Aktuelles

10.08.2007

Milchproduktion in der Wüste: ein ökologischer Wahnsinn

Milch und Joghurt stehen ganz oben auf dem Einkaufszettel der Saudis, heißt es in dem Trailer zu einem Filmbeitrag, der gestern im Auslandsjournal (Kuhstall mit Klimaanlage) ausgestrahlt wurde. Nur frisch muß es sein. Dafür ist man bereits vor 25 Jahren in die Zucht einer hitzebeständigen Kuh eingestiegen, die bei 45 Grad im Schatten vor Ort Frischmilch produziert. Trotzdem trinkt die Kuh rd. 50 Liter Wasser mehr als europäische Kühe. Der Aufwand der Stallkühlung sei enorm. Je Liter Milch werden so rd. 3.000 Liter Wasser (für Fußbäder, Tränken, Klimaanlagen) benötigt. Das Wasser stamme aus fossilen Quellen. Die Kapazität sei völlig ungewiss. Eine wenig überzeugende Ökobilanz, aber hochprofitabel, kommentiert der Sprecher zum Ende des Filmbeitrages. So profitabel, dass vor kurzem Danone in die Produktion eingestiegen sei. Film anschauen.
 

02.08.2007

Tierschutz hat nichts mit der Betriebsgröße zu tun

Erinnert sich noch jemand an die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast? Die Dame besaß immerhin soviel Weitblick, dass Sie sich bereits 2005 gegen eine Groß-Klein-Diskussion in der Landwirtschaft wandte. "Nicht die Größe eines landwirtschaftlichen Betriebes sei entscheidend, sondern die Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, betonte die Ministerin vor Agrarjournalisten in Berlin. Dieser Weitblick ist einigen Verbrauchern nicht zu vermitteln. Jüngstes Beispiel ist der Protest gegen eine geplante Ferkelaufzuchtanlage mit 11.500 Tieren in Klein Ziethen. Für die Gegner steht fest: Eine solche Massentierhaltung ist Tierquälerei und muß verhindert werden.
Dem widersprach der zuständige Amtsveterinär Dr. Volker Mielke in einem Interview mit der berichtenden Tageszeitung. So betonte der Veterinär, dass der Tierschutz mit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung geregelt sei. Außerdem sei der hiesige Standard hoch und koste die Schweinehalter sehr viel Geld. Viele weitere Verordnungen, wie z.B. die Schweinehaltungshygieneverordnung, die Viehtransportverordnung oder das BImSchG würden für das Wohl von Tier und Mensch sorgen. Entsprechende Kontrollen garantierten die Einhaltung der Standards, vor allem bei Projekten in dieser Größenordnung. Daher sei die Anzahl der gehaltenen Tiere kein Argument gegen diese Anlage.
Quelle: ISN:
Amtsveterinär bescheinigt Unbedenklichkeit im Streit um ostdeutsche Ferkelaufzuchtanlage"
 

27.07.2007

Bauernverband rät weiterhin vom GVO-Anbau ab

Auch nach dem neuen Entwurf zum Gentechnik-Gesetz bleiben wir aufgrund der unveränderten Haftungsregelungen dabei, vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abzuraten. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV), nachdem Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer am 24. Juli 2007 auf einer Pressekonferenz in Berlin über die wichtigsten Inhalte des geplanten Gesetzes informiert hatte. Der DBV erneuerte seine Position, dass für ihn bei der Anwendung der Grünen Gentechnik die Koexistenz aller Anbauformen absolute Priorität besitzt. Mit der Vorlage eines Verordnungsentwurfes zur guten fachlichen Praxis beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt der Gesetzgeber endlich einer lange vorgetragenen Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach. Durch die Festlegung kulturspezifischer Anbauregeln müsse eine Beeinträchtigung benachbarter Landwirte ausgeschlossen werden, dabei sollten die Anbauabstände gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen auch aus der deutschen Sicherheitsforschung definiert und kontinuierlich überprüft werden. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ist es erforderlich, für alle Bewirtschaftungsformen zu einheitlichen Abständen zu gelangen.
Kritisch beurteilt der DBV, dass die angekündigte Präzisierung der verschuldensunabhängigen Haftungsregelung im Gentechnikgesetz unterbleiben soll. Damit wird weder den Landwirten noch der Versicherungswirtschaft eine ausreichende Grundlage für die Kalkulierbarkeit möglicher Haftungsrisiken gewährt. Wer die gute fachliche Praxis einhalte, dürfe nicht mit Haftungsrisiken belastet werden. Ebenso müssten Landwirte, die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauten, bei möglichen Schäden unbürokratisch und ohne Ausfallrisiko entschädigt werden. Nach Ansicht des DBV können diese Ziele für verbleibende Restrisiken jenseits der verschuldensabhängigen Haftung weiterhin nur umfassend durch einen Haftungsfonds erreicht werden, der von den Saat- und Pflanzgut liefernden Unternehmen wie auch von Landwirten, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, gespeist werden müsse. Alternative freiwillige Angebote der Saat- und Pflanzgutwirtschaft seien nur dann akzeptabel, wenn sie ebenfalls einen belastbaren Anspruch für den geschädigten Landwirt sicherstellen.
 

19.07.2007

Koexistenz gentechnisch veränderter und gentechnikfreier Maiskulturen

Zum dritten Mal in Folge ist jetzt auf Versuchsflächen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) Mais ausgesät worden, der gentechnisch mit einem Schutz gegen den schädlichen Maiszünsler ausgestattet ist. Der Anbau der Bt-Maissorten erfolgt innerhalb eines Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Mit den bis 2009 ausgelegten Versuchen soll erprobt werden, wie das Nebeneinander des Anbaus von gentechnisch verändertem und konventionellem Mais (Koexistenz) realisiert werden kann, ohne dass ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. >>>
 

17.07.2007

Hysterie um die ’’Methanbombe Milchkuh’’

©Aho - Mit Überschriften wie Klimakiller Kuh! - So zerstört ihr Pupsen die Umwelt oder Methanbombe Milchkuh wird heute dem geneigten Publikum suggeriert, dass jede Milchkuh eine potenzielle Methanbombe sei und dass man möglichst davon Abstand nehmen solle. Da die Kühe zu diesen Beschuldigungen selbst nicht Stellung nehmen können, informiert jetzt Prof. Dr. Gerhard Flachowsky, Direktor und Leiter des Instituts für Tierernährung bei der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig im aktuellen Novo Magazin über den Beitrag von Methan zum globalen Treibhauspotenzial, zu den Potenzialen und Grenzen der mikrobiellen Verdauung der Milchkühe bzw. der Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen, Büffel, Kamele, Wildwiederkäuer u. a.) sowie zum möglichen Reduzierungspotenzial bei dieser Tiergruppe. >>>
 

06.06.2007

Bio-Schweinehalter von Discountern ausgebremst

...während Supermarktbetreiber und Discounter offenbar massiv vom Bio-Boom profitieren, bekommen längst nicht alle Bio-Schweinehalter die Auszahlungspreise, die sie brauchen, damit sich die Mast bei den hohen Futter- und Ferkelkosten wirklich lohnt, schreibt Top agrar in seiner Ausgabe 6/07. Auf dem neuen Massen-Biomarkt hat aber - wie im konventionellen Bereich - schon ein Preiskampf eingesetzt, dessen Verlierer klar die Schweinehalter sind. >>>
 

05.06.2007

Klimabilanz der Landwirtschaft ist sehr positiv

DBV - Die Landwirtschaft bindet mehr Klima schädliches CO2 als sie freisetzt. Damit leisten Land- und Forstwirtschaft als einziger Wirtschaftsbereich durch ihre Produktion einen positiven Beitrag zum Klimaschutz, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten in Berlin. In Deutschland würden auf der Ackerfläche von knapp 12 Millionen Hektar insgesamt jährlich über 180 Millionen Tonnen CO2 von den Pflanzen gebunden. Damit werde jährlich vier- bis fünfmal mehr CO2 gebunden als durch den landwirtschaftlichen Energieverbrauch freigesetzt werde. Dies verdeutliche, dass die Klimabilanz der Landwirtschaft insgesamt sehr positiv ausfalle.
 

02.04.2007

Überprüfbare Qualitätssicherung wird zum Bestandteil der landwirtschaftlichen Produktion

Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) Das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) hat eine Analyse von Georg von Bitter zum Qualitätssicherungssystem QS veröffentlicht. Ausgehend von einer Übersicht zur Qualitätsdiskussion im Agrarsektor und einer Darstellung zur Entwicklung und zur Struktur des QS-Systems erfolgt eine Strukturanalyse des Systems in der Schweine- und Rinderproduktion. Anschließend wird eine Teilnahme am System ökonomisch bewertet.
 

12.03.2007

Phytogener Futterzusatz kann Stallluft verbessern

Zu hohe Ammoniakkonzentrationen haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Leistung von Tieren. Deshalb dürfen bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei bestimmten Haltungssystemen (teilperforierte Böden, Tiefstreu) können Managementfehler und klimatische Verhältnisse dazu führen, dass die Grenzwerte nicht immer eingehalten werden. Abhilfe versprechen bestimmte phytogene Futterzusätze. In Österreich wurde jetzt ein Zusatzstoff der Firma Delacon Biotechnik GmbH mit gutem Erfolg getestet. Während in der Kontrollgruppe die Ammoniakkonzentration 20,79 ppm betrug, konnte die Konzentration in der Versuchsgruppe auf 10,36 ppm gesenkt werden. Das Ergebnis ließ sich statistisch absichern. (Ammoniak - heißes Thema im Winter; erschienen im aktuellen Magazin des Verbandes österreichischer Schweinebauern.)
 

01.03.2007

Landvideo.de - Das neue Videoportal vom Lande

Unter der Webadresse www.landvideo.de ist in diesen Tagen ein neues Videoportal mit ländlichen und landwirtschaftlichen Videoclips gestartet. Landvideo.de ist ein Kooperationsprojekt mit dem weltgrößten Videoportal YouTube.com und startet von Beginn an mit weit über 1.000 ländlichen Videos. Täglich kommen 50-100 neue hinzu. Reinschauen lohnt sich.
 

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