Top-Agrar - Die globale Milcherzeugung hat viel geringere Klimawirkungen als ihr bislang nachgesagt wurde.
Die Welternährungsorganisation FAO hat jetzt offiziell ihre falsch berechneten Zahlen korrigiert. Auf rund 4 % beziffert die FAO den Anteil, der Milchkühen weltweit an der Entstehung von Klimagasen zugerechnet werden muss. Wird nur das Produkt Milch betrachtet, sinkt der Anteil sogar unter 3 %. Lange Jahre war ein Wert von 18 % für die gesamte Tierhaltung zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals 2006 in ihrer Studie Livestock's Long Shadow
publiziert hatte. Dieser hohe Wert nutzte all jenen, denen die wachsende landwirtschaftliche Tierhaltung ein Dorn im Auge ist. Denn allein der Milcherzeugung ist nachgesagt worden, dass sie mehr Treibhausgase erzeugt als alle internationalen Transporte zusammen.
Und noch eine Klarstellung ist in dem neuen Bericht interessant: es gibt enorme Unterschiede zwischen Industrie- und sog. Entwicklungsländern. Die schädliche Umweltwirkung aus moderner, industrialisierter Tierhaltung ist nur halb so groß wie die extensiver
Viehhaltung.
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