Aktuelles

26.01.2017

Kundendialog in der Ernährungsindustrie läuft zunehmend über Internet und Soziale Netzwerke

BVE - Mehr Informationen, mehr Transparenz und mehr Internet – die Ernährungsindustrie erwartet auch in Zukunft mehr direkte Kundenkontakte, wobei Onlinekanäle wie E-Mail, Websites und die Sozialen Medien eine immer größere Rolle spielen. Die Verbraucher sind die wichtigsten Kunden der Lebensmittelhersteller. Durch ihren Einkauf entscheiden vor allem sie über den Erfolg eines Produktes. Die Hersteller kennen ihre Produkte und Prozesse am besten und sollten daher Hauptansprechpartner bei Fragen sein. Der Dialog mit dem Verbraucher fällt dabei nicht nur in den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, sondern dient darüber hinaus der Qualitätssicherung, kommentiert Christoph Minhoff, BVE-Hauptgeschäftsführer, die Ergebnisse einer aktuellen Studie von BVE und AFC, die heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt wird.

Zentrales Ergebnis der Umfrage mit dem Titel Erwartungen an den Verbraucherservice der Ernährungsindustrie war, dass 90 Prozent der Unternehmen eine Zunahme der Verbraucheranfragen erwarten.
 

26.01.2017

Antibiotikaeinsatz in QS-Betrieben 2016 erneut gesunken

Eingesetzte Antibiotikamengen (in Tonnen) in Geflügel und Schweine haltenden QS-Betrieben von 2014 bis 2016 (Grafik c: QS) QS - Maßnahmen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes von Tierhaltern und Tierärzten zeigen deutliche Erfolge: Die Geflügel und Schweine haltenden Betriebe im QS-System haben 2016 den Einsatz von Antibiotika nochmals reduziert. Auch die Menge der in der Humanmedizin besonders wichtigen Antibiotikagruppen (sogenannte kritische Antibiotika/Reserveantibiotika) ist gesunken. Das belegen aktuelle Auswertungen von mehr als 2,5 Millionen Behandlungsbelegen, die in der QS-Antibiotikadatenbank vorliegen.
 

26.01.2017

Topigs Norsvin sucht Zuchtassistent/in

Topigs Norsvin sucht Zuchtleiter/in Das Zuchtunternehmen Topigs-SNW GmbH sucht eine/n Zuchtassistent/in für die Betreuung von Zuchtbetrieben in der Region Norddeutschland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Vorausgesetzt werden Freude am Umgang mit Tieren, fundierte Kenntnisse im Bereich Schweinehaltung oder eine entsprechende Ausbildung im Bereich Tierwirt/ Landwirt sowie technisches Interesse und ein PKW-Führerschein.
Weitere Informationen entnehmen Sie der Stellanzeige oder rufen Sie Frau Geistkämpfer an.
 

26.01.2017

Afrika: Ernteverluste von 70 % befürchtet

Nach einer Prognose der Vereinten Nationen könnte für rd. 32 Millionen Menschen in Zentralafrika bis März 2017 die Versorgung mit ausreichend Lebensmitteln nicht mehr sichergestellt sein. Dafür werden u.a. Ernteverluste bei Mais verantwortlich gemacht, die durch einen Schädling verursacht werden, der sich gerade endemisch in Afrika verbreitet. Es geht um die Larven des Eulenfalters (Spodoptera frugiperda ), die die Maispflanze von innen bis zum Totalverlust schädigen.
Mittel zur Bekämpfung gibt es derzeit kaum. Pheromonfallen, Viren und Schlupfwespen sind noch nicht ausreichend untersucht.
Nach Einschätzung von Experten ist jetzt eine schnelle internationale Reaktion auf die Invasion gefragt, weil das Problem das Potenzial besitze, zu einem internationalen Desaster zu werden.
 

26.01.2017

"Die Lebensmittelwirtschaft" hat ihre Ziele erreicht und beendet planmäßig Aktivitäten

Der Verein Die Lebensmittelwirtschaft, eine gemeinsame Initiative der Ernährungsbranche, stellt ihre Aktivitäten im fünften Jahr des Bestehens plangemäß ein. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24. Januar in Berlin würdigten der Vorstand und die Gründungsverbände die Erfolge des Vereins in den vergangenen Jahren. Die Lebensmittelwirtschaft e.V. wurde 2012 als Kommunikationsplattform gegründet, um den branchenübergreifenden Dialog zu Ernährungsthemen zu stärken. Dies ist gelungen und kann zukünftig von anderen Brancheninitiativen und den relevanten Verbänden fortgeführt werden.
 

25.01.2017

Frische Forum Fleisch: Was tun gegen Klischees

Die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung scheint in einer Sinnkrise zu stecken. Die Berichterstattung ist häufig negativ und geprägt von Halbwissen. Über kaum eine andere Branche, von Journalisten und Politkern einmal abgesehen, werden soviele Fake-News publiziert, wie in der Landwirtschaft. Das fängt an beim Wasserverbrauch je kg Fleisch bis hin zum Abschneiden von Rüsseln der Schweine. Keiner hat Ahnung und davon reichlich.
Zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin hat sich das Frische Forum Fleisch von afz und Fleischwirtschaft diesem Thema gewidmet und gefragt, wie man aus der Schmuddelecke herauskommt.

Auch Mitglieder des ZDS müssen immer wieder feststellen, dass diejenigen, die eine Agrarwende fordern, häufig gar nicht wissen, wie die derzeitige Landwirtschaft aussieht, geschweige denn die Folgen einer Agrarwende für Deutschland, seine Volkswirtschaft und die Verbraucher abschätzen können. Rudolf Festag, Geschäftsführender Vorstand einer Genossenschaft mit ca. 450 Landwirten, wurde vom Bauernverband eingeladen, um über seine Einschätzungen und Erfahrungen bei der Fleischvermarktung mit mehr Tierwohl zu berichten. Dabei musste er leider feststellen, dass selbst hochrangige Vertreter von Verbänden und agrarpolitische Sprecher nichts oder zu wenig über ganz elementare Grundlage der Fleischerzeugung und –vermarktung und die Preisentstehung von Tierwohlprodukten wissen.
 

25.01.2017

Negative "Warentests" häufig mit fatalen Folgen für die Betroffenen

Warentests werden als Orientierungshilfe für Verbraucher durchgeführt. Sie sind wichtig, wenn sie nach Standards durchgeführt werden, die keinen Zweifel an den Ergebnissen aufkommen lassen. Denn die Ergebnisse haben häufig weitreichende Folgen: für die Partei, die nicht so gut abschneidet.
So fühlen sich anscheinend derzeit Krankenhäuser, die nach einer Recherche von Correctiv und dem ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus Hygienempfehlungen nicht einhalten würden. Dabei haben die Rechercheverantwortlichen nie den Eindruck erwecken wollen, einen Warentest durchzuführen. Sie haben für ihre Recherche lediglich die jährlichen Krankenhausqualitätsberichte und Da­ten des Landesverbands Nordwest der Betriebskrankenkassen ausgewertet.
Und angeblich sind ihnen dabei Fehler unterlaufen, wie Stefan Winterbauer für das Internetportal meedia.de berichtet. Die Redaktion von Panorama jedenfalls hat vorbildlich reagiert, und die kritisierte Deutschlandkarte mit den bemängelten Krankenhäusern entfernt.
Unabhängig davon ist das Thema enorm wichtig und Transparenz zur Krankenhaushygiene auch. Unabhängige Experten empfehlen vor jedem Krankenhausbesuch eine Untersuchung auf resistente Keime. Diese Untersuchung kann man auch selber, auf eigene Kosten, veranlassen. Bei positivem Befund ist sofort das Krankenhauspersonal zu informieren. Bei negativem Befund und späteren Komplikationen hat man dann zumindest ein gutes Argument gegen die Krankenhäuser in der Hand.
Für Tierbesitzer sollte dieser Test eine Selbstverständlichkeit sein.
 

25.01.2017

Landvolk: Ringelschwanzprämie ist ein Witz

Nach Ansicht des Landvolkes in Niedersachsen ist die Prämie, die ein Landwirt für seine Aufwendungen erhält, damit sich die Schwiene nicht gegenseitig die Schwänze abbeißen, viel zu niedrig. Derzeit erhalten Landwirte für jeden intakten Schwanz im Rahmen eines niedersächsischen Projektes rd. 16,50 €. Der Mehraufwand für die zusätzliche Arbeit und die betrieblichen Investitionen werde nicht annähernd gedeckt. Hinzu kommen die Schäden durch Havarien, die oft über Nacht passieren und zu Totalausfällen führen.
Das Landvolk kann sich bei seiner Forderung auf Kalkulationen der Universität Soest berufen. Dort hatte man die entstehenden Kosten auf rd. 30 € je Mastschwein kalkuliert. Missionarischer Eifer ist bei dem Thema Tierschutz fehlt am Platz. Erfahrungen werden gerade Land auf, Land ab in verschiedenen Praxisprojekten gesammelt. Lob gilt den Landwirten, die sich an den Projekten beteiligen, aber auch den Ländern, die hierfür Geld zur Verfügung stellen. Bei dieser ambitionierten Aufgabe muss eines gelten: Tempo drosseln und gemeinsam praktikable und finanzierbare Lösungen auf EU-Ebene entwickeln. Regionale oder nationale werden den Strukturwandel forcieren und zu noch mehr Ferkelimporten führen.
 

24.01.2017

Verbot des Verkaufs von Nahrungsmitteln unter dem Einkaufspreis soll neu geregelt werden - und bringt dem Erzeuger nichts

Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) verbietet den Verkauf von Lebensmitteln unter dem Einkaufspreis. Doch irgendwie funktioniert das Gesetz, das bis 2017 verlängert wurde, nicht richtig. Die Erzeugerpreise sind eine Katastrophe. Die Folgen zeigt die aktuelle Agrarstrukturerhebung: immer mehr Betriebe geben auf. Jetzt soll das Verbot im Rahmen einer Kartellrechtsnovelle dauerhaft festgeschrieben werden. Claudia Ehrenstein, Journalisten der Die Welt will in dem Referentenentwurf eine Hintertür entdeckt haben, die vielen Erzeugern nicht schmecken dürfte: der Einstandspreis beziehe sich nämlich nicht auf den Erzeugerpreis, sondern auf den Preis, zu dem der Supermarkt, z.B. den Liter Milch, bei der Molkerei einkaufe. Damit aber werde die Idee, wertvolle Lebensmittel im Laden nicht zu verramschen, unterlaufen. Schließlich gewähre die Molkerei i.d.R. auf ihr komplettes Sortiment einen Rabatt, der dann im Verkauf nur auf ein Produkt (Frischfleisch) umgelegt werden könne, so dass 100 Gramm Filet vom Schwein schon mal preiswerter zu haben ist, als 100 g Katzenfutter. Die Bauern bringen solche Ramschangebot auf die Palme.
Die Journalistin glaubt, dass mit dem Gesetz nicht der Erzeuger, sondern der kleine Wettbewerber geschützt werde - auf Kosten der Erzeuger.
 

24.01.2017

Kündigung des Handelsabkommens TTP durch Trump verärgert US-Farmer

Die USA sind aus dem Transpazifischen-Abkommen ausgestiegen. Das sorgt bei den US-Farmern für Unmut, zumal Australien vorschlägt, dass China den Platz Amerikas einnehmen könnte. Der größte Bauernverband Amerikas reagierte prompt mit einer Pressemeldung, mit der die Bedeutung von Handelsabkommen für die amerikanische Wirtschaft hingewiesen wird. 25 Prozent der landwirtschaftlichen Erzeugnisse würde exportiert, heißt es in der Meldung. Allein die US-Agrargüterexporte nach Kanada und Mexiko seien von 8,9 Mrd. Dollar im Jahr 1993 auf aktuell über 38 Mrd. Dollar gestiegen. Abschottung, Protektionismus und Diffamierung (Mauserbau) gefährdeten diesen Aufschwung und damit auch die amerikanische Volkswirtschaft.

Anm. d. Red.: Offene Märkte wirken sogar gegen Klimawandel.
 

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