14.01.2016RSS Feed

Wenn "Nachhaltigkeit" zum politischen Kommunikationsmittel verkommt

Der Begriff Nachhaltigkeit ist allgegenwärtig. Er wird so inflationär gebraucht, dass der Eindruck entsteht, dass die meisten Nutzer die Herkunft vergessen haben. Er stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft, als erkannt wurde, dass einer langfristigen Nutzung von Holz – als Baumaterial und Brennstoff – Grenzen gesetzt sind durch seine Regenerierbarkeit. Heute sind sogar Freundschaften oder Namen nachhaltig.
Jetzt erhob Karl Falkenberg, seit 1. September 2015 Sonderberater für nachhaltige Entwicklung beim European Political Strategy Center der EU-Kommission, die Forderung, Nachhaltigkeit als Oberbegriff für politische Entscheidungen zu verankern. Was heißt das im Klartext?
Wer sich zur Ökoeffizienz bekennt - und das tun in Deutschland fast alle Parteien - müsste jede politische Entscheidung einer sozio-ökonomischen Folgenabschätzung unterziehen. Im Bereich der Landwirtschaft würde eine heimische Eiweißstrategie oder selbst die vielfach geforderte Agrarwende damit schnell der Vergangenheit angehören. Auch ein Verzicht auf Pflanzenschutzmittel könnte nicht die erhoffte Wirkung erzielen, wie vielfach angenommen.

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