29.01.2016RSS Feed

Mit Kompetenz oder Ideologie Ernährung sichern?

Wenn die Produktivität der Landwirtschaft nicht zunimmt, sieht es düster aus in Afrika. Derzeit erntet ein afrikanischer Bauer durchschnittlich eine Tonne Getreide pro Hektar und damit weniger als ein Viertel seines chinesischen Kollegen, stellt Markus M. Haefliger für die Neue Züricher Zeitung fest. Voraussetzung für die Ernährungssicherung seien lt. einem Uno-Bericht über den Entwicklungsstand der Landwirtschaft in Afrika effiziente Saatgutmärkte. Mit verbesserten Sorten ließen sich Ernten leicht verdoppeln.
Der Journalist beschreibt die Bedeutung funktionierender Märkte für die Bereitsstellung von hochwertigem Saatgut. Aufgezeigt wird, wie neben kommerziellen Saatgutfirmen, auch Feldfrüchte verbessert werden können, die von Grossfirmen vernächlässigt würden. Dies könnte von bäuerlichen Organisationen übernommen werden, die durch lokale Regierungen hierfür gezielt gefördert werden.

Hier engagiert sich auch der Deutsche Bauernverband im Rahmen der Initiative Welt ohne Hunger, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. Jetzt wird erstmals Kritik laut, die von Seiten afrikanischer Bauern wahrscheinlich kaum nachvollziehbar sein dürfte. Letztlich geht es um eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität. Was für Kleinbauern gut sei, nütze der Ernährungssicherheit eines Landes a priori nichts, wird der afrikanische Agrarökonom Mathews Wanjala von Haefliger zitiert. Der Agraökomom mit eigenem Bauernhof kann sich zumindest kommerzielles und nicht-kommerzielles Saatgut gut nebeneinander vorstellen.

Brot für die Welt und Brösel für Afrika

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