Aktuelles

27.08.2008

FAO fordert Intensivierung der Landwirtschaft als Ausweg aus der Klimafalle

In Indien verursacht die Produktion von einem Liter Milch zehn mal so hohe CO2-Emission wie in Europa, wird der Fleisch-Experte bei der UN-Lebensmittelorgansiation FAO beim Abschluss der Alpbacher Technologiegespräch vom Journalisten MARTIN KUGLER in Die Presse.Com FAO-Expertise: Das liebe Vieh und die Katastrophe zitiert. Dass die Umweltbelastung mit der wachsenden Fleischproduktion nicht immer und unbedingt weiter steigen muss, zeigt die europäische Landwirtschaft: Hier hat sich im letzten halben Jahrhundert die produzierte Menge verdoppelt, doch der Flächenbedarf ist um 15 Prozent gesunken und die Stickstoff-Emissionen in die Umwelt wurden deutlich gesenkt. Möglich wurde das durch Intensivierung, durchdachte Nutzung des Bodens, innovative Methoden (etwa dem Nutzen des Methans als Biogas) und gestiegene Umweltstandards.
 

25.08.2008

CO2-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft ist positiv

Die CO2 -Bilanz der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland ist eindeutig positiv. Es werden also mehr CO2 und andere Klimagase aus der Atmosphäre gebunden als freigesetzt. Dies erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Studie von Foodwatch über den Treibhauseffekt in Deutschland. Emissionen der Landwirtschaft in Höhe von 133 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalent - einschließlich der Stickstoffdüngemittelherstellung - steht eine Bindung durch die Pflanzen in Höhe von über 168 Millionen Tonnen gegenüber. Damit bindet die Land- und Forstwirtschaft 35 Millionen Tonnen mehr als sie jährlich emitiert. Die Land- und Forstwirtschaft ist dereinzige Wirtschaftsbereich, der in seiner Produktion zwar Klimagase emitiert (z. B. Methan durch Rinder), aber gleichzeitig noch mehr Klimagase bindet, erklärte der DBV. Er unterscheidet sich damit deutlich vom Straßenverkehr, der nur Klimagase emitiert. Die positive Bilanz bei der CO2 -Bindung macht nach Ansicht des DBV eine Einbeziehung in den Emissionshandel nur dann sinnvoll, wenn die Netto-Entlastung angerechnet wird.
 

22.08.2008

Kritik an "Düsser Warentest"

Carsten Spieker, ISN-Beiratsmitglied und PIC-Vermehrer Carsten Spieker setzt sich in einem aktuellen ISN-Kommentar mit den Ergebnissen des aktuellen Düsser Warentests auseinander. Nach Meinung des ISN-Beiratsmitglieds und Ferkelerzeugers springe die Auswertung vielfach zu kurz, um wirklich verlässliche und statistisch belastbare Aussagen treffen zu können. Insbesondere die Anzahl zu Grunde gelegter Betriebe und eine Übergewichtung des Merkmals lebend geborener Ferkel wird kritisiert. Der PIC-Vermehrer hält selber 550 produktive Sauen und kommt auf 29 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr. >>>

Siehe auch ZDS-Meldung vom 21.08.2008: Düsser Warentest: Bewertung der Ergebnisse aus nordwestdeutscher Sicht.
 

21.08.2008

Düsser Warentest: Bewertung der Ergebnisse aus nordwestdeutscher Sicht

Genetische Leistungsvergleiche aktueller Schweineherkünfte werden von den Ferkelerzeugern und Mästern aber auch seitens der Beratung immer mit großem Interesse verfolgt. Die Ergebnisse des aktuellen Warentestes der LWK Nordrhein-Westfalen wurden vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage vor allem der Ferkelerzeuger und den aktuellen Entwicklungen im Zuchtbereich diesmal allerdings mit großer Spannung erwartet. Schon die Zusammensetzung der geprüften Herkünfte dokumentiert die rasante Entwicklung der letzten Jahre in diesem Bereich. Zum einen wurden erstmalig züchterisch neue sog. hochfruchtbare Sauenherkünfte aus deutschen und internationalen Zuchtprogrammen geprüft. Zum anderen haben teilnehmende Zuchtunternehmen die in dieser Prüfung getesteten Sauenherkünfte bereits durch Neue ersetzt (PIC-Deutschland), bzw. deren Umzüchtungsprozess heute weitgehend abgeschlossen (z.B.: Hülsenberger).
Einen Genetikwechsel in der Ferkelproduktion ausschließlich über die Ergebnisse dieses Warentestes zu begründen, ist aus Sicht der Beratung in Nordwest-Deutschland nicht ausreichend. Eine Entscheidung über die jeweils passende Genetik der Sauen kann nur aufgrund einzelbetrieblicher Gegebenheiten getroffen werden (z.B. Produktionsbedingungen und Leistungsniveau im Betrieb, passender Gesundheits- und Hygienestatus des Vermehrungsbetriebes, Vorgaben der Vermarktung etc.). >>>

Der ZDS empfiehlt zu dieser Thematik die Lektüre folgender Meldungen
Weitere Kommentare zu dem Düsser Warentest finden Sie in der aktuellen SuS.

Zu einem offenen Gedankenaustausch, u.a. zum Thema Herkunftsvergleich, trafen sich die Züchtervereinigungen und Zuchtunternehmen auf Einladung des ZDS bereits am 23. Juni in Kassel. Um repräsentative und abgesicherte Verbraucherinformationen bereitstellen zu können, wurde die Formulierung eines gemeinsamen Standards für die Durchführung von Herkunftsvergleichen in der Schweinezucht befürwortet. Hierzu soll noch in diesem Jahr von einer ZDS-Expertengruppe ein Vorschlag erarbeitet werden.
 

12.08.2008

Kein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und rheumatischer Arthritis

Benito-Garcia et al (Arthritis Research & Therapy 2007; 9: R16) untersuchten im Rahmen der Nurses´Health Study (NHS) den Einfluß des Fleischkonsums auf ein verstärktes Auftreten einer rheumatischen Arthritis. Dafür werteten sie die Daten von rd. 80.000 Frauen aus und konnten keinen statistisch belegbaren Zusammenhang feststellen.
 

06.08.2008

A: Arzt warnt vor veganer Kinderernährung

Die Ernährungsform, die auf alle tierischen Lebensmittel - wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig - verzichte, sei nicht in der Lage den Energie- und Nährstoffbedarf von Kindern und besonders von Babys zu decken, warnt der Zwickauer Kinder- und Jugendarzt Hans-Jürgen Nentwich.
Quelle: OÖNachrichten vom 06.08.2008: Vegane Ernährung eignet sich nicht für Kinder
 

05.08.2008

"Online-Offensive" von ADR und ZDS

Intersolute CMS Passend zur bevorstehenden EuroTier (11. - 14.11.2008) wollen die beiden Tierartendachverbände, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e.V. (ADR) und der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) die Präsenz ihrer Mitglieder und deren Mitgliedsbetriebe im Internet weiter steigern. Dafür wird eine Software, die von beiden Verbänden für die professionelle Pflege von Webseiten in Auftrag gegeben wurde, zu stark ermäßigtem Preis abgegeben. Im Gegenug kann der Nutzer aus verschiedenen Designvorgaben wählen. Im Internet wurde eine eigene Seite mit weiteren Informationen und einem Bestellvordruck bereitgestellt (www.intersolutecms.de/zdscmse.html).

Das Contentmanagementsystem, das für diese Aktion als CMS-E vermarktet wird, ist so konzipiert, dass der Webseiteninhaber Inhalte online wie mit einem Textverarbeitungsprogramm einpflegt; Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Über die Funktionsweise informieren Demonstrationsfilme im Internet (http://www.intersolutecms.de).

Weitere Vorteile des CMS und einer wachsenden Nutzergemeinde sind:

  1. Austausch über eine Nutzer-Community: hilfe.intersolute.de/community
  2. Professionelle Softwarepflege: Updates erfolgen auf allen Homepages zeitgleich, weil alle Internetseiten auf leistungsstarken Rechnern im Rechenzentrum der Intersolute GmbH liegen.
  3. Internethilfe: hilfe.intersolute.de/objekte_komfortabler_verwalten.html und
  4. Hilfe auf dem kleinen Dienstweg. Ein Anruf bei einem Nutzer reicht i.d.R. um professionelle Tipps und Tricks zu erhalten.

Kontakt: Klemens Schulz; Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V.; Tel. +49 228 91447-42; eMail: sk@zds-bonn.de

 

31.07.2008

Ökologische Schweinehaltung kostendeckend nicht möglich!

Im Rahmen des Projektes Aufbau eines bundesweiten Berater-Praxisnetzwerkes zum Wissensaustausch und Methodenabgleich für die Bereiche Betriebsvergleich (BV) und Betriebszweigauswertung (BZA) (FKZ 03OE495) wurden länderübergreifend betriebswirtschaftliche Daten von Öko-Betrieben in verschiedenen Arbeitskreisen erhoben und in Form von Betriebszweigauswertungen (BZA) bzw. Betriebsvergleichen (BV) aufgearbeitet.
Nach Ansicht der Projektbeteiligten konnte die Praxis des ökologischen Landbaus in Deutschland im Rahmen des Forschungsvorhabens sowohl leistungsbezogen wie auch ökonomisch dargestellt werden. Es zeigte sich, dass nur geringe Anteile der Betriebe betriebswirtschaftlich zufriedenstellende Gewinne in den Auswertungsjahren erzielten. Neben nicht kostendeckenden Preisen lagen die Mängel auch in der Betriebsführung. Leistungsreserven sind in allen Betrieben zu finden. Insbesondere das Betriebsmanagement kann noch wesentlich verbessert werden.
 

31.07.2008

Eignung unterschiedlicher Genotypen für die Öko-Schweinemast

oekolandbau.de - In der Schweinmast werden auch auf ökologischen Betrieben in der Regel Kreuzungstiere der allgemein üblichen Rassen eingesetzt. In einem Forschungsvorhaben wurden bei einheimischen Sattel- und Landschweinen sowie bei modernen Hybriden Leistungsparameter und Genotyp-Umwelt-Interaktionen hinsichtlich Wachstum, Entwicklung, Mast- und Schlachtleistung sowie Produktqualität untersucht, um daraus Empfehlungen für ökologisch orientierte Zuchtprogramme abzuleiten.
Insgesamt schnitten die unter konventionellen Haltungs- und Fütterungsbedingungen leistungsstärksten modernen Genetiken auch unter Öko-Bedingungen am besten ab. Die Forschenden zogen daraus den Schluss, dass bei vergleichbaren Vermarktungszielen die ökologische Schweinefleischerzeugung keine speziellen Zuchtprogramme benötigt.
 

30.07.2008

Blut: wertvoller Rohstoff für die Tierernährung

Blut und Blutprodukte sind wertvolle, eisen- und proteinreiche Lebensmittel. Jedes Jahr fallen allein in Deutschlandüber hundert Millionen Liter dieses Rohstoffes in den Schlachtbetrieben an, die dort meist aufwändig entsorgt werden. Aus ethischer Sicht und mit Blick auf die immer knapper werdenden Rohstoffe für eine wachsende Weltbevölkerung sollten neue technologische Verarbeitungs- und Behandlungsstrategien erarbeitet werden, um dieses hochwertige Lebensmittel verstärkt in der menschlichen Ernährung nutzen zu können, meinen Prof. Dr. Bernhard Nowak, Freifrau Dr. Theda von Müffling und Prof. Dr. Günter Klein aus dem Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit.
Das Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover  (TiHo) wird gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) sowie kleineren und mittleren Unternehmen der Fleischwirtschaft die Nutzung neuer Möglichkeiten zur Verarbeitung von Schlachtnebenprodukten, insbesondere von Schlachttierblut, erforschen. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) mit 380.000 Euro gefördert.
 

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