13.02.2012

Arzneimittelrückstände aus der Humanmedizin belasten Umwelt
Vetion - Das Umweltbundesamt (UBA) weist daraufhin, dass sich immer häufiger Arzneimittelrückstände in deutschen Gewässern und Böden nachweisen lassen. Die Rückstände gelangen hauptsächlich durch die menschlichen Ausscheidungen in die Umwelt. Viele Stoffe werden unverändert wieder ausgeschieden und die Klärwerke sind bisher nicht in der Lage, die Rückstände vollständig abzubauen oder rauszufiltern. Zusätzlich gelangen jährlich mehrere hundert Tonnen Arzneimittel in die Abwässer, da Medikamente oftmals unsachgemäß über die Toilette entsorgt werden. Von den 156 in Deutschland in verschiedenen Umweltmedien nachgewiesenen Arzneimittelwirkstoffen wurden 24 als besonders problematisch eingestuft. Dazu gehört auch das weit verbreitete Schmerzmittel Diclofenac, das bei Fischen Nierenschäden hervorrufen kann und mittlerweile in vielen Gewässern anzutreffen ist. Auch angesichts der Alterung der Gesellschaft und des dadurch vermutlich steigenden Arzneimittelverbrauchs geht das UBA davon aus, dass die Konzentration von Arzneimittelrückständen in der Umwelt noch zunehmen wird. Daher fordert das UBA ein Umweltmonitoring für Arzneimittel, das bereits im Zulassungsverfahren für Medikamente berücksichtigt werden sollte.
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