Aktuelles

14.06.2010

Kohlenhydrate schädlicher als Fette

©Gonder - In den letzten Monaten kam eine Reihe von Studien wieder und wieder zu dem Schluss, dass gesättigte Fette kein Risiko für Herz und Gefäße darstellen. In der kommenden Ausgabe des American Journal of Clinical Nutritionfolgt eine dänische Studie mit demselben Ergebnis.
 

09.06.2010

Kleinste Schweinerasse vor dem Aussterben gerettet

Die wohl kleinste Schweinerasse, das sogenannte Regalschwein, wurde jetzt vom Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. vor dem Aussterben gerettet. Nach dem der Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung bereits Ende 2009 die letzten Schweine ausgegangen und eine erfolgreiche Vermehrung misslungen war, hat der ZDS die letzten Exemplare am Havixbecker Bahnhof entdeckt.
Das war Zufall, gibt der ZDS selber zu. Wichtig ist, dass wir das Schwein jetzt wieder anbieten können
 

07.06.2010

Eine Änderung der Ernährung entlastet das Klima kaum

Eine Umstellung unserer Ernährungsgewohnheiten, z.B. eine Zunahme des Obst- und Gemüseverzehrs, entlastet das Klima kaum. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie, die soeben im Progress in Industrial Ecology veröffentlicht wurde. Grund: der größte Anteil umweltschädlicher Emissionen wird beim Ackerbau freigesetzt - unabhängig vom Anbau von Futter- oder Lebensmitteln. Der Ökolandbau könnte sogar die Methode der Wahl sein, wenn die Erträge auf dem Niveau der konventionell nachhaltigen Erzeugung liegen würden.
Das größte Einsparpotential sehen die Wissenschaftler im Umgang mit den Lebensmitteln.(Siehe auch Studie: Lebensmittelverschwendung verschärft Wassermangel).

Helmi Risku-Norja, Sirpa Kurppa, Juha Helenius. Dietary choices and greenhouse gas emissions -- assessment of impact of vegetarian and organic options at national scale. Progress in Industrial Ecology An International Journal, 2009; 6 (4): 340 DOI: 10.1504/PIE.2009.032323
 

04.06.2010

Lernort Schweinestall

Schweinezucht und Schweinemast (SuS) Ein Bauernhof ist der ideale Ort für Kinder und Jugendliche, moderne Tierhaltung mit allen Sinnen zu erfahren. Aktive Teilnahme an der Stallarbeit und direkter Kontakt zu Tieren schaffen einmalige Erlebnisse, an die sich Kinder noch viele Jahre später erinnern.
Begeisterte Kinder stecken auch ihre Eltern an. Sie tragen das Erlebte in den Alltag: in die Schule, in die Familie, in die Gesellschaft. Außerdem hat ihre Stimme heute in vielen Haushalten Gewicht, wenn es darum geht, was im Einkaufswagen landet. Ihr Wissen und ihre Einstellung gegenüber modernen Produktionsweisen entscheidet also mit darüber, wie Schweinehaltung in Deutschland in Zukunft aussieht.
 

27.05.2010

"Bio" und alles ist gut?

Lebensmittel mit einem Bio-Gütesiegel sind nicht gesünder als konventionell erzeugte Produkte. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Alan D. Dangour von der London School of Hygene and Tropical Health nach Analyse von 162 wissenschaftlichen Studien. Außerdem bemängeln die Forscher die Qualität vieler Studien und eine mangelhafte Methodik, so dass die Forschungsergebnisse oft nicht viel wert seien.
Quelle: American Journal of Clinical Nutrition; Nutrition-related health effects of organic foods: a systematic review
 

17.05.2010

Natürlicher Gentransfer nicht so selten

In Keimdrüsen vom Stör haben Forscher der Purdue Universität 15 artfremde Gene entdeckt, die von einem Parasiten stammen, der mit der Befruchtung übertragen wird. Ob sich für den Fisch damit ein evolutinärer Vor- oder Nachteil ergibt, konnten die Forscher nicht bestimmen.

Quelle: Matthew C. Hale, James R. Jackson, J. Andrew DeWoody. Discovery and evaluation of candidate sex-determining genes and xenobiotics in the gonads of lake sturgeon (Acipenser fulvescens). Genetica, 2010; DOI: 10.1007/s10709-010-9455-y

Siehe auch: Gentechnik: in der Natur ganz normal?
 

13.05.2010

ZDS-Resolution zur Biogas-Förderpolitik

Die Gewinnung von Bioenergie als Betriebszweig ist eine interessante Investitionsalternative zur Absicherung des bäuerlichen Familieneinkommens. Das gilt insbesondere für die Biogaserzeugung, denn sie bietet die Möglichkeit der Verwertung von Gülle und sonstigen Nebenprodukten oder Reststoffen zur Energie- und Wärmegewinnung. Leider führt die gegenwärtige staatliche Förderpolitik zu einer Flächenkonkurrenz zwischen den Betriebszweigen Schweinehaltung und Biogas. Bäuerliche Schweinehalter werden durch Verknappung der Flächen in die gewerbliche, Flächen unabhängige Produktion gedrängt. Viele Betriebe geben auf. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts mehr zu tun.
Mit einer Resolution, die die ZDS-Mitgliederversammlung  anlässlich ihrer Mitgliederversammlung am 11. Mai in Lübeck einstimmig verabschiedete, appelliert der ZDS an den Gesetzgeber, die langfristige Nachhaltigkeit der Bioenergiepolitik sicher zu stellen und die Förderung der Bioenergie nicht zu Lasten der Schweinehaltung zu betreiben. Es sei nicht vertretbar, wenn die Biogasgewinnung von staatlichen Fördermaßnahmen profitiert und hieraus innerlandwirtschaftlich ein ungleicher Wettbewerb resultiert.
 

30.04.2010

FAO korrigiert Gutachten zur Klimawirkung von Wiederkäuern

Top-Agrar - Die globale Milcherzeugung hat viel geringere Klimawirkungen als ihr bislang nachgesagt wurde.

Die Welternährungsorganisation FAO hat jetzt offiziell ihre falsch berechneten Zahlen korrigiert. Auf rund 4 % beziffert die FAO den Anteil, der Milchkühen weltweit an der Entstehung von Klimagasen zugerechnet werden muss. Wird nur das Produkt Milch betrachtet, sinkt der Anteil sogar unter 3 %. Lange Jahre war ein Wert von 18 % für die gesamte Tierhaltung zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals 2006 in ihrer Studie Livestock's Long Shadow publiziert hatte. Dieser hohe Wert nutzte all jenen, denen die wachsende landwirtschaftliche Tierhaltung ein Dorn im Auge ist. Denn allein der Milcherzeugung ist nachgesagt worden, dass sie mehr Treibhausgase erzeugt als alle internationalen Transporte zusammen.

Und noch eine Klarstellung ist in dem neuen Bericht interessant: es gibt enorme Unterschiede zwischen Industrie- und sog. Entwicklungsländern. Die schädliche Umweltwirkung aus moderner, industrialisierter Tierhaltung ist nur halb so groß wie die extensiver Viehhaltung.

 

Weitere Hintergründe zur Klimadiskussion

 

26.04.2010

Vitamin B verlängert Leben?

Nach einer aktuellen Untersuchung aus Japan, soll der Verzehr von Lebensmitteln, die reich an den B-Vitaminen Folsäure und Vitamin B-6 sind, nicht nur das Risiko für einen Schlaganfall senken, sondern auch dazu beitragen, dass Herzerkrankungen bei Frauen und Herzinsuffizienz bei Männern abnehmen. Die Forschungsergebnisse wurde jetzt in der Zeitschrift Journal of the American Heart Association veröffentlicht. Die Ergebnisse decken sich mit Untersuchunen aus Nordamerika und Europa. Die Vitamine sollen auf den Homocysteinspiegel im Blut wirken, der mitverantwortlich für Arterienverschlüsse sein soll. Die Untersuchung wurde an 23.119 Männern und 35.611 Frauen durchgeführt.

Quelle: Renzhe Cui, Hiroyasu Iso, Chigusa Date, Shogo Kikuchi, Akiko Tamakoshi for the Japan Collaborative Cohort Study Group. Dietary Folate and Vitamin B6 and B12 Intake in Relation to Mortality From Cardiovascular Diseases. Japan Collaborative Cohort Study. Stroke, 2010; DOI: 10.1161/STROKEAHA.110.578906

Siehe auch:
 

26.04.2010

FAO korrigiert sich: Kühe sind keine Klima-Killer!

top agrar - Die globale Milcherzeugung hat viel geringere Klimawirkungen als ihr bislang nachgesagt wurde.

Die Welternährungsorganisation FAO hat jetzt offiziell ihre falsch berechneten Zahlen korrigiert. Auf rund 4 % beziffert die FAO den Anteil, der Milchkühen weltweit an der Entstehung von Klimagasen zugerechnet werden muss. Wird nur das Produkt Milch betrachtet, sinkt der Anteil sogar unter 3 %. Das berichtet die agrarzeitung.
Lange Jahre war ein Wert von 18 % für die gesamte Tierhaltung zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals 2006 in ihrer Studie Livestock's Long Shadow publiziert hatte. Dieser hohe Wert nutzte all jenen, denen die wachsende landwirtschaftliche Tierhaltung ein Dorn im Auge ist. Denn allein der Milcherzeugung ist nachgesagt worden, dass sie mehr Treibhausgase erzeugt als alle internationalen Transporte zusammen. >>>
 

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