
"Mehrwöchige Produktionsrhythmen werden hauptsächlich betrieben, um marktgängige Ferkelgruppen zu produzieren. Der arbeitswirtschaftliche Aspekt der Planbarkeit und der Konzentration von Arbeitsabläufen bekommt in größer werdenden Betrieben eine zunehmende Bedeutung. Das mit den Mehrwochenrhythmen verbundene Alles-Rein-Alles-Raus-System ermöglicht zusätzlich ein besseres Hygienemanagement und führt zu einer Unterbrechung der Infektketten innerhalb des Bestands. Werden von außen hinzukommende Jungsauen nicht richtig eingegliedert, kann das labile Gleichgewicht der Bestandsgesundheit empfindlich aus der Balance gebracht werden. Die Jungsauen- und Abferkelgruppen müssen daher als epidemiologische Einheiten betrachtet und gezielt bei der Eingliederung aufeinander abgestimmt werden. Wie das geht beschreibt Dr. Martin Petzold in seinem Beitrag Jungsauen-Management. Seine Strategien haben auch große Bedeutung für das in diesen Monaten viel diskutierte Thema „Ammenmanagement“. Ein konsequentes Alles-Rein-Alles-Raus-System und konzentrierte Abferkelperioden sind grundlegende Voraussetzung für die erfolgreiche Aufzucht großer Würfe – mit und ohne Ammen. Wir erkennen erneut, dass die Organisation der Ferkelproduktion sehr komplex ist und kein Bereich isoliert betrachtet werden darf. Erfolgreich wird derjenige sein, der das Gesamtsystem am besten beherrscht, " meint Dr. Stefan Viebahn, SVIFT.
Was der frischpromovierte Agraringenieur sonst noch so meint,
finden Sie auf seiner Internetseite.