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Ernährung
16.08.2010 RSS Feed

B&C Tönnies-Forschung will im Herbst erste Forschungsaufträge vergeben

Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung ist nur im Einklang mit dem Tierschutz zu erreichen, der in einem ständigen Prozess optimiert werden muss. Dazu wird die B&C Tönnies-Stiftung einen wirksamen Beitrag leisten, indem entsprechende neue Forschungsmöglichkeiten eröffnet werden. Das Kuratorium der in diesem Jahr auf Initiative von Clemens Tönnies gegründeten Forschungsförderung wird im Herbst nach weiteren Sondierungen erste Forschungsaufträge vergeben.


Während einer Sitzung des Kuratoriums unter Leitung von Ministerialdirigent a. D. Prof. Werner Zwingmann befassten sich jetzt die namhaften Experten aus Wissenschaft, aus Politik, Tierproduktion und Fleischwirtschaft (siehe Liste unten) u.a. mit der Frage danach, wo vordringlich Forschungsbedarf besteht. Insgesamt wurden dabei fünf tierschutzfachlich relevante Felder ausgemacht. Vor diesem Hintergrund spielt als Forschungsfeld die Genetik der vorherrschenden Schweinerassen eine wichtige Rolle. So stellt sich z.B. die Frage, ob sich durch das Einkreuzen alter Rassen die Robustheit der Schweine bei weitgehender Erhaltung der Leistung verbessern lässt. Weiter bedarf es der Verbesserung der Haltungsbedingungen einerseits und einem Entgegenwirken der Saugferkelverluste andererseits. Auch hier sieht das Kuratorium Forschungsbedarf, wobei es sowohl um die Haltung von Muttersauen, als auch um die Haltung abgesetzter Ferkel sowie von Mastschweinen geht (Fragen wie z.B. „Mischen“ von Tiergruppen, Vermeidung von Rangordnungskämpfen, Vermeidung von Kannibalismus stehen dabei im Vordergrund). Ein weiterer angestrebter Forschungsschwerpunkt wird das Thema Betäubung von Schlachttieren werden, wobei es tierschutzgerecht besonders um Vorgang und Wirksamkeit vor der Schlachtung gehen wird.

 

Unabhängig davon, so das Kuratorium, sind die in der Öffentlichkeit immer wieder thematisierten Tierschutzprobleme beim Transport abzustellen. Insoweit kommt einer soliden wissenschaftlichen Bewertung der Transportbedingungen eine erhebliche Bedeutung zu, denn nur mit wissenschaftsbasierten Daten kann man erfolgreich im Sinne des Tierschutzes Einfluss auf die anstehende Änderung der EU-Tiertransportverordnung nehmen.

Das Kuratorium hat namhafte Wissenschaftler aufgefordert, zu den oben dargestellten Themenfeldern bis Mitte September 2010 Projektskizzen einzureichen, über deren Förderung dann in der Kuratoriumssitzung im Oktober 2010 entschieden werden soll.

Zudem wird die B&C Tönnies-Stiftung einen mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis für zukunftsorientierte tierschutzrelevante Forschung in der Nutztierhaltung ausloben.

 

Die konkreten Projekte werden anlässlich eines parlamentarischen Abends am 26. Oktober 2010 in Berlin vorgestellt.

 

Hintergrund:

 

Die „B. & C. Tönnies Forschung“ wird Forschungsvorhaben über den Tierschutz und dabei besonders in der Nutztierhaltung anregen und fördern. Zu diesem Zweck wurde Anfang des Jahres in Rheda-Wiedenbrück auf Initiative von Clemens Tönnies eine Gemeinnützige Gesellschaft gegründet, die zum Ziel hat, wissenschaftliche Grundlagen zu fördern, um zu weiteren Verbesserungen im Zusammen-hang zwischen Tiernutzung und Tierschutz zu kommen. Dazu gehören auch die Bereiche Ernährung, Haltung und Transport von Tieren. Die Grundlagenforschung in diesem Themenfeld soll dadurch breiter angelegt und weiterführende wissenschaftliche Expertisen ermöglicht werden.

 

Dem Kuratorium gehören an:

 

Vorsitzender:  Ministerialdirigent a.D. Prof. Dr. Werner Zwingmann;

Stellvertretender Vorsitzender:  Priv. Doz. Dr. Dr. Kai Frölich, Direktor des Tierparks Arche Warder e.V. in Schleswig-Holstein

 

Dr. Heinrich Bottermann, Präsident des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV-NRW)

Dr. Hans-Joachim Bätza, Tierarzt

Prof. Dr. Jörg Hartung,Direktor des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover

MdB Franz-Josef Holzenkamp

Prof. Dr. Ulrich Krell, Rechtsanwalt

Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft, TönniesFleisch

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich Löffler Instituts – Insel Riems, Sabine Ohm, Europareferentin PROVIEM VStM e.V.

Heinz Osterloh, Präsident des Bundesverbandes für Vieh und Fleisch (BVVF).

 

Vorsitzender des Stiftungsrates: Clemens Tönnies

 

 

Pressekontakt:

Büro Jost Springensguth

Journalismus & Kommunikation

Bolandsgasse 5

48143 Münster

Tel:  +49 251 3977714

Fax: +49 251 3972868

Mob: +49 172 5315361

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