Aktuelles

01.09.2008

Gemüsekeime aufspüren

Idw Verdorbene Lebensmittel können Übelkeit und schwere Durchfälle auslösen. Salmonellen, Kolibakterien oder Listerien wurden bisher vor allem in Fleischprodukten gefunden. In letzter Zeit gibt es aber vermehrt Fälle von Lebensmittelvergiftungen, die durch pathogene Keime in Gemüse ausgelöst wurden. Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt ermöglicht nun, Risikofaktoren einzugrenzen und Kontrollmethoden zu entwickeln, um die Lebensmittelsicherheit bei Obst und Gemüse zu erhöhen. WissenschafterInnen der ARC arbeiten mit Hochdruck an Analyseverfahren, mit denen die heimische Produktion in Zukunft effizient überwacht werden kann. >>>
 

29.08.2008

Landwirtschaft schont Klima

Auch wenn der jüngste Klima-Report 2008 der Organisation foodwatch die Landwirtschaft als einen der größten Klimasünder hinzustellen versucht, beweisen die Zahlen genau das Gegenteil. Darauf hat jetzt auch Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, hingewiesen. Die Land- und Forstwirtschaft ist der einzige Sektor der Volkswirtschaft, der über die Pflanzen und den Boden wesentlich mehr Klimagase bindet als er erzeugt. Denn Pflanzen brauchen zum Wachstum CO2 und erzeugen dabei Sauerstoff. Selbst die als Klimasünder viel gescholtene Kuh bilanziert positiv. Denn sie lebt nicht von fossilen, sondern von nachwachsenden Rohstoffen, wie Gras, Mais oder Getreide, und diese Pflanzen binden deutlich mehr CO2 als die Kuh an Verdauungsgasen erzeugt. Insgesamt stehen den Emissionen der Land- und Forstwirtschaft von 8 Mio. t CO2-Äquivalent im Jahr etwa eine Bindungswirkung von 58 Mio. t CO2 beziehungsweise CO2-Äquivalent gegenüber."
 

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Bernhard Thie verstorben

Im Alter von 79 Jahren ist Bernhard Thie plötzlich und unerwartet gestorben.
Als Vorsitzender der Abteilung C in der früheren Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schweineerzeuger war Bernhard Thie lange Jahre Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schweineerzeuger, der Vorgängerorganisation des heutigen ZDS.

Er war Motor für gemeinsame Tagungen, für Informationsaustausch und für den Blick über den Tellerrand u.a. durch zahlreiche Informationsfahrten ins In- und Ausland.
Unter seiner Führung schlossen die Besamungsorganisationen im ZDS 1986 einen Beistandsvertrag für Krisenfälle sowie einen Bund zur gemeinsamen Forschungsförderung. Beides war seinerzeit einmalig und ist bis heute beispielhaft. Ein Groschen je Besamung für die Forschung hieß es damals. Und das halten die KB-Stationen innerhalb des ZDS bis heute so.
Bernhard Thie war immer ein kritischer Begleiter und Förderer der ZDS-Arbeit, insbesondere ein Kämpfer für die gemeinsame Sache der Schweine-KB, für den Zuchtfortschritt sowie für die Qualität und das Image des Schweinefleisches.
In Würdigung seiner Verdienste für die deutsche Schweinehaltung wurde er 2003 mit der Goldenen ZDS-Ehrennadel ausgezeichnet. 2004 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
 

27.08.2008

Wie aus Asien die Wiege des "Sojakultes" wurde

Foto (c): EU.L.E.N-Spiegel Ob in Kochbüchern, Fachzeitschriften oder im Internet – überall begegnet man der gleichen Story über die Sojabohne: Sie wird seit Jahrtausenden bereits in China kultiviert und hat sich von dort über ganz Asien verbreitend. Mehr noch. Sie gilt als heilige Pflanze und schützt vor Zivilisationskrankheiten und vertreibt böse Geister.
Udo Pollmer, Lebensmittelchemiker und wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften ist auf die Suche nach dem Ursprung diese Mythos gegangen und hat bei seinen Recherchen Erstaunliches entdeckt.
Die Sojastory in der aktuellen Ausgabe des E.U.L.E.n.-Spiegels.
 

27.08.2008

FAO fordert Intensivierung der Landwirtschaft als Ausweg aus der Klimafalle

In Indien verursacht die Produktion von einem Liter Milch zehn mal so hohe CO2-Emission wie in Europa, wird der Fleisch-Experte bei der UN-Lebensmittelorgansiation FAO beim Abschluss der Alpbacher Technologiegespräch vom Journalisten MARTIN KUGLER in Die Presse.Com FAO-Expertise: Das liebe Vieh und die Katastrophe zitiert. Dass die Umweltbelastung mit der wachsenden Fleischproduktion nicht immer und unbedingt weiter steigen muss, zeigt die europäische Landwirtschaft: Hier hat sich im letzten halben Jahrhundert die produzierte Menge verdoppelt, doch der Flächenbedarf ist um 15 Prozent gesunken und die Stickstoff-Emissionen in die Umwelt wurden deutlich gesenkt. Möglich wurde das durch Intensivierung, durchdachte Nutzung des Bodens, innovative Methoden (etwa dem Nutzen des Methans als Biogas) und gestiegene Umweltstandards.
 

25.08.2008

CO2-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft ist positiv

Die CO2 -Bilanz der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland ist eindeutig positiv. Es werden also mehr CO2 und andere Klimagase aus der Atmosphäre gebunden als freigesetzt. Dies erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Studie von Foodwatch über den Treibhauseffekt in Deutschland. Emissionen der Landwirtschaft in Höhe von 133 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalent - einschließlich der Stickstoffdüngemittelherstellung - steht eine Bindung durch die Pflanzen in Höhe von über 168 Millionen Tonnen gegenüber. Damit bindet die Land- und Forstwirtschaft 35 Millionen Tonnen mehr als sie jährlich emitiert. Die Land- und Forstwirtschaft ist dereinzige Wirtschaftsbereich, der in seiner Produktion zwar Klimagase emitiert (z. B. Methan durch Rinder), aber gleichzeitig noch mehr Klimagase bindet, erklärte der DBV. Er unterscheidet sich damit deutlich vom Straßenverkehr, der nur Klimagase emitiert. Die positive Bilanz bei der CO2 -Bindung macht nach Ansicht des DBV eine Einbeziehung in den Emissionshandel nur dann sinnvoll, wenn die Netto-Entlastung angerechnet wird.
 

22.08.2008

Kritik an "Düsser Warentest"

Carsten Spieker, ISN-Beiratsmitglied und PIC-Vermehrer Carsten Spieker setzt sich in einem aktuellen ISN-Kommentar mit den Ergebnissen des aktuellen Düsser Warentests auseinander. Nach Meinung des ISN-Beiratsmitglieds und Ferkelerzeugers springe die Auswertung vielfach zu kurz, um wirklich verlässliche und statistisch belastbare Aussagen treffen zu können. Insbesondere die Anzahl zu Grunde gelegter Betriebe und eine Übergewichtung des Merkmals lebend geborener Ferkel wird kritisiert. Der PIC-Vermehrer hält selber 550 produktive Sauen und kommt auf 29 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr. >>>

Siehe auch ZDS-Meldung vom 21.08.2008: Düsser Warentest: Bewertung der Ergebnisse aus nordwestdeutscher Sicht.
 

21.08.2008

Düsser Warentest: Bewertung der Ergebnisse aus nordwestdeutscher Sicht

Genetische Leistungsvergleiche aktueller Schweineherkünfte werden von den Ferkelerzeugern und Mästern aber auch seitens der Beratung immer mit großem Interesse verfolgt. Die Ergebnisse des aktuellen Warentestes der LWK Nordrhein-Westfalen wurden vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage vor allem der Ferkelerzeuger und den aktuellen Entwicklungen im Zuchtbereich diesmal allerdings mit großer Spannung erwartet. Schon die Zusammensetzung der geprüften Herkünfte dokumentiert die rasante Entwicklung der letzten Jahre in diesem Bereich. Zum einen wurden erstmalig züchterisch neue sog. hochfruchtbare Sauenherkünfte aus deutschen und internationalen Zuchtprogrammen geprüft. Zum anderen haben teilnehmende Zuchtunternehmen die in dieser Prüfung getesteten Sauenherkünfte bereits durch Neue ersetzt (PIC-Deutschland), bzw. deren Umzüchtungsprozess heute weitgehend abgeschlossen (z.B.: Hülsenberger).
Einen Genetikwechsel in der Ferkelproduktion ausschließlich über die Ergebnisse dieses Warentestes zu begründen, ist aus Sicht der Beratung in Nordwest-Deutschland nicht ausreichend. Eine Entscheidung über die jeweils passende Genetik der Sauen kann nur aufgrund einzelbetrieblicher Gegebenheiten getroffen werden (z.B. Produktionsbedingungen und Leistungsniveau im Betrieb, passender Gesundheits- und Hygienestatus des Vermehrungsbetriebes, Vorgaben der Vermarktung etc.). >>>

Der ZDS empfiehlt zu dieser Thematik die Lektüre folgender Meldungen
Weitere Kommentare zu dem Düsser Warentest finden Sie in der aktuellen SuS.

Zu einem offenen Gedankenaustausch, u.a. zum Thema Herkunftsvergleich, trafen sich die Züchtervereinigungen und Zuchtunternehmen auf Einladung des ZDS bereits am 23. Juni in Kassel. Um repräsentative und abgesicherte Verbraucherinformationen bereitstellen zu können, wurde die Formulierung eines gemeinsamen Standards für die Durchführung von Herkunftsvergleichen in der Schweinezucht befürwortet. Hierzu soll noch in diesem Jahr von einer ZDS-Expertengruppe ein Vorschlag erarbeitet werden.
 

12.08.2008

Kein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und rheumatischer Arthritis

Benito-Garcia et al (Arthritis Research & Therapy 2007; 9: R16) untersuchten im Rahmen der Nurses´Health Study (NHS) den Einfluß des Fleischkonsums auf ein verstärktes Auftreten einer rheumatischen Arthritis. Dafür werteten sie die Daten von rd. 80.000 Frauen aus und konnten keinen statistisch belegbaren Zusammenhang feststellen.
 

06.08.2008

A: Arzt warnt vor veganer Kinderernährung

Die Ernährungsform, die auf alle tierischen Lebensmittel - wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig - verzichte, sei nicht in der Lage den Energie- und Nährstoffbedarf von Kindern und besonders von Babys zu decken, warnt der Zwickauer Kinder- und Jugendarzt Hans-Jürgen Nentwich.
Quelle: OÖNachrichten vom 06.08.2008: Vegane Ernährung eignet sich nicht für Kinder
 

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