Schweine zu Nutze, ihren Stall, den sie in der Regel mit mehreren Tieren teilen, nach Kot-, Liege- und Fütterungsbereich selbstständig einzuteilen.
Im Internetportal Animal-Health-Online wurde hierzu ein Film eingestellt.
In Deutschland sind Systeme mit Teilperforierten Flächen umstritten, weil sie schwer sauber zu halten sind und in Abhängigkeit der Witterung vermehrte Emissionen aufweisen.
17.01.2012
Bakterienmonokultur schlecht für die Gesundheit
Quantität und Qualität der Darmflora von Kindern mit Allergierisiko und gesunden Kindern unterscheiden sich offensichtlich signifikant. Das ist das Ergebnis einer schwedischen Untersuchung, das jetzt im
Journal of Allergy and Clinical Immunology
veröffentlicht worden ist. Kinder, die in den ersten Lebensmonaten besonders viele unterschiedliche Darmbakterien aufwiesen, erkrankten später wesentlich seltener an (Nahrungsmittel-)Allergien. Als besonders positiv wurden sog.
Proteobakterien bewertet. Diese Sorte fand sich besonders häufig bei Kindern, die
Kontakt zu Rindern hatten.
Ein gesunder menschlicher Darm beherbergt i.d.R. rd. 100 Mrd. Bakterien und rd. 1.000 verschiedene Arten. Und das erstaunlichste daran ist: die Bakterien leben in Symbiose mit dem Menschen und
reden
mit ihm. Vielleicht sollte man doch öfter aus sein
Bauchgefühl
hören?
Quelle: Thomas R. Abrahamsson, Hedvig E. Jakobsson, Anders F. Andersson, Bengt Björkstén, Lars Engstrand, Maria C. Jenmalm.
Low diversity of the gut microbiota in infants with atopic eczema.
Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011; DOI:
10.1016/j.jaci.2011.10.025
17.01.2012
Mit Steuergeldern hochgepäppelte Solarindustrie wandert nach China ab?
Nachdem Ende letzten Jahres bereits zwei deutsche Solarfirmen Insolvenz angemeldet haben, wittert die chinesische Konkurrenz offenbar ihre Chance: Am Silvesterabend legte der chinesische Konzern LDK Solar ein Übernahmeangebot für den deutschen Solarhersteller Sunways vor. Zunächst beteiligt sich LDK mit 33 Prozent an Sunways,
hieß es in einer Pressemeldung der Fachzeitschrift Top Agrar Ende letzten Jahres.
Der Kommentar des Top-Agrar-Journalisten Diethard Rolink zu der Entwicklung fiel entsprechend bissig aus:
Wenn die einst mit Steuergeldern hochgepäppelte Solarindustrie stirbt, wandert deutsches Know-how ins Ausland ab - und damit auch die Arbeitsplätze.
Fachleute befürchten parallele Entwicklungen auch für die Landwirtschaft.