Aktuelles

16.02.2011

Ferkelerzeugung: Entwicklung der Grenzkosten bei hoher Produktivität

Das biologische Leistungsniveau in der Ferkelerzeugung ist in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich angestiegen. Überdurchschnittliche Leistungen sind eine notwendige - aber allein noch nicht ausreichende Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Darauf weisst Dr. J. Müller von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Bad Salzungen, hin. Der Betriebswirtschaftler hat nachgerechnet, in welchem Leistungsbereich die optimale Produktionsintensität der Ferkelerzeugung liegt. Die Ergebnisse hat er u.a. in Schweinezucht aktuell - 37/2010 veröffentlicht. Auch für die Schweinehaltung gilt: die optimale Produktionsintensität ist erreicht, wenn der Grenzertrag in der Höhe den Grenzkosten gleicht. Im Jahr 2009 lmit mittleren Ferkelerlösen von 54,81 Eur je 28-kg-Ferkel ag das Optimum bei rd. 28 marktfähigen Ferkeln je Sau. Allerdings sei die optimale Intensität nicht statisch. Sie hängen entscheidend von den Produkt- und Faktorpreisen ab.
 

16.02.2011

Auch der Ökologische Landbau muss sich weiterentwickeln

Auch bei Ökobetrieben gibt es eine zunehmende Tendenz zur Spezialisierung, was grundsätzlich nicht verkehrt ist, meint Gerold Lahmann, der Leiter des Instituts für Ökologischen Landbau im Gespräch mit der Zeitschrift Forschungs Report (Ausgabe 2/2010). Dies sei Ausdruck einer gewissen Professionalisierung, die auch Betriebsmittel einsetzt, die nicht vom eigenen Hof stammen. Wie in der konventionellen Landwirtschaft auch, wird die Zielsetzung, in geschlossenen Kreisläufen zu wirtschaften, als Austausch zwischen spezialisierten Betrieben gesehen. So können zum Beispiel ein Milchviehbetrieb und ein viehlos wirtschaftender Betrieb Futter und Wirtschaftsdünger untereinander austauschen."
 

14.02.2011

Chancen für die bäuerliche Landwirtschaft – Neue Broschüre informiert über Fördermöglichkeiten

Das Landwirtschaftsministerium hat einen Ratgeber für die Landwirtschaft herausgegeben: Die Broschüre Chancen für Beschäftigung und Einkommen im ländlichen Raum – Leitfaden zur Förderung von Diversifizierung und Umnutzung in Nordrhein-Westfalen informiert über Fördermöglichkeiten für Landwirtinnen und Landwirte, die mit neuen Geschäftsideen bestehende Arbeitsplätze sichern und neue schaffen wollen. Bioläden, Ferienanlagen und Kinderbauernhöfe sind Beispiele für die zahlreichen Projekte, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden. Durch die Förderung von Diversifizierung bieten sich den landwirtschaftlichen Betrieben zusätzliche Erwerbsalternativen, während im Rahmen der Umnutzung Maßnahmen zum Erhalt leerstehender land- und forstwirtschaftlicher Gebäude gefördert werden. Die Landesregierung will bäuerliche Strukturen stärken und die Entwicklungspotenziale der ländlichen Regionen erschließen, sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Die Förderung bietet vielen landwirtschaftlichen Betrieben neue Perspektiven.
 

30.01.2011

"Wenn alle Vegetarier werden, ist Schluss mit Bio"

Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch auf dem Teller. Denn der Biolandbau erlaubt lediglich Stallmist, um die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, daran erinnern  Dirk Maxeiner und Michael Miersch in Welt online am 27.01.2011 (Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch).

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29.01.2011

Dioxin: "Die sieben Mythen im Dioxinskandal"

Das Schlagwort Dioxin hielt die gesamte Republik die vergangenen Wochen in Atem. Unzählige Talk Shows und Diskussionsrunden haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Trotzdem ist bei vielen von uns die Verunsicherung immer noch groß. Die eingebrochenen Märkte für Eier und Schweine belegen dies. Einige Veröffentlichungen ragten aus der Berichterstattung heraus und können sehr gut dazu beitragen, sich ein eigenes Bild von der Sache zu machen: In der FAZ setzt sich Winand von Petersdorff in seinem Beitrag Die sieben Mythen im Dioxinskandal kritisch mit festgefahrenen Meinungen und Vorurteilen auseinander (www.faz.de; Name des Artikel in die Suchfunktion eingeben). Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer erklärt in einem Podcast, was es mit Dioxin auf sich hat und was Grenzwerte aussagen (http://www.euleev.de).
 

28.01.2011

Gute Öffentlichkeitsarbeit kostet nur 200 Euro

Schweinestall der Familie Wille mit Besucherfenster Wer nichts weiß, muss alles glauben, stellte die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach schon Anfang des 19. Jahrhunderts fest. Ein Umstand, der noch dadurch begünstigt wird, dass nur noch 2 Prozent der Erwerbstätigen Deutschlands direkt in der Landwirtschaft beschäftigt sind. Dabei ist das Interesse an der Herkunft unserer Lebensmittel riesengroß.
Deutsche und europäische Hygienevorstellungen machen einen Stallbesuch aber immer schwieriger. Es entsteht der Eindruck, die Landwirtschaft schottet sich ab. Dass dies nicht der Fall ist, zeigen viele Aktivitäten quer durch die Landwirtschaft - egal ob bio oder konventionell.
Genial einfach und preiswert ist die Lösung der Familie Wille aus der Nähe von Hannover. Sie hat über die gesamte Wandfläche ihres Schweinestalles Fußboden tiefe Fenster einbauen lassen, um geführte Stallbesichtigungen nach Voranmeldung durchführen zu können. Die dreifach verglasten Fenster kosten nur 150 Euro. Allerdings sollten die galvanisch verzinkten Beschläge gegen 2-VA-Stahl ausgetauscht werden, was noch einmal mit 50 Euro zu Buche schlägt. Bei Interesse am Hersteller der Fenster, melden Sie sich bitte in der ZDS-Geschäftsstelle: sk@zds-bonn.de.
 

27.01.2011

Regionalität vor Bio

(aid) - Gutes Essen und Trinken ist für die Menschen in Deutschland ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Das ist ein Resultat der Nestlé Studie 2011, bei der über 10 000 Erwachsene und Kinder zu ihrem Ernährungsverhalten befragt wurden. Für 69 Prozent der Deutschen spielt eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle in ihrem Leben (2009: 63 %). Der Anteil der Verbraucher, die Nahrungsmittel vor allem günstig einkaufen möchten, ist seit 2009 von 48 auf 39 Prozent gesunken. Dieser Trend zeigt sich gerade auch in den unteren Einkommensgruppen. Beim Einkauf wird stärker auf regionale Ware als auf Bio-Lebensmittel geachtet:
So kaufen 37 Prozent der Deutschen regelmäßig und 44 Prozent zumindest gelegentlich Produkte aus der Region. Bio-Lebensmittel werden nur von 13 Prozent regelmäßig und von 32 Prozent gelegentlich gekauft. Mit Regionalität werden Frische, Förderung der lokalen Wirtschaft und kurze Lieferwege verbunden. Begriffe wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in Zusammenhang mit der Nahrungsmittelproduktion sind für viele Verbraucher verwirrend, wenig konkret oder gar nicht bekannt. >>>
 

26.01.2011

Maststall mit Durchblick

Schweinestall der Familie Wille mit Besucherfenstern Die Schweinehaltungshygiene-Verordnung verbietet betriebsfremden Personen das Betreten von Stallungen. Aus seuchenhygienischen Gründen ist diese Vorgabe verständlich. Der Tierbestand ist einfach zu wertvoll. Die VO führt aber auch dazu, dass sich kaum noch Konsumenten ein Bild von der modernen Tierhaltung machen können. Ein Hähnchenmaststall mit Durchblick ist jetzt im niedersächsischen Familienunternehmen Sprötzer Agrarbetrieb entstanden. Ein spezieller Besucherraum mit großem Fenster bietet angemeldeten Besuchern Einblicke.
Noch fünf Monate zuvor war die Landwirtsfamilien Opfer eines Brandanschlags geworden.

Wie das Bild zeigt, sind solche Angebote auch in der Schweinehaltung bekannt.
 

25.01.2011

Tiertransport: Management für Tierwohl entscheidend

Nach der Auswertung einschlägiger, seit 2003 erschienener Studien hält die EFSA die den Schweinen zugemutete Reisedauer für keinen Risikofaktor auf das Wohlbefinden an sich. Wichtiger sind danach die Begleitumstände: Geachtet werden sollte beispielsweise auf die allgemeine Fitness der Tiere, auf die Fahrzeugausstattung, den Fahrstil, die Besatzdichte, die Witterung und die Belüftung. Ferner sollten Schweine vor dem Verladen ausreichend getränkt, aber nicht mehr gefüttert werden.
Für den Transport von Tieren gilt danach dasselbe wie für die Haltung von Tieren generell: das Management ist für das Tierwohl entscheidend.
 

25.01.2011

Private Heizungen - wichtigste Dioxinquelle in Deutschland

Das Heizen mit Holz ist nachhaltig und wurde lange Zeit von der Bundesregierung als Klima neutrale Energiequelle beworben. Durch den rasanten Anstieg der Holzheizungen und -kamine kann von einer Umweltschonung aber keine Rede mehr sein. Der Dioxinausstoß aus privaten Heizungen und Kaminen hat den der Industrie nach Angaben des Bundesumweltamtes schon lange überholt. Nach der Metallindustrie zählen Kleinfeuerungsanlagen mittlerweile zu zweitwichtigstgen Dioxinschleuder (Quelle: zentrales System Emissionen des Umweltbundesamtes, Stand: 18.01.2011).
Das hat auch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen erkannt und hat eine neue Broschüre herausgegeben: Was ist beim Heizen mit festen Brennstoffen zu beachten? Neue Anforderungen an Kleinfeuerungsanlagen. Hintergrund für diese Broschüre sind aber die zunehmenden Feinstaubemissionen aus den Kleinfeuerungsanlagen. Von Dioxin ist keine Rede.
Die Broschüre können Sie unter www.umwelt.nrw.de herunterladen.
 

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