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Ernährung
18.08.2010 RSS Feed

Anbau von Leguminosen seit Jahren rückläufig

In Deutschland werden rd. 22 Mio. Tonnen Mischfutter hergestellt. Größtenteils mit regionalen Rohstoffen. Bis auf die eiweißhaltigen Rohstoffe, die z.B. in Form von Sojaschrot importiert werden müssen. Nach Angaben des DVT werden rd. 2 Mio. Tonnen für die Mischfutterproduktion importiert. Zaghafte Versuche in Bayern und Niedersachsen zeigen aber, dass auch in Deutschland ein Sojaanbau denkbar ist.
Auf der Tagung des Bundesverbandes der Regionalbewegung e. V. im August 2010 in Dasing wurde das Thema in zwei Fachforen behandelt. Demnach könnte man rd. 250.000 Tonnen Soja alleine in Bayern anbauen. Allerdings nur, wenn die Marktpreise von konkurrierenden Ackerfrüchten im Verhältnis niedrig blieben und der Preisabstand zum GVO-freien Soja aus Brasilien relativ gering sei. Und tatsächlich entwickelt sich der Anbau von Leguminosen seit Jahren rückläufig. Sie sind zu schwach im Wettbewerb mit anderen Ackerkulturen, aus Fruchtfolgegründen begrenzt und ernährungsphysiologisch limitiert. An der Tatsache, dass Deutschland kurz- und mittelfristig weiterhin auf Einfuhren aus Drittländern angewiesen ist, wird sich daher so schnell nichts ändern. (Quelle: u.a. AID)

Siehe auch: Urwaldschutz durch Sojamoratorium

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