Aktuelles

10.11.2010

"Biolandbau und Vegetarismus schließen sich gegenseitig aus"

Im Interview mit der Sonntagszeitung beantwortet der Lebensmittelchemiker und Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften in München, Udo Pollmer, Fragen zu Diäten, natürlichen Kreisläufen und Fleischverzehr. Darin erinnert er u.a. an den Nährstoffkreislauf im Biolandbau, der ohne Tiere nicht funktionieren kann: Der Biobauer arbeitet nach dem Prinzip des geschlossenen Kreislaufs. Weil er keinen Kunstdünger verwenden darf, muss er Tiere halten. Das bedeutet, wer Bioprodukte konsumieren will, kommt nicht darum herum, Fleisch zu essen. Zumindest muss er den Fleischessern für ihre Ernährungsart dankbar sein. Biokarotten knabbern und die Wienerli anderen überlassen, um sie dann auch noch zu verhöhnen, ist arrogant und parasitär.

Quelle:Sonntagszeitung vom 17.10.2010: Ernährungsideologien sind eine moderne Form der Kindsmisshandlung
 

10.11.2010

Datensammlung zur Schweineproduktion erschienen

Jb10deckblatt Seit 57 Jahren bringt der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) seine Datensammlung über die Schweinefleischproduktion in Deutschland und Europa heraus.
Die Broschüre informiert in bewährter Weise über die deutsche und europäische Schweinebranche. Die ZDS-Mitglieder steuern Daten aus Zucht, Besamung und Beratung bei. Erneut haben die Erzeugerringe, die über die Online-Datenbank http://www.erzeugerringe.info an einer überregionalen Auswertung teilnehmen, ausführliche Auswertungsergebnisse im Kapitel VIII veröffentlicht. Die Datensammlung ist damit wieder eine wertvolle Informationsquelle und Orientierungshilfe.
 

09.11.2010

DLG-Ratgeber "Erfolgreiche Mastschweinefütterung"

Dlgmastschweinefuetterung Der neue, 80-seitige DLG-Ratgeber Erfolgreiche Mastschweinefütterung berücksichtigt sowohl die ernährungsphysiologischen Anforderungen moderner Mastschweine als auch die Veränderungen hinsichtlich der Produktions- und Vermarktungsstrukturen. Dies setzt die Verwendung neuester Fütterungstechnik und zielgerichteter Fütterungskonzepte voraus. Erstmals werden für die getrennt­geschlechtliche Mast Futter-Zuteilkurven vorgestellt. Außerdem sind Empfehlungen zur Versorgung von Tieren mit einem sehr hohen Proteinansatzvermögen und zur Jungebermast enthalten. Spezielle Kapitel beschäftigen sich mit neuen Futtermitteln, insbesondere den Nebenprodukten aus der Bioenergiegewinnung und Lebensmittelverarbeitung. Weitere Themen sind Möglichkeiten zur Futterkostensenkung und Umweltentlastung sowie die Tränkwasserqualität. Kurz gefasste Zusammenstellungen und Checklisten dienen der Überprüfung der Futter- und Fütterungsqualität. Sie enthalten Übersichten zur Schweinemast nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung, zur Jungebermast und zur Optimierung des Schlachtkörperfettes. Sie helfen bei der praktischen Umsetzung der neuen Empfehlungen zur Fütterung von Mastschweinen. Der Ratgeber kann zum Preis von 16,90 € beim DLG-Verlags-GmbH, Eschborner Landstraße 122, 60489 Frankfurt am Main, Tel.:069/ 24788-478 oder im DLG-Verlag Shop bestellt werden.
 

05.11.2010

Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein

Mehr Fett Kaum ein Nahrungsbestandteil hat in der Ernährungsdiskussion so sehr sein Fett abbekommen wie – das Fett. Für viele war es eine Tatsache: Fett ist schuld an dicken Bäuchen, Diabetes, Krebs, Herzproblemen und sogar an Alzheimer. Aber wissenschaftlich erwiesen war davon letztlich nichts.
Trotzdem nahm die Fettvermeidung fast hysterische Züge an. Von der Magermilchkuh bis zum Low-Fat-Hundefutter wurde alles möglich. Und dennoch: Seit die Menschheit dem Fett in der Nahrung den Kampf angesagt hat, steigen Übergewicht, Typ-2-Diabetes.
Mehr Fett! verrät Ihnen informativ und auch unterhaltsam, wofür wir Fette brauchen. Wie Fette uns helfen, gesund, fit und schlank zu bleiben.
Und nicht zuletzt: Der herrliche und lebensnotwendige Nährstoff Fett vermittelt unseren Speisen Geschmack und Aromen.
 

03.11.2010

Steigendes Bioangebot führt zu stärkerem Wettbewerbsdruck

Der Markt für ökologische Lebensmittel hat sich in den vergangenen Jahren durchgängig positiv entwickelt. Allerdings führte das erhöhte Bioangebot auch zu einem stärkeren Wettbewerbsdruck. Dies betrifft alle Ebenen der Wertschöpfungskette. Deutsche Biobauern zum Beispiel fühlen sich einem erhöhten Preisdruck ausgesetzt. Naturkostfachgeschäfte müssen immer häufiger nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Forscher der Universität Göttingen sind der Frage nachgegangen, wie der Biofachhandel sich trotzdem erfolgreich behaupten kann. Das Ergebnis zeigt: Besonders vorteilhaft ist, wenn Biosupermärkte und Naturkostfachhandel regionale Produkte bewerben – und mit Landwirten vor Ort zusammenarbeiten. Der direkte Kontakt zwischen Landwirten und Verbrauchern führt dazu, dass die Kunden einen Bezug zu regionalen Händlern und Verarbeitern entwickeln und diese dann bevorzugen. So gewinnen letztlich alle: Landwirte, Händler und Verbraucher.
 

03.11.2010

Wir müssen mehr Nahrung exportieren!

Die Europäische Union gilt als weltweit größte Nettoimporteur von Agrarrohstoffen. Naturfasern, Bio-Energie und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse eingeschlossen. Gleichzeitig tut sie zu wenig zur Verminderung des Hungers durch Ausbau der Agrarforschung, meint das Humboldt-Forum für Ernährung und Landwirtschaft. Weitere Innovationen und Produktivitätssteigerungen seien nötig, um dem wachsenden Nahrungsmittelbedarf begegnen zu können. Eine zweite Grüne Revolution müsse her. Europa sei hier besonders gefordert.

Schnelle Erfolge lassen sich z.B. durch den Export von Innovationen erreichen. Besamt man beispielsweise eine Kenianische Milchkuh mit einer Jahresmilchleistung von derzeit 500 Litern mit deutschen Bullen, werden die Nachkommen bereits 1.000 Liter geben, bei nahezu gleichem Energieaufwand.
 

03.11.2010

Landwirtschaft kann nicht gleichzeitig "bio", vegetarisch und klimafreundlich sein!

Eine Bio-Produktion geht nicht ohne den Dung der Tiere. Eine Landwirtschaft wie zu früheren Zeiten, als alle Bauern und Güter noch Tiere hatten, geht auch nicht ohne Tiere, daran erinnert der Agraringenieur Geor Keckl im Blogforum Projekt Readers Edition (Bewusst Tiere essen?). Viehlose Bauernhöfe wurden erst mit dem Kunstdünger, Gründüngungspflanzen und Traktoren möglich. Extrem viel Freiland-Platz für die Tiere liefert nicht genügend Bio-Dung. All diese einfachen Erfahrungen, wie eine Landwirtschaft funktioniert und funktionierte, werden gerne ignoriert. Es wird sich an Teilaspekten berauscht ohne zu bedenken, wie das denn insgesamt funktionieren könnte. So auch in dem Buch (von Johann Foer: Tiere essen).
 

02.11.2010

Braunes oder rotes Fleisch: qualitativ kein Unterschied

Fleisch, dass offem in der Theke liegt, dunkelt nach. Eigentlich ein Qualitätskriterium, das unsere Eltern und Großeltern zu schätzen wussten: Fleisch, dass Zeit zum Nachreifen hat, ist zarter und zergeht auf der Zunge. Für Wildfleisch ist das Abhängen normal. Auch das argentinische Steak kommt aus diesem Grunde auf dem Schiffswege und nicht per Flugzeug zu uns. Erstaunlicher Weise lehnt der Verbraucher dieses dunkle Fleisch aus heimischer Produktion in der Kühltheke aber ab. Es lässt sich nicht verkaufen. Das gilt übrigens auch für Dauerwurstwaren. Ein Grund, warum selbst Verarbeiter von Bioware auf Nitritpökelsalz setzen.
In Europa wird Fleisch daher oft Unter Schutzatmosphäre verpackt angeboten. Das bedeutet, dass den Verpackungen ein Gasgemisch mit einem teilweise hohen Sauerstoffanteil zugesetzt wird. Das Fleisch behält so deutlich länger seine rote Farbe. Ein gesundheitliches Risiko entsteht nach Mitteilung des Bundesinstituts für Risikoforschung dadurch nicht.
 

01.11.2010

Themenwoche Ernährung: teilweise mediale Verbraucherdesinformation?

Insgesamt wird die ARD Themenwoche essen ist Leben vielen Menschen geholfen haben, sich gesünder und geschmackvoller zu ernähren, was hoffentlich auch bald in den Umsätzen der heimischen Erzeuger zu spüren sein wird, fasst Georg Keckl seine Eindrücke zur Informationsflut der letzten Woche zusammen, der sich die ARD in 1225 TV-und Hörfunksendungen widmete.
Einige Beiträge in Tagesthemen und Hessischen Rundfunk sollen allerdings derart peinlich und schlecht recherchiert gewesen sein, dass der Autor auf der Internetseite Readers Edition (Essstörungen bei der ARD) feststellt: "Wer Ernährungsweisen einer Prüfung nach Maßstäben seiner politischen Korrektness (P.C.) unterzieht, macht aus der Ernährung eine Ideologie. In einigen Beiträgen zur Themenwoche der ARD schimmerte diese Ideologie als moralisch höherwertig durch.

Georg Keckl ist Agraringenieur und Statistiker.
Readers Edition ist ein Projekt der BF Blogform Social Media GmbH
 

01.11.2010

Tierisches Fett besser als sein Ruf

In der Ernährungsberatung galt der Konsum von tierischen Fetten bislang als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dafür verantwortlich gemacht wurde der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Amerikanische Wissenschaftler fanden nun heraus, dass es keinen Einfluss auf das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hat, ob jemand viel oder wenig gesättigtes Fett konsumiert. Dazu haben sie die Ergebnisse von 21 Studien zum Thema ausgewertet. In diesen wurde das Essverhalten von insgesamt rund 350.000 Personen festgehalten und ihr Gesundheitszustand über Jahre hinweg beobachtet.
Zu einem identischen Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nach Auswertung aller derzeit zu diesem Thema veröffentlichten aktuellen Studien.
 

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