08.01.2016RSS Feed

Gentechnik: in der Humanmedizin hui, in der Landwirtschaft pfui?

Gentechnik in der Humanmedizin, die sog. weiße Gentechnik, ist weltweit akzeptiert. Dabei geht es nicht nur um die Herstellung von Arzneimitteln durch gentechnisch veränderte Bakterien, sondern auch um den gezielten Einsatz von gentechnisch veränderten Zellen und Proteinen zur Bekämpfung seltener Krankheiten. Das sog. Genediting eröffnet vermutlich künftig ganz neue Möglichkeiten, wie dieses Beispiel zur Bekämpfung einer besonderen Form des Muskelschwunds zeigt.

Umso erstaunter stellen Experten fest, dass die Akzeptanz schwindet, wenn es um den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft geht. Dabei werden Klima optimierte und Standort angepasste Pflanzen dringend benötigt und die Sicherheitsbewertung der vergangenen Jahrzehnte ist hinsichtlich einer Risikoeinschätzung eher positiv. Das scheint auch die australische Regierung erkannt zu haben. Richard Di Natale, Parteivorsitzender der australischen Grünen wirbt für eine ideologiefreie Diskussion über die Chancen und Risiken der Gentechnik. Würde sich die Akzeptanz ändern, wenn nur mit Gentechnik der Anbau von Bananen, Oliven oder Papajas gerettet werden könnte?

Überblick zur "Gentechnik" in der Landwirtschaft

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