Aktuelles

24.01.2017

VILOLith® Kaustange als Beschäftigungsmaterial für Mastschweine

VILOLith® Kaustange (Foto (c): Vilomix) Jedes Schwein muss unabhängig von der Haltungsform jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Beschäftigungsmaterial haben, welches das Schwein untersuchen und bewegen kann. Gleichzeitig soll es veränderbar sein und dem natürlichen Erkundungsverhalten dienen.
Das Unternehmen Vilomix hat hierfür die VILOLith® Kaustange entwickelt, die nach Unternehmensangaben alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und sich bereits im Testeinsatz bewährt haben soll.
Die VILOLith® Kaustange besteht aus mineralischen und organischen Komponenten und soll nach Herstellerangaben das Wohlbefinden und die Gesundheit der Schweine fördern. Das Unternehmen schreibt auf seiner Internetseite www.kaustange.de, dass sich das Produkt als Ablenkung bei Beißgeschehen (Caudophagie) im Stall eigne.

Wer als Schweinehalter Probleme mit Caudophagie hat, kann sich über die Internetseite ringelschwanz.info Hilfestellungen und Anregungen holen. Die Seite wird gerade um ein Expertennetzwerk für eine direkte Unterstützung ergänzt. Initiator für die Seite ist der ZDS, der hierfür von der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützt wurde.
 

24.01.2017

Ernährung in einer Versorgungskrise: Landwirtschaftsministerium erhält weitreichende Befugnisse

hib - Die Neuregelung zur Grundversorgung der Bevölkerung im Falle einer Krise ist Ziel des von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurfes zur Novellierung des Rechts zur Sicherstellung der Ernährung in einer Versorgungskrise (18/10943). ...

Die im Gesetzentwurf enthaltenen Verordnungsermächtigungen sollen dem BMEL im Bedarfsfall eine öffentliche Bewirtschaftung von Lebensmitteln erlauben, die den Umständen des jeweiligen Krisenfalls angepasst sein sollen. In diesem Zuge sollen Regelungen über die Produktion, den Bezug oder die Zuteilung von Lebensmitteln erlassen werden können.

 

24.01.2017

Martina Brockmeier an die Spitze des Wissenschaftsrates gewählt

Neue Vorsitzendedes Wissenschaftsrates wird die an der Universität Hohenheim tätige Agrarökonomin Martina Brockmeier. Sie folgt auf den Münchner Bildungsforscher Manfred Prenzel, der das Amt seit Sommer 2014 innehatte und dessen Mitgliedschaft im Wissenschaftsrat turnusgemäß nach sechs Jahren endet. Martina Brockmeier ist nach der ostdeutschen Ingenieurwissenschaftlerin Dagmar Schipanski, die von 1996 bis 1998 Vorsitzende des Wissenschaftsrates war, die zweite Frau in diesem Amt.
Martina Brockmeier gehört dem Wissenschaftsrat seit 2014 als Mitglied an und war seit 2016 bereits stellvertretende Vorsitzende seiner Wissenschaftlichen Kommission. Einem Studium der Ernährungswissenschaften, Fachrichtung Ernährungsökonomie, an der Justus-Liebig-Universität Gießen folgten Promotion (1993) und Habilitation (2002) dort sowie Auslandsaufenthalte in den USA (Purdue University) und Australien (University of Adelaide). Von 1999 bis 2009 war die gebürtige Osnabrückerin Leiterin des Instituts für Marktanalyse und Agrarhandelspolitik im Thünen-Institut, Braunschweig, ehe sie an der Universität Hohenheim eine W3-Professur (Internationaler Agrarhandel und Welternährungswirtschaft) übernahm. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Agrarökonomie und -politik und vor allem im Bereich des internationalen Handels mit Agrar- und Ernährungsprodukten. Hier konzentriert sie sich auf regionale und multilaterale Handelsabkommen und ihre Auswirkungen auf Entwicklungsländer und die globale Ernährungssicherung.

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

 

24.01.2017

Agrarstrukturerhebung: Strukturwandel schreitet ungebremst voran

CDU-Niedersachsen zur aktuellen Agrarstrukturerhebung Destatis - Der Struktur­wandel in der Landwirtschaft setzt sich weiter fort, hat sich aber verlangsamt. Die Zahl der land­wirtschaft­lichen Betriebe zwischen den Jahren 2013 und 2016 hat sich um rund 3 % (etwa 9 000 Betriebe) verringert. Zwischen der Agrar­struktur­erhebung 2013 und der Land­wirtschafts­zählung 2010 hatte es noch einen deutlicheren Rückgang von knapp 5 % (– 14 000 Betriebe) gegeben.

Die Anzahl der tierhaltenden Betriebe ist weiter rückläufig. Zum Stichtag 1. März 2016 betrieben knapp 184 000 Betriebe Vieh­haltung. Das waren fast 16 000 Betriebe oder 8 % weniger als noch im Jahr 2013. Besonders stark war der Rückgang mit 18 % bei den Schweine haltenden Betrieben. Bei den Tier­beständen zeigen sich dagegen keine großen Veränderungen: Die Rinder- und Schweine­bestände sind gegenüber 2013 nahezu konstant geblieben, die Zahl der Schafe ging um 3 % zurück.
Die CDU Niedersachsen hat die Entwicklung auf Facebook u.a. mit einer Grafik kommentiert.

Die Erfassungsgrenzen für die Agrarstrukturerhebung liegen übrigens für Schweine haltende Betriebe bei 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen. Alle Betriebe, die weniger Tiere haben, werden also nicht gezählt.

 

23.01.2017

Die grandiose Selbsttäuschung deutscher Verbraucher

Umfragen wird generell zu viel Bedeutung beigemessen. Zwischen den Gefühlen bzw. der Selbsteinschätzung der Verbraucher und dem was im Warenkorb oder Kühlschrank landet, liegen häufig Welten. Umfragen sollte man daher tunlichst nicht überbewerten. So wundert es nicht, dass nach Kühlschrankkontrollen und peniblen Ess-Protokollen die Zahl der Vegetarier bei gerade einmal 2 Prozent liegt und nicht - wie von NGOs gerne verbreitet - bei 10 Prozent. Doch woher kommt dieser grandiose Selbstbetrug? Sebastian Balzter ist für die FAZ dem Phänomen nachgegangen und bietet einen Erklärungsansatz, bei dem er sich auf Untersuchungen des Psychologen Ingo Härlen vom Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft an der Universität Bonn stützt. Die Welt wird immer komplexer und die Entscheidungen immer schwieriger. Um die Lust am Essen nicht zu verlieren, neigt der Verbraucher dazu, seinen Konsum von den Produktionsbedingungen abzukoppeln. Der lesenswerte Beitrag des Journalisten ist in der aktuellen Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) am 22.01.2017 erschienen.

 

23.01.2017

"Der Landwirtschaft ein Gesicht geben"

Der Landwirtschaft ein Gesicht geben – unter diesem Motto standen am vergangenen Samstag zehn junge Landwirte aus der Grafschaft mit einem Infomobil auf dem Wochenmarkt in Nordhorn. Als lokale Aktion im Rahmen der Wir machen euch satt-Kundgebung in Berlin informierten sie interessierte Bürger über die moderne Landwirtschaft . Als Blickfang  dienten ein Traktor am Beginn der Fußgängerzone und ein Schilderpfad entlang des Radweges.
 

23.01.2017

Eine pauschale Ablehnung neuer Gentechnikverfahren wird längst nicht von allen NGO mitgetragen

Es deutet sich ein Paragdimenwechsel bei der Einschätzung neuer gentechnischer Verfahren an. Längst ist verantwortungsvollen NGO wie Greenpeace und Ökovertretern klar, dass die enorme Herausforderung, eine steigende Weltbevölkerung vor dem Hintergund des Klimawandels mit qualitativ hochwertiger Nahrung zu versorgen, innovative Verfahren notwendig macht. Dazu zählen trocken- oder salzresistente Pflanzen ebenso wie Pflanzen mit höherem Vitamin- oder Eiweißgehalt.
Auch für den Ökolandbau wäre das eine Chance, dem Vorwurf zu entgehen, durch zu geringe Erträge zuviel wertvollen Ackerboden zu verschwenden.
Die Diskussion hat aber gerade erst begonnen. Erste Hinweise finden sich im gerade vorgelegten Konzernatlas. Vermutlich auch deshalb, weil die neuen Verfahren so einfach sind, dass sich selbst kleine Saatgutfirmen diese Technik leisten und damit unabhängig von großen Firmen werden könnten?
 

23.01.2017

Fragen und Antworten zur Wassernutzung in der Landwirtschaft

Wasserkreislauf (DBV) Mit durchschnittlich 700-800 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fällt in Deutschlandland fast überall genügend Niederschlag, um in der Landwirtschaft fast ausschließlich Regenwasser zu nutzen. Der langjährige durchschnittliche Niederschlag summiert sich auf rd. 278 Mrd. Kubikmeter.
Deutschland ist daher besonders gefordert, wasserintensive Nahrungsmittel zu exportieren, um die Länder zu entlasten, die nicht so gut ausgestattet sind.
 

23.01.2017

Grüne Woche 2017: Ohne Wasser keine Ernährungssicherung

70 Prozent des weltweit genutzten Süßwassers werden für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen genutzt. Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht!, sagte der Generaldirektor der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), José Graziano da Silva, im Rahmen des  9. Global Forum for Food and Agriculture in Berlin. Doch ist die Umsetzung dieses Rechts längst nicht überall gegeben. Mit 1,2 Milliarden Menschen lebt heute bereits knapp ein Fünftel der Weltbevölkerung in Regionen mit großer Wasserknappheit. Im Jahr 2025 werden es laut dem Umweltbericht der Vereinten Nationen rund 1,8 Milliarden Menschen sein.

Umso wichtiger ist die Unterstützung der Länder, die vom Klimawandel besonsers betroffen sind, z.B. beim Aufbau von Innovativen Techniken für die Wassergewinnung und Bereitstellung, eine geschlossene Kühlkette (mehr als 30 % kostbaren Wassers geht durch Lebensmittelverderb und Lagerverluste verloren) aber auch beim Ausbau von Handelsabkommen mit Ländern, die (noch) hervorragende mit Wasser ausgestattet sind. Ein offener Handel hilft die Folgen des Klimawandels abzufedern. In Deutschland ist die Wasserbilanz der Landwirtschaft noch positiv. Der Anteil der landwirtschaftlichen Wasserentnahmen liegt in Deutschland bei knapp 0,45 %.
 

23.01.2017

Ein nachhaltiger Nutztiersektor in Europa

„Ein nachhaltiger Nutztiersektor in Europa: Eine Frage von Ernährungssicherheit, Klima und Innovation“

Die Weltbevölkerung wird wachsen und mit ihr die Nahrungsmittelnachfrage, insbesondere nach tierischen Produkten. Das erfordert eine nachhaltige Intensivierung der heutigen Nutztierhaltung, um Umwelt und Ressourcen zu schonen. Dabei darf die Ökoeffizienz nicht aus den Augen verloren werden, um ökologische, soziale und betriebswirtschaftliche Anforderungen gleichwertig berücksichtigen zu können. Der heute anlässlich der Grünen Woche vorgelegte Bericht Ein nachhaltiger Nutztiersektor in Europa: Eine Frage von Ernährungssicherheit, Klima und Innovation wurde von einer breiten Allianz europäischer Nutztierverbände sowie Wissenschaftlern und Nicht-Regierungsorganisationen erarbeitet und bereits im Europaparlament vorgestellt. Er soll Impulse setzen und politische Debatten anregen, damit der europäische Nutztiersektor langfristig erfolgreich bleibt.
Der Deutsche Raiffeisenverband, die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde und der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. unterstützen das Papier grundsätzlich.

 

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