Aktuelles

07.05.2009

"Vermeidung von Ebergeruch durch züchterische Maßnahmen und neuartige messtechnische Erfassung (EN-Z-EMA)"

Aufgrund des häufig bei Schlachtkörpern von männlichen Schweinen auftretenden Ebergeruchs ist in Deutschland die Ebermast nicht üblich. Die operative Ferkelkastration ist hierzulande wie auch in Europa das Verfahren der Wahl zur Vermeidung von Ebergeruch im Schweinefleisch. Aus Tierschutzgründen ist dieses traditionelle Verfahren wiederholt Gegenstand öffentlicher, kontroverser Diskussionen. Als eine mögliche Alternative zur operativen Ferkelkastration bietet sich die Mast von männlichen Ferkeln an. Dazu ist es allerdings notwendig, dass männliche Schlachtkörper am Schlachtband mit Geruchsabweichungen automatisch identifiziert werden können und die Häufigkeit solcher Schweine reduziert wird. Einen Beitrag zur Beantwortung dieser beiden Fragen soll ein von den Bonner Universitätsinstituten Tierwissenschaften (Abteilung Haustiergenetik, Dr. Tholen) und Landtechnik (Arbeitsgruppe Sensorik, PD Dr. Boeker) initiiertes Forschungsprojekt liefern. Der benötigte finanzielle Bedarf des Projektes liegt bei ca. 1 Mio. €. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.
 

27.04.2009

Kosten der Ammenhaltung

Mit steigenden Ferkelzahlen reicht die Milch der Sauen oft nicht mehr aus. Abgesehen davon, dass mittlerweile mehr Ferkel geboren werden, als Zitzen vorhanden sind. Um große Würfe erfolgreich aufzuziehen, setzen Praktiker daher immer mehr auf den Einsatz von Ammen, z.B. in Form von Altsauen oder technischen Lösungen. Anhand von Betriebsreportagen hat die Zeitschrift "TopAgrar" in ihrer Ausgabe 4/2009 informiert, welche Lösungen derzeit am Markt angeboten werden und wie die Betriebsleiter damit klar kommen. Worüber nicht informiert wurde, ist die Wirtschaftlichkeit des Managements großer Würfe. Dabei konnte mit dem Bericht "Was ist ein Spitzenbetrieb?" in der letzten Ausgabe der SuS, dem ZDS-Verbandsorgan, bereits gezeigt werden, dass hohe biologische Leistungen nicht automatisch zu guten ökononischen Ergebnissen führen.
 

24.04.2009

Neues Netzwerk für Agrar-Professionals

AnimalAgNet heißt das neue Internetnetz für Profis aus der Agrarbranche. 500 Experten aus der ganzen Welt sind bereits registriert. Das Netzwerk dient zum Austausch von Fotos und Videos, verfügt über ein Forum uns ist kostenlos. Eine Registrierung wird vorausgesetzt.
 

20.04.2009

"Analog-Käse": Behörden müssen Informationen veröffentlichen und Betrüger nennen

Die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch fordert die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen zum Einsatz von so genanntem Analog-Käse. Wenn Käse-Imitat aus Pflanzenfett und Geschmacksverstärkern als 'Käse' verkauft wird, ist das Betrug, erklärte der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Die Behörden wissen davon. Im Interesse der Verbraucher müssen sie die Betrüger nennen - es gibt keinen Grund, die Deklarationsverstöße geheimzuhalten.
 

15.04.2009

Nach "Nepp-Käse" jetzt auch "Kunst-Fleisch"?

Käse, der aus Pflanzenfetten, Wasser und Eiweiß zusammen gerührt wird, nennt man Analog-Käse. Nepp-Käse, so schimpfen ihn die Niederländer (Europaticker vom 09. April). Verwendet wird er vor allem in Produkten wie Pizza oder Käsestangen. Lt. Europaticker ... wird davon ausgegangen, dass mittlerweile bis zu 70 Prozent der Fertigpizzen einer Supermarktkette nur noch eine Mischung aus Palmöl, Stärke, Milcheiweiß und Salzen sowie Geschmacksverstärkern statt echtem Käse drauf ist. Das ZDF-Magazin "Frontal 21" informierte am 07.04. ausführlich. Nach Kunst-Käse kommt jetzt das Kunst-Fleisch.
 

09.04.2009

UNO-Bericht über Bioenergie: Chancen und Gefahren

UN Energy hat die bisher umfassendste Studie zur Bioenergie vorgestellt. Darin beschreiben die Vereinten Nationen Entwicklungschancen für arme Regionen, warnen aber auch vor großen Gefahren, schreibt Rolf Strack für http://www.fahrenmitpflanzenoel.com.
Insbesondere für arme Regionen werden große Chancen gesehen: Biokraftstoffe böten die Möglichkeit einer Energieerzeugung in kleinen Einheiten und könnten Millionen Menschen mit Strom versorgen, die bisher davon abgeschnitten sind. Gustavo Brest, Vizepräsident von UN-Energy und Koordinator für Energie der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), warnt jedoch auch vor Gefahren.

FAO: Sustainable Bioenergy: A Framework for Decision Makers
 

27.03.2009

Krebs durch Fleischverzicht

animal-healt-online ©aho - Englische EPIC-Studie findet höheres Darmkrebsrisiko bei Fleischverzicht. Haben Sie von dieser Studie in den Medien gehört? Wohl kaum - das Ergebnis passt nicht ins gewohnte Bild. Vegetarier mit ihrem hohen Obst- und Gemüseverzehr und ihrer gesunden Lebensweise sollten doch länger leben und schon gar keinen Darmkrebs bekommen. Die Realität sieht offenbar anders aus. Die britischen Vegetarier hatten die gleiche Gesamtsterblichkeit wie die Nichtvegetarier (mit ausgewogener Ernährung), mit denen sie verglichen wurden. Ihr relatives Darmkrebsrisiko lag aber rund 40 höher als bei den Fleischessern.
 

25.03.2009

Kein Übergang "transgener Komponenten" in die Milch

Gentechnisch veränderter Bt-Mais im Futter hat keinen Einfluss auf Gesundheit und Milchleistung von Kühen. Dieses Ergebnis eines zweijährigen Fütterungsversuchs stellte heute das bayerischen (!!) Landwirtschaftsministerium in einer Ausschusssitzung des bayerischen Landtags vor. Auch mit neuester Analysetechnik wurde bestätigt, dass es keinen Übergang transgener Komponenten auf die Milch gibt. >>>
 

23.03.2009

Gentechnik: „Wovor haben wir Angst?“

Innerhalb weniger Jahre begann ein Siegeszug der gentechnisch veränderten transgenen Pflanzen. 2008 wurden weltweit bereits auf 125 Million Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, Tendenz steigend. Das entspricht etwa dem Dreieinhalbfachen der Fläche Deutschlands und ist mehr als die gesamte Ackerfläche Europas. Überwiegend werden Soja, Mais und Baumwolle angepflanzt. Nord- und Südamerika, Indien und China sind die Hauptanbaugebiete. In Europa herrscht dagegen weitgehend Gen-Brachland, schreibt Hartmut Wewetzer für Der Tagesspiegel am 22.03.2009 (Wir Kolbenfresser). Und das obwohl transgenes Saatgut teurer ist als herkömmliches.
Wovor haben wir Angst? wundert sich die Entwicklungsbiologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Je mehr den Gegnern die Argumente abhandenkamen, umso radikaler wurden ihre Forderungen und umso größer ihr politischer Einfluss.
 

22.03.2009

Will EDEKA uns vergiften?

"Obst und Gemüse aus den Supermärkten sind meist gesund. Doch Umweltverbände wollen das Land zum Bioparadies umbauen. Sie setzen den Handel unter Druck und veranlassen ihn zu ungesundem Aktionismus," meint Ulli Kulke für "Welt online" (Das Geschäft mit der Angst vorm Gift). Mit Grenzwerten bei Pflanzenschutzmittelnn unter den behördlich zugelassenen Höchsmengen verunsichert der Lebensmitteleinzelhandel Verbraucher, diskreditiert die Lebensmittelüberwachung und entzieht Produzenten die Produktionsgrundlage. EDEKA setzt noch einen drauf. Der Konzern präsentiere "als erster Händler weltweit eine umfangreiche Pestizidrisikoliste für Obst und Gemüse". Ulli Kulke fand heraus: "....von den auf der Liste als "weniger gefährlich" eingestuften 145 Wirkstoffen - also diejenigen, die Edeka ihren Lieferanten indirekt als einzig akzeptable nahelegt - ist nach Auskunft des Berliner Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) mindestens ein Drittel hierzulande gar nicht zugelassen, darunter sind mehrere als gefährlich und teils als krebserregend eingestufte Substanzen"
 

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