06.11.2013RSS Feed

Neue Ernährungsstudie und falsche Schlussfolgerungen?

Die Wissenschaft präsentiert immer den letzten Stand des Irrtums! Zu diesem Ergebnis könnte man kommen, wenn man sich die Ergebnisse einer Pressemeldung des Deutsches Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke anschaut. Sie ist überschrieben mit Wer wenig Softdrinks, Fleischprodukte und Weißbrot konsumiert, hat ein geringeres Diabetes-Risiko und beruht auf den Ergebnissen einer Langzeit-Beobachtungsstudie mit rd. 21.000 Menschen aus 7 europäischen Ländern. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer mit Hilfe von Fragebögen, wie oft sie bestimmte Lebensmittel in den vergangenen 12 Monaten verzehrt hatten.

Der Molekularbiologie Kevin Folta erklärt die Schwächen derartiger Untersuchungen an Korrelationen zwischen dem Anstieg der Krankheiten Autismus und Diabetes sowie dem Anstieg der Biolebensmittelnachfrage. Jedem ist sofort klar, dass es keine ursächliche Zusammenhänge geben kann.(Novo-Argumente: Junk-Science: Bio-Lebensmittel verursachen Autismus und Diabetes!

Seine Schlussfolgerung: es ist relativ einfach, eine Behauptung plausibel erscheinen zu lassen, für die es keinerlei handfesten wissenschaftlichen Beleg gibt, (auch wenn rechnerisch Zusammenhänge hergestellt werden).
Warum man bei Ernährungsstudien skeptisch bleiben sollte, erklärt EUFIC in einem schönen Übersichtsartikel.

Bislang wurden die Schlussfolgerungen so ziemlich jeder Beobachtungsstudie von unabhängigen Experten negiert.
Dazu zählen auch die Untersuchungen zu
Allein der gesunde Menscherverstand weiß: natürlich beeinflussen Ernährungsgewohnheiten und körperliche Aktivität das körperliche Wohlbefinden und womöglich auch die Gesundheit. Dass einzelne Produktgruppen dafür ursächlich verantwortlich sein könnten, lässt sich derzeit wissenschaftlich nicht belegen.


Mal ganz ehrlich: können Sie sich daran erinnern, was Sie vorgestern verzehrt haben?


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