27.01.2016RSS Feed

Kampagnen hinterfragen und durchschauen

Strickmuster vermeintlicher Skandale scheinen recht einfach (nach Keckl):
  1. Problem erfinden / vereinfachen (Pflanzenschutz gefährdet Mensch und Natur / gesunde Nahrung gibt es nur mit Bio).
  2. Moralgeschichte erzählen (Bauern als Opfer der geldgierigen Agrarchemie müssen teure Pestizide einsetzen).
  3. Maßlos übertreiben (perverses System macht Umwelt und Menschen krank).
  4. Emotionalisieren mit dramatischen Bildern
  5. Medien einbetten (ihnen eine identifizierbare Gut gegen Böse-Show anbieten, sich auf die schon NGO-eingebetteten Journalisten als Skandalverstärker stützen) und
  6. Öffentliche Meinung verändern (Problem aus der Rationalität reißen, hinein in einfache Gut-Böse-Schemata).
Kritische Menschen durchschauen derartige Muster sofort. Manche benötigen Unterstützung, z.B. in Form kritischer Zeitgeister, die ihre Analysen Dank Internet jedem Interessierten anbieten. Dafür muss man aber erst verstehen, worum es fachlich geht. Z.B. beschäftigt sich der Blog Psiram aktuell mit einer Studie, die darauf zielt, den Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Landwirtschaft kritisch zu hinterfragen, was grundsätzlich nicht schlecht ist.  Da sich die Betreiber auf die Fahnen geschrieben haben, falsche Prediger, Ideologen, Scharlatane und Betrüger zu entlarven sowie für einen kritischen Verbraucherschutz stehen, ist der Beitrag Wie die Grünen einen Lebensmittelskandal brauen wollen (vom 26.01.16) auch für  Experten lesenswert.

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