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04.01.2012

RLV: Rinder keine Klimakiller

Energiebedingte CO2-Emissionen machen nach RLV-Angaben fast 90 % der gesamten Emissionen von Klimagasen aus. Der Methanausstoß von Kühen und Schafen liege aber nur bei 2 % der Klimagase. Das bestätige auch die FAO Studie aus dem Jahr 2010. Insgesamt verursache die Landwirtschaft rund 7,5 % der Treibhausgase. Die Rinderhaltung zähle damit nur zu den kleineren Verursachern des Klimawandels. Forderungen nach einem Fleischverzicht unter dem Motto Zurück zum Sonntagsbraten begegnet der RLV mit einem treffenden Gegenargument: Der Umstieg auf fleischlose Kost mache für das Klima so viel aus, wie eine Verringerung der Zimmertemperatur um 1°C.
 

04.01.2012

Vortragsveranstaltungen "Tipps für die Ferkelerzeugung"

Gfs

Vom 17.01.2012 bis zum 20.01.2012 führen die Landwirtschaftskammer NRW und die Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung eG (GFS) wieder die Vortragsveranstaltungen Tipps für die Ferkelerzeugung mit folgenden Schwerpunktthemen durch:

  • Aktuelle Informationen der GFS
  • Quo vadis Ferkelerzeugung?
  • Mycoplasmenimpfung?
  • Tierschutznutztierhaltungsverordnung

Termine:

17. Januar 2012, Saerbeck/Hövels Festhalle
18. Januar 2012, Uedem-Keppeln/Bürgerbegegnungsstätte Zur Dorfschule
19. Januar 2012, Espelkamp/Hotel-Restaurant Im Loh
20. Januar 2012, Rheda-Wiedenbrück/A2 Forum

 

04.01.2012

Reaktion deutscher Bauern auf Tierschutzdebatten, Reform der Agrarpolitik und langfristige Wirtschaftstrends

Welchen Einfluss hat die gesellschaftliche Diskussion über Themen der Landwirtschaft auf die Investitionsentscheidungen landwirtschaftlicher Betriebe?. Eine repräsentative Befragung deutscher Landwirte gibt nun Antworten darauf, wie Landwirte auf Debatten um Tierhaltung, aber auch Faktoren wie die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik oder die weltweit steigende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Rohstoffen in ihrer Betriebsentwicklung reagieren. Die Befragung wurde mit Unterstützung durch die AGRAVIS Raiffeisen AG und die BayWa AG von der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) durchgeführt. Sie wird im Rahmen des 3. Standortgesprächs auf dem ErlebnisBauernhof auf der Internationalen Grünen Woche am Freitag, dem 20.Januar 2012 vorgestellt werden. Ein Pressetermin findet am gleichen Tag von 15.20 – 16.00 Uhr im Konferenzraum Forum ErlebnisBauernhof in der Halle 3.2 der Messe Berlin statt.

 

04.01.2012

TopFit-Aufbau-Kurs in der Ferkelerzeugung

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet in Lingen im Februar 2012 erneut einen Aufbaukurs für Frauen, die in der Ferkelerzeugung tätig sind, an. In dem Seminar werden Themen wie Fütterung der Ferkel, Fruchtbarkeit und Besamung, Einkauf- und Verkaufsstrategien und Herdengesundheitsmanagement – also wichtige und zentrale Arbeitsbereiche der Bäuerinnen in der Ferkelerzeugung - angespochen. Die Info-Veranstaltung findet am 10. Januar 2012 um 9.30 Uhr im Grünen Zentrum in Lingen, Am Hundesand 12, 49809 Lingen statt. Die Anmeldung erfolgt bei der LWK Niedersachsen Außenstelle Lingen unter Tel: 0591 9665 669 100. Der Kurs, der nach den Profil-Richtlinien gefödert wird, startet im Februar 2012 und läuft jeweils Dienstags von 9:30 bis 15:30 Uhr.

 

Kontakt:
Joachim Schulz, LWK Niedersachsen
Tel. 0591/966 5 669 - 114,
Fax: 0591/966 5 669 - 125,
E-Mail: j.schulz@lwk-niedersachsen.de

 

 

04.01.2012

DLG-Wintertagung vom 10. bis 12. Januar 2012 in Münster

DLG-Logo In der kommenden Woche steht die westfälische Metropole Münster im Blickpunkt der Landwirte aus ganz Deutschland: Vom 10. bis 12. Januar 2012 führt die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ihre traditionelle Wintertagung im Congress Centrum an der Halle Münsterland durch. Mit ihren zahlreichen öffentlichen Tagungen und Diskussionsrunden bringt sie eine Standortbestimmung für das neue Jahr und setzt als Zukunftsforum entscheidende Akzente für die Land- und Ernährungswirtschaft. Das Interesse an dieser ersten großen Veranstaltung der Agrarwirtschaft im Jahr 2012 ist außerordentlich hoch, die DLG rechnet mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos.
 

04.01.2012

20 Prozent-Ziel für den Ökolandbau utopisch

Ländlicher Raum age - Eine Abkehr vom 20 %-Flächenziel für den ökologischen Landbau hat der Vorsitzende der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG), Dr. Martin  Wille , empfohlen. In seinem Editorial für die jüngste Ausgabe der ASG-Zeitschrift Ländlicher Raum begründet der frühere Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium seinen Vorschlag mit der Aussichtslosigkeit, diese Marke in absehbarer Zeit zu erreichen. Wille hatte Ende 2000 anlässlich der Einweihung des Instituts für ökologischen Landbau in Trenthorst als erstes Mitglied der Bundesregierung das Ziel 20 %-Ökolandbau in zehn Jahren ausgegeben. In seinem ASG-Artikel erinnert er jetzt daran, dass sich seither Rahmenbedingungen grundlegend verändert hätten. So sei man damals davon ausgegangen, dass nur mit Bio gentechnikfreie Produktion und Verarbeitung garantiert werde. Damit einhergegangen sei die Erwartung, das Biosiegel werde dem Wachstum des Ökolandbaus die nötigen Impulse verleihen. Inzwischen habe das Biosiegel jedoch sein Alleinstellungsmerkmal verloren. Das Siegel ohne Gentechnik habe sich etabliert, weitere Siegel könnten demnächst hinzukommen, etwa für Tierschutz oder für regionale Herkunft. Mir scheint, dass man dem Ökolandbau einen Gefallen tun würde, wenn man unter diesen veränderten Bedingungen vom 20 %-Ziel Abschied nehmen würde, so der ASG-Vorsitzende in seinem Leitartikel.
 

01.01.2012

Metastudie zur Folgen der Gentechnik

animal-healt-online ©aho - Beim Einsatz gentechnologisch modifizierter Pflanzen in Nahrungs- und Futtermittel ist nicht mit negativen Langzeitfolgen zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen britische und französische Wissenschaftler in einer jetzt publizierten Metastudie. Die Autoren um Frau Professor Agnes Ricroch von der Universität AgroParisTech hatten 24 Langzeit- und Mehrgenerationenstudien ausgewertet, in denen Bt-Mais, herbizidtolerante Soja und gentechnisch veränderte Kartoffeln, Triticale und Reis an Tiere verfüttert wurden. An den Versuchstieren wurden Parametern wie Wachstum, Futteraufnahme und Organgewicht gemessen. Milch und Blut wurden laboranalytisch und Organe histiologisch untersucht. Bei all diesen Studien wurden keine Hinweise auf negative Folgen durch den Verzehr von gentechnologisch modifizierten Pflanzen gefunden, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology.
 

31.12.2011

Tierhaltung wichtiges Standbein der deutschen Landwirtschaft

DBV - Die Bauern in Deutschland halten heute weniger Rinder als im Jahr 2000, aber auch weniger als 1950 oder gar 1900. 12,8 Millionen Rinder stehen in den Ställen der deutschen Landwirtschaft, noch im Jahr 2000 waren es 14,5 Millionen, 1950 14,8 Millionen und im Reichsgebiet 1900 gar 18,9 Millionen Rinder. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) weiter mitteilte, werden heute gegenüber 2000 etwas mehr Schweine (+ 4 Prozent, 26,5 Mio. gegenüber 25,6 Mio.) und Geflügel (+ 5 Prozent) gehalten. Die Schafbestände dagegen haben deutlich abgenommen (- 14 Prozent). Die Anzahl der tierhaltenden Betriebe ist jedoch zurückgegangen. Allein von 2007 bis 2010 hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 22.300 Höfe oder gut 9 Prozent die Tierhaltung aufgegeben. Der deutliche Strukturwandel in der Tierhaltung ging mit erheblichen Investitionen und einer Aufstockung der Tierbestände in den verbleibenden Betrieben einher.
 

30.12.2011

Das Schwein als Arzneimittel

Arzneimittel sind nicht nur chemischen oder pflanzlichen Ursprungs. Für manche Arznei kommen auch Tiere als Lieferant infrage.
So liefern Rinder - oder Schweinelungen ein komplexes Gemisch, das als Surfactant bezeichnet wird und bei Frühgeborenen mit unreifen Lungen lebensrettend wirkt. Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen sind das Ausgangsprodukt für Pankreaspulver. Es wirkt stärke-, fett- und eiweißspaltend und wird erfolgreich bei Verdauungstörungen eingesetzt. Andere Verdauungshelfer sind die Enzyme Persin, Chymotrypsin und Trypsin. Gelatine, bekannt als Grundmasse von Gummibärchen und Käse-Sahnetorten wird in der Pharmazie für die Herstellung von Kapselhüllen oder Zinkleim-Verbänden benötigt, die bei Störungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden. Heparin, Bestandteil von Sportsalben oder Spritzen zur Thrombosevorbeugung kommt bei Säugetieren haupsächlich in Lungen, Leber und Darmschleimhaut vor. Schweine aus China dienes als Hauptlieferant für den Weltmarkt.
Pferde produzieren Gegengifte z.B. gegen Schlangengift oder das Botulismus-Antitoxin. Aus dem Harn trächtiger Stuten werden weibliche Hormone gewonnen, die bei Wechseljahresbeschwerden Verwendung finden. Das größte Tier, das homöopathisch genutzt wird, ist der Pottwal. Er sondert die wachsartige Substanz
Ambra ab, die z.B. bei Schlaflosigkeit eingesetzt wird.

Auszug aus Huhn und Schwein in der Arznei von Apothekerin Elke Kokemoor in Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, 43/2011, S. 92
 

30.12.2011

Humuswirkung von Gärresten vorteilhaft

Gärreste aus der Biogasanlage tragen zur Rücklieferung von Humus bei und wirken positiv auf die Bodenbiologie. Nach Aussagen von Prof. Dr. Jens Ellmer anlässlich des 3. Symposiums Energiepflanzen in Berlin konnte in Düngungsversuchen ein Anstieg der Regenwurmpopulation um bis zu 40 % beobachtet werden.
Auch bei einer ökonomischen Beurteilung schnitten Gärreste gut ab. Bei einem N-Einsatz von 80 kg je Hektar fallen bei einer Gärrestdüngung nur 22 Prozent der Kosten einer Mineraldüngung an.

Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, Ausgabe 45/2011
 

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