20.01.2012
Bundesministerin Aigner stellt die "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" vor
Zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche am Donnerstag in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die
Charta für Landwirtschaft und Verbraucher
vorgestellt. Die Charta beschreibt die künftigen Herausforderungen, aber auch die Zielkonflikte der nationalen und internationalen Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft und zeigt Lösungen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Politik auf.
20.01.2012
Potentialstudie zu Chancen erneuerbarer Energien
Landwirte und Landwirtinnen sind heutzutage nicht mehr nur als Lebensmittelproduzenten tätig, sondern erzeugen zudem Erneuerbare Energie, pflegen die vielfältigen Kulturlandschaften, beherbergen Gäste oder betreiben Hofläden und Hofcafés,
heißt es in einer aktuellen Pressemeldung des Nordrhein-Westfälischen Agrarministeriums.
Auch im Bereich
Erneuerbarer Energien
habe sich eine ganze Bandbreite an neuen Geschäftsfeldern für Landwirte und Landwirtinnen eröffnet: "Biogas, Photovoltaik, Brennstoffe aus Biomasse und Windräder sind zu einer wichtigen Einnahmequelle für unsere landwirtschaftlichen Unternehmer und Unternehmerinnen geworden. Die Agrar-Branche wird damit zum aktiven Klimaschützer und spielt eine wichtige Rolle in unserem Konzept zur Energiewende.
20.01.2012
Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses gilt auch in der Landwirtschaft
Mit der Abschaffung der Milchquote fällt 2013 die letzte Hürde für eine Orientierung der europäischen Landwirtschaft am Weltmarkt. Das ist politisch so gewollt. Eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft soll es sein. Leider scheinen die Folgen politisch nicht akzeptabel: ein zunehmender Strukturwandel und eine zunehmende Intensivierung. Und zwar in der biologischen und konventionellen Landwirtschaft. Die Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Der Agrarhandel - Im- und Export - boomt. Landwirtschaftliche Betriebe werden heute wie Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. Das ist Voraussetzung dafür, um am Markt ohne staatliche Transferzahlungen bestehen zu können und um Kredit würdig zu sein.
Den Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Kosten haben bereits zahlreiche Wissenschaftler untersucht. Er hat u.a. als
Ecology of Scale
Eingang in die Literatur gefunden.
20.01.2012
Fütterung von Schweinen bei hohen Futterpreisen
Die Futterkosten haben nicht nur in der Schweinemast einen hohen Anteil an den Direktkosten auch bei den Ferkelerzeugern mit angeschlossener Ferkelaufzucht sind im vergangenen Wirtschaftsjahr 61 % derDirektkosten Futterkosten (Auswertung der Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein). In der Gegenüberstellung bedeutet dies, dass 48 % des Erlöses aus Ferkelverkauf durch Futterkosten gebunden sind.
Welcher Anpassung Strategien vor diesem Hintergrund bei der Fütterung von Schweinen möglich sind erläutern im Fachbeitrag auf www.proteinmarkt.de Karin Müller von Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und Martin Knees von Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein e.V.
20.01.2012
Agrarinvestitionsförderung setzt Schwerpunkt auf Verbesserung der Tierhaltung
Mit dem Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) legt Niedersachsen einen neuen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Tierhaltung und der Tierhygiene in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Hierauf weist Landwirtschaftsminister Gert Lindemann anlässlich des bevorstehenden Antragsverfahrens für das Jahr 2012 hin. Der Minister unterstreicht, dass der Tierschutz in der Förderung und bei der Bewertung von Förderanträgen Priorität genießt. Zu den förderfähigen Vorhaben zählt auch die Umstellung auf die ab 2013 vorgeschriebene Gruppenhaltung für Sauen.
20.01.2012
Bayerischer Bauernverband kritisiert Vorstoß des Bundesrechnungshofs zur Steuerpauschalierung
Deutliche Kritik übt der Bayerische Bauernverband am erneuten Vorstoß des Bundesrechnungshofs (BRH), der die bewährte und unbürokratische Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen abschaffen will. Gerade kleiner landwirtschaftliche Betriebe würde das Wegfallen der Steuerpauschalierung unnötig belasten.
Für unsere kleineren Betriebe und vor allem die Nebenerwerbslandwirte, die ohnehin schon mit einer hohen Bürokratielast kämpfen, würden die BRH-Pläne nur unnötigen Papierkram bedeuten
, erklärt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes.
20.01.2012
Frauen in der Landwirtschaft stark vertreten
Anders als eine aktuelle Meldung des Statistischen Bundesamtes den Eindruck erweckt, ist die Landwirtschaft kein überdurchschnittlich von Männern dominiertes Berufsfeld, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 sind 38 Prozent aller in der Landwirtschaft tätigen Personen weiblich. In den letzten 10 Jahren hat der Frauenanteil um etwa 2 Prozentpunkte zugelegt, die
Männerquote
hat entsprechend abgenommen. Vor allem weist der DBV darauf hin, dass die Frauen in landwirtschaftlichen Familienbetrieben durchweg gleichberechtigte Mitunternehmerinnen sind. 91 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Familienbetriebe.
20.01.2012
Niedersachsen drängt auf EU-weite Umsetzung des Verbotes konventioneller Käfige
Auf Initiative des niedersächsischen Landwirtschaftsministers Gert Lindemann wurde im Rahmen der Amtschefkonferenz der Länder-Agrarressorts in Berlin eine Protokollerklärung zum Verbringungsverbot für Eier aus konventioneller Käfighaltung verabschiedet.
Im Mittelpunkt der Erklärung – der sich Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen angeschlossen haben – steht die Absicht, zeitnah Betriebe zu überprüfen, die Eier und Eiprodukte aus solchen Mitgliedstaaten verarbeiten, in denen nach Auskunft des Bundeslandwirtschaftsministeriums Eier in herkömmlichen Käfigen produziert werden. Der Hintergrund: Diese Haltungsform ist seit 1. Januar 2012 EU-weit verboten.
Niedersachsen drängt auf EU-weite Umsetzung des Verbotes konventioneller Käfige
19.01.2012
Aigner stellt sich hinter moderne Tierhaltung
Agrarministerin Ilse Aigner rügt, dass bei der Beurteilung des Tierwohls oft menschliche Maßstäbe angelegt werden. Sie setzt sich auch für moderne Großbetriebe ein,
überschreibt die Journalistin Claudia Ehrenstein ein Interview mit Frau Ministerin Ilse Aigner, das sie für
Welt online
geführt hat.
Es ist nicht generell so, dass es einer großen Anzahl von Tieren in großen Ställen schlechter gehen muss und es wenige Tiere in kleineren Ställen grundsätzlich besser haben,
stellt die Ministerin in dem Interview u.a. klar. Außerdem beantwortet sie Fragen zum Medikamenteneinsatz in der Tierproduktion und dem Agrarhandel.
19.01.2012
Kosteneinsparung durch bessere Futterverwertung

SuS - Die Futterkosten haben insbesondere in der Schweinemast einen hohen Anteil an den Direktkosten. Die Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein (SSB SH) hat die in puncto Futterverwertung besten 10 % der Betriebe unter die Lupe genommen. Diese Betriebe weisen zwar denselben Futteraufwand je Tier und Tag auf wie das Mittel aller Betriebe. Die bessere Futterverwertung resultiert aber aus den höheren Tageszunahmen bzw. kürzeren Mastdauer, so dass der Futteraufwand je Tier geringer ausfällt. In der Tabelle werden die Futterkosten je Tier bei unterschiedlicher Futterverwertung und -preisen aufgeführt. So konnten bei mittleren Preisen von 24,50 € je Dezitonne Mastfutter im vergangenen Wirtschaftsjahr 9 € je verkauftem Mastschwein bei einer verbesserten Futterverwertung um 0,4 eingespart werden.