29.02.2016RSS Feed

Wie gefährlich sind Fleischersatzprodukte?

Bevor die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen auf den Markt kamen, mussten umfangreiche Sicherheitstests durchgeführt und die Ergebnisse den Genehmigungsbehörden vorgelegt werden. Ein Gesundheitsrisiko konnte nie abgeleitet werden und so sind auch Zutaten aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen wie Enzyme, Vitamien oder Aminosäuren Alltag in der Lebensmittelindustrie. Trotzdem bleibt pflanzliche Gentechnik in Deutschland verpönt.

Nach der Lektüre des aktuellen Artikels der Journalistin Heike Göbel in der FAZ zu Fleischersatzprodukten, könnte sich die Frage aufdrängen, warum derartige Produkte ohne Sicherheitsüberprüfung verkostet werden dürfen, wenn z.B. nicht bekannt ist, was bei der Herstellung auf molekularer Ebene passiert.

Wenn wir ehrlich sind, dürfte das bisher keinen Lebensmittelhersteller oder Verbraucher interessiert haben. Jährlich entstehen tausende neue Rezepturen bei der Verarbeitung von Rohstoffen, immer auf der Jagd nach dem neuen Geschmackserlebnis. Was bei Fleischersatzprodukten tatsächlich in der Kritik steht, ist der Zusatz von Geschmacksverstärkern und Fabstoffen. Vielleicht schließt sich hier der Kreislauf zur Gentechnik - in der Zutatenlisten eines veganen Produktes sucht man auf jeden Fall vergeblich nach diesen Informationen. Wirklich begeistert scheinen Verbraucherschützer und Ernährungsmediziner über die neuen Produkte nicht zu sein, zumindest wenn es um die kindliche Ernährung geht.

Ein Exkurs in die Geschichte der Ernährung aber zeigt, was wirklich wichtig beim Essen ist: Es muss schmecken und ausreichend verfügbar sein.

FAZ, Heike Göbel: Der neue Boom der vegetarischen Schnitzel

"Analogwurstmachen ist Anbiederung"*

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