Anbauflächen mit gentechnisch unveränderten Eiweißfuttermitteln schrumpfen
Die Mischfutterproduktion in Deutschland registrierte 2008 mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent auf 21,8 Millionen Tonnen ein Rekordergebnis. Dabei stammt der Großteil der Rohstoffe aus heimischer Produktion. Allerdings müssen rd. 2 Mio. Tonnen Eiweißfuttermittel aus Drittländern importiert werden. Herkunftsland ist überwiegend Brasilien, weil nur noch dieses Land in nennenswerten Größenordnung nicht gentechnisch veränderte Eiweißpflanzen anbaut. Während die USA fast ausschließlich auf GVO-haltige Pflanzen setzen, steigt dieser Anbau auch in Argentinien kontinuierlich.
Die Sonderstellung lässt sich Brasilien natürlich vom Abnehmer bezahlen. Das Sojaschrot aus Brasilien ist deutlich teurer, als das aus Argentinien oder den USA. Zwar sichert Brasilien mittlerweile den Exporteure zu, dass für den Anbau keine gefährdeten Flächen (z.B. Regenwald) genutzt werden und wollen dies zukünftig auch durch entsprechende Label nachprüfbar dokumentieren.
Eine preisliche Entlastung bietet sich letztlich nur an, wenn der Anbau GVO-haltiger Pflanzen in den USA und Argentinien eingeschränkt würde - zu Gunsten nicht gentechnisch veränderter Pflanzen. Das jedoch ist reines Wunschdenken, selbst wenn mittlerweile in den Anbauländern selber Kritik laut wird. So hat beispielsweise die Amerikanische Akademie für Umweltmedezin aktuell ein Positionspapier zu gentechnisch modifizierten Lebensmitteln veröffentlicht, um auf mögliche Gesundheitsgefahren hinzuweisen.
The American Academy Of Environmental Medicine Calls For Immediate Moratorium On Genetically Modified Foods
Deutscher Verband Tiernahrung
Immer weniger Non-GVO-Soja
Globale GVO-Anbauflächen steigen 2008 auf 125 Millionen Hektar
Gentechnisch veränderte Nahrungs- und Futtermittel stellen keine gesundheitliche Gefahr dar
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