09.03.2016RSS Feed

(Nicht-)Entscheidung beim Glyphosat

Eigentlich wollten die die EU-Staaten am 08.03. über eine Neuzulassung des Wirkstoffs Glyphosat entscheiden. Diese Abstimmung wurde jetzt vertagt und hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst, die u.a. im Internetportal "Agrarheute" dargestellt werden.
Der Bauernverband Schleswig-Holstein formuliert gar eine These, die befremdlich anmutet. Auf der Facebookseite der Bauernorganisation wundert man sich über die Zurückhaltung des Unternehmens Monsanto. Da das Patent für das Herbizid ausgelaufen sei, könne mit dem Mittel kein Geld mehr verdient werden.
Gleichzeitig wurden völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit andere Mittel zugelassen, die ein problematischeres Risikopotential aufweisen sollen.
Erfreulich sachlich die Informationen einiger großer Medien: FAZ und Die Welt. Auch der Landwirt Michael Reber beschreibt in seinem Blog den Einsatz von Glyphosat recht pragmatisch und trägt damit zur Aufklärung bei.
Professor Christoph Schäfers, Ökotoxikologe vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Schmallenberg indes vertritt die Ansicht, dass es für konventionelle Landwirte derzeit keine chemische Alternative gebe. Dr. Horst-Henning Steinmann, Wissenschaftler am Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung an der Universität Göttingen wirft den Umweltverbänden Aktionismus vor und das BfR kritisiert die Panikmache. Die Wissenschaftsjournalistin Beatrice Lugger appelliert für mehr Qualität in der Kommunikation über Wissenschaft.

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