Aktuelles

26.08.2010

1. Kirchentag "Mensch und Tier"

Der in der Geschichte der Kirchentage erste bundesweite ökumenische Kirchentag Mensch und Tier wird Begeisterung für das Engagement für Tiere schaffen, eine Theologie anstoßen, die das Tier als Mitgeschöpf des Menschen achtet und würdigt, sowie Menschen, Initiativen und Organisationen unterschiedlicher Herkunft und Ausrichtung zusammen bringen, die sich dem Schutz der Tiere widmen, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren des 1. Kirchentages Mensch und Tier.

Termin: 27. - 29.08.2010 in Dortmund
Unter dem Motto: Gesegnet sind Mensch und Tier! wird vor allem die Massentierhaltung im Blickpunkt stehen. Ziel ist eine gemeinsame Erklärung von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen gegen jede Form der Massentierhaltung.
 

25.08.2010

Wurst hat Zukunft!

http://knackwurstwissen.blogspot.com naturdarm - Um Wurst als modernen Snack mit Kultstatus besonders in den Köpfen der jungen Verbraucher nachhaltig zu verankern, startete der Zentralverband Naturdarm mit jugendlicher Unterstützung die Image-Kampagne Wurst hat Zukunft!. Vier kreative Werbespots sind das Ergebnis.
Zur richtigen Verbraucheransprache gehört auch die Auswahl des richtigen Kanals, mit dem die junge Zielgruppe erreicht werden kann. Fast 95 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland surfen regelmäßig durch das Internet*. Daher setzt der Zentralverband Naturdarm auch online auf den Kultcharakter der Wurst. Um den entstandenen Werbespots die richtige Plattform für ihre Veröffentlichung zu geben, startete im März der Weblog (kurz: Blog) Knackwurst – herzhafte Wissensbisse. Diese Art Website bietet den jugendlichen Konsumenten einen humorvollen Einblick in die Welt des Kultobjekts Wurst. Ein Blog bietet nicht nur die Möglichkeit, Hintergrundinformationen zielgruppengerecht aufbereitet zu präsentieren, sondern auch Videos einzubinden, Umfragen durchzuführen und in direkten Kontakt mit den Nutzern zu treten. >>>
 

20.08.2010

Zwei gute Nachrichten zu MRSA

Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus-Erreger (MRSA) waren bislang hauptsächlich als Krankenhauskeime bekannt und gefürchtet. Mittlerweile sind jedoch ca. 6.000 verschiedene Stämme identifiziert, die man in drei Hauptgruppen unterteilt: Krankenhaus-MRSA, sog. community-acquired MRSA und Tier-assoziierte MRSA, dessen zoonotisches Potential im Rahmen des deutschniederländischen Projekts SafeGuard im AP 2.3 näher untersucht wird. Die verschiedenen MRSA-Typen werden oft in der öffentlichen Diskussion nicht unterschieden, dabei ist ihr Gefahrenpotential stark unterschiedlich.
Zwei gute Nachrichten zu MRSA konnte PD Dr. med. Alexander Friedrich vom Universitätsklinikum Münster beim Fachgruppentreffen Zoonosen verkünden: So kommt die besonders gefährliche Komponente, das Panton-Valentine Leukozidin (PVL), das häufig Ursache für besonders schwere Krankheitsverläufe ist, nicht bei den untersuchten Tier-assoziierten (LA)MRSA vor. Außerdem zeigte sich, dass den in Schweinen vorkommenden MRSA-Stämmen das Gen fehlt, das für die Resistenzentwicklung gegen eines der wichtigsten noch wirksamen  Antibiotika verantwortlich ist.
Quelle: SafeGuard
 

17.08.2010

Gesunde Landkinder Dank Arabinogalaktan

Bochumer Forscher haben im Stallstaub den Stoff entdeckt, der Landkinder möglicherweise vor Allergien und allergischem Asthma schützt: Arabinogalaktan, ein pflanzliches Zuckermolekül, hindert das Immunsystem an überschießenden Abwehrreaktionen, wenn es im ersten Lebensjahr in hoher Konzentration eingeatmet wird. Das Molekül kommt in großen Mengen in Futterpflanzen wie dem Wiesenfuchsschwanz (Alopecurus pratensis) vor,  Die Forscher aus Bochum, München und Borstel um Dr. Marcus Peters (Experimentelle Pneumologie der RUB, Prof. Dr. Albrecht Bufe) konnten experimentell nachweisen, wie das Molekül auf Zellen des Immunsystems wirkt. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Allergy and Clinical Immunology. (Quelle: idw)

Arabinogalactan isolated from cowshed dust extract protects mice from allergic airway inflammation and sensitizatio
 

13.08.2010

Nachhaltige Schweineproduktion: alles wird verwertet

Schweinefleischverzehr gehört in Europa und vielen anderen Ländern der Welt zum Kulturgut. Das hat viele Gründe. Entscheidend aber ist, dass vom Schwein so ziemlich alles verwertet werden kann. Nachhaltiger kann eine Tierhaltung nicht sein.
Wer wissen möchte, in welchen Produkten Schweinisches zu finden ist, wird im 196-seitigen Buch Pig 05049 der niederländischen Designerin Christien Meindertsma fündig. Es ist das Ergebnis von drei Jahren Forschungsarbeit.
Die Komplexität heutiger Produktionsprozesse entkoppelt das Schwein als Lieferant von wichtigen Bestandteilen vom endgültigen Produkt, so dass Pig 05049 ein Buch zum Staunen und Entdecken ist, meint Ole Reißmann, für Spiegel Online (Das Schweinesystem).
 

12.08.2010

Wissenschaftliche Auswertung von Zeitungsberichten über Ökolandbau

Nach einer Untersuchung der Kansas State University neigt die Berichterstattung über den ökologischer Landbau und über Biolebensmittel überwiegend positiv zu sein, informiert das Internetportal PigProgress am 09.08.2010 (Study: Media may be overhyping benefits of organic agriculture). In der Studie wurden von 1999 bis 2004 618 Artikel in fünf nordamerikanischen Zeitungen ausgewertet. An Hand der sog. Content-Analyse-Technik wurden die Artikel hinsichtlich Stimmung und Thema in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, Umwelt und die menschliche Gesundheit untersucht.

Coverage of organic agriculture in North American newspapers: Media - linking food safety, the environment, human health and organic agriculture
 

12.08.2010

Strukturveränderung durch Marktliberalisierung

Die Liberalisierung der EU-Milchmarktpolitik führt dazu, dass sich die Milchviehhaltung künftig europaweit an jenen Standorten konzentrieren wird, die für diesen Produktionszweig am besten geeignet sind, schreibt Birthe Lassen vom Institut für Betriebswirtschaft am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig in der aktuellen Broschüre Wissenschaft erleben, Ausgabe 1/2010. Welche Standorte das sein werden, ist noch nicht abschließend geklärt.
Eine vielversprechende Informationsquelle scheint allerdings die sog. EDF-agri benchmark Snapshot-Analyse zu sein, die unter Leitung des vTI durchgeführt wird. In diesem Jahr nahmen rd. 1.500 Milcherzeuger aus Deutschland sowie rd. 500 Milcherzeuger aus 16 weiteren EU-Staaten teil.
 

12.08.2010

Emissionen und Strategien zu deren Minderung

Die Belastungen bei der Geflügelhaltung werden hauptsächlich durch die Schadstoffe Ammoniak, verschiedenste Spurengase sowie Staub hervorgerufen. Dies führt zu Beinträchtigungen von Stallluft und Landwirt, schreiben Jochen Hahne und Torsten Hinz vom Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig in der aktuellen Broschüre Wissenschaft erleben, Ausgabe 1/2010.
Nach dem Verbot der Käfighaltung in Deutschland im Jahr 2010 konkurrieren in der konventionellen Geflügelhaltung derzeit die Haltungsformen Freiland-, Boden-, Volieren- und Kleingruppenhaltung. Bei den seit 2007 kontinuierlich durchgeführten Messungen schnitt die Kleingruppenhaltung mit 6 mg pro Tier und Stunde um den Faktor Zehn am besten ab. Ursache ist der schnelle Abtransport des Kotes über Kotbänder in der Kleingruppenhaltung, während in allen anderen System der Kot im Stall verbleibt. Bei der Kleingruppenhaltung kommen daher auch rel. große Stallanlagen ohne technische Maßnahmen zur Emissionsminderung aus, schreiben die Wissenschaftler.
 

11.08.2010

Große Kluft zwischen Moralvorstellung und Einkaufverhalten

Im Zuge der Kritik an Discountern über Niedrigstlöhne, fragwürdige Arbeits- und Kündigungsmethoden sowie unzumutbare Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern hat das Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln das Verbraucherverhalten in einer Studie untersucht. Das Ergebnis: der Anspruch der Konsumenten nach sozial und ökologisch unbedenklichen Konsumgütern und das tatsächliche Kaufverhalten klaffen eklatant auseinander. Mehr als drei Viertel aller Verbraucher legen beim Einkauf Wert darauf, dass die Waren nach umweltverträglichen Aspekten hergestellt werden. Zudem befürworten die Konsumenten, das die Produkte in Bezug auf die Arbeitsbedingungen fair sind und soziale Mindeststandards (Code of Conduct) erfüllen. Kinderarbeit ist tabu. Doch die aktuellen Marktzahlen des IFH belegen: gekauft wird weiterhin im preiswerten Segment.
 

11.08.2010

Genomische Selektion wird Tierzucht nachhaltig verändern

WCGALP Die Tierzuchtforschung muss sich heute mit globalen Herausforderungen wie das Bevölkerungswachstum, der Erhalt der Artenvielfalt, die Ernährungssicherheit und den Klimawandel auseinandersetzen. Auf dem 9. Weltkongress für angewandte Genetik in der Tierproduktion (WCGALP) werden die neuesten Forschungsergebnisse aus der Tierzuchtforschung vorgestellt. Der alle vier Jahre stattfindende Kongress wird zum ersten Mal in Deutschland abgehalten. Rund 1.400 Wissenschaftler werden vom 1. bis 6. August 2010 in Leipzig erwartet. Der Fokus der Forschung wird in den kommenden Jahren noch stärker auf der Nachhaltigkeit liegen. Diese Forschungsergebnisse kommen schließlich auch den Verbrauchern zu gute, sagt Tagungspräsident Professor Dr. Ernst Kalm. Dass der Kongress in Deutschland stattfindet, unterstreicht auch die internationale Bedeutung der deutschen Agrarwissenschaften. Zuletzt trafen sich die Wissenschaftler in Frankreich (2002) und Brasilien (2006).
 

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