Gesundheitspass für Ferkel

ZDS auf der EuroTier 2008
Ein wichtiges Verkaufsargument auf dem Ferkelmarkt ist und bleibt der Tiergesundheitsstatus, der in Deutschland über verschiedene Initiativen abgesichert wird. Rel. neu ist der sog. Westfalenpass für Ferkel, den das Unternehmen Westfleisch zusammen mit den Tierarztpraxen Lindaus aus Schöppingen und Wilkes aus Reken, dem Untersuchungsinstitut Bioscreen aus Münster und dem Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen entwickelt hat.
Wie bei allen anderen Initiativen geht es darum, den Gesundheitsstatus der Sauenbetriebe regelmäßig zu erfassen, um Ferkel gezielt vermarkten zu können. Bei den Untersuchungen stehen PRRS, Circoviren (PCV2), Mykoplasmen, APP und Dysenterie im Vordergrund. Pro Halbjahr muss der Ferkelerzeuger allerdings mit rd. 200 Euro Tierarzt- und Untersuchungskosten rechnen. Chancen rechnen sich die Initiatoren vor allem gegenüber den großen Ferkelimportgruppen aus; Ferkel aus Betrieben mit identischem Gesundheitsstatus lassen sich nämlich problemlos zu größeren Lieferpartien zusammenfassen. Der Westfalenpass könnte somit entscheidend zur Absatzsicherung heimischer Ferkel beitragen.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Viehzählungsergebnisse, die für Nordrhein-Westfalen gegenüber 2007 rd. 700 Ferkelerzeugerbetriebsaufgaben bescheinigen, eine überfällige Initiative.

Andere Initiativen zum Gesundheitsmanagement in Deutschland:

TiGA: Tiergesundheitsstatus für Ferkel und Aufzuchtferkel etabliert

Schleswig-Holstein: Tiergesundheitsdatenbank für überbetriebliches Gesundheitsmanagement

Bayern: Hygieneprogramm bietet Sicherheit

Niedersachsen: Gesundheitszeugnis für Ferkel

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