27.01.2016RSS Feed

Fokus auf Bienen zu einseitig

Die Bestäubungsleistung von Bienen und damit ihr Beitrag zu unserer Ernährung ist wichtig. Aber nicht so wichtig, wie bisher angenommen. Eine neue australische Studie warnt jedoch davor, andere bestäubungsaktive Insekten quasi dem Bienenschutz zu opfern, indem zu stark auf die Bienen fokussiert wird. Wissenschaftler der Universität Queensland fanden nämlich heraus, dass andere Insekten ein Drittel der gesamten Bestäubungsleistung abliefern können. Manche Fruchtarten seien ohnehin abhängig von bienenfremden Bestäubern wie Fliegen, Schmetterlingen, Motten, Käfern, Wespen, Ameisen oder Thripsen. Das gelte beispielsweise für Mangos, Kiwis und Kaffee. .... Interessanterweise leisten bienenfremde Bestäuber 25 bis 50 Prozent der Blütenbesuche; sind allerdings etwas ineffektiver in ihrer Bestäubungswirkung als Bienen. Dieser Nachteil wird jedoch offenbar kompensiert: Der Fruchtansatz stieg durch die Aktivität der bienenfremden Bestäuber, unabhängig davon, ob gleichzeitig Bienen im Spiel waren oder nicht. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die bienenfremden Bestäuber einen einzigartigen Vorteil gegenüber Bienen ausspielten. Den gilt es noch zu finden und zu nutzen. (aid-newsletter 4/16)

Originalquelle: Study suggests bees aren't the be all and end all for crop pollination



Dem Bienensterben auf der Spur

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