23.12.2015RSS Feed

Initiative Tierwohl: Bauern-Proteste vor Edeka-Märkten

Weihnachtliche Stimmung sucht man bei den Projektpartnern der Initiative Tierwohl derzeit vergebens. Bei Bauern, Schlachtern und im Lebensmittelhandel hat sich viel Frust und Misstrauen breitgemacht. Noch immer gibt es für die 2 500 Schweinehalter und 500 Geflügelmäster, die bei der Initiative auf der Warteliste stehen, keine Lösung, kommentiert der Chefredakteur der Zeitschrift "top agrar" die verfahrene Situation. Fast 2.500 Betriebe stehen noch auf der Warteliste. Dabei wollten die Mächtigen der Branche zu Beginn sogar fast 500 Mio. Euro auf den Tisch legen. Mehr als doppelt so viel wie heute. Insbesondere EDEKA stehe in der Kritik. Aus Sicht der ISN argumentiert  Edeka fadenscheinig. So werde in einer Pressemitteilung des Unternehmens behauptet, man würde sich gar nicht gegen eine Erhöhung des Tierwohlbeitrags wehren. Voraussetzung sei jedoch Transparenz beim Tierwohl. Die Edeka schiebt hier den Schlachtunternehmen und Bauern den schwarzen Peter zu, weil diese angeblich eine neutrale Messung des Tierwohls ausbremsen. So sei vertraglich  ein Tierwohlindex für 2015 vereinbart gewesen, der nun auf 2016 verschoben werde.

Anmerkung der Redaktion: Hierbei geht es um die Nutzung der Schlachtbefunddaten als Tierwohlindex. Die Beteiligten bemühen sich seit einiger Zeit um eine weitgehend einheitliche Erfassung, um auf dieser Basis bundesweit eine überbetriebliche Indexierung vornehmen zu können, also Bewertungen und Vergleiche zwischen den Mastbetrieben. Die Schwierigkeiten, die hierbei zu überwinden sind, unter Einbindung der beteiligten amtlichen
Veterinäre, dürften allgemein bekannt sein, auch bei Edeka.

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